Sanierung von Denkmal dauert länger als geplant

Arbeiten an Gebäude im Glauchauer Schillerpark sollen im Februar enden

Glauchau.

Einen konkreten Termin gibt es noch nicht. Als der Glauchauer SPD-Stadtrat Ralph Engler Ende letzten Jahres nach der Fertigstellung der neuen öffentlichen Toilette am Schillerplatz fragte, konnte die Stadt keinen Zeitpunkt nennen. Jetzt, auf Nachfrage der "Freien Presse", ist vom Monat Februar die Rede. Allerdings müsse das Wetter mitspielen.

Auch wenn es keinen genauen Termin gibt, steht fest, dass das umstrittene Vorhaben im denkmalgeschützten Gebäude nach jahrelangem Hin und Her bald umgesetzt sein wird. Eine erste Kostenerhöhung lehnte der Stadtrat im März 2018 ab, der Seniorenbeirat drängte hingegen auf den Einbau eine barrierefreien Toilette, die Mehrheit im Stadtrat hat dem Vorhaben ein halbes Jahr später schließlich doch zugestimmt. "Ein Hohn", kommentierte der heutige Fraktionschef der Freien Wähler, Stephan Wusowski, in seiner Haushaltsrede 2019.

Die aktuellen Kosten liegen nach Angaben der Stadt Glauchau bei etwa 295.000 Euro. Das ist weit mehr, als der erste Abschnitt der Sanierung des Bismarckturms gekostet hatte. Und kommt damit auch fast an die Dimension heran, die vor vielen Jahren der damalige Wirtschaftsförderer von Glauchau, Alfons Wagener, prognostizierte - was damals freilich zur Ablehnung des Vorhabens führte.

Mit den knapp 300.000 Euro ist das gesamte Gebäude am Schillerplatz saniert worden. Wasser- und Abwasserleitungen wurden genauso wie die Elektroleitung komplett neu verlegt. Das Haus wurde entkernt, bekam neue Türen und Fenster. Der Fußboden wurde neu aufgebaut. Innen und außen kam neuer Putz an die Wände. Dort, wo es möglich war, blieb in Abstimmung mit der Denkmalbehörde der historische Putz erhalten.

Das im Jahr 1926 gebaute Haus bekommt auch einen historischen Anstrich. Im vorderen Teil des Gebäude wurde die Toilettenanlage, ein Unisex-WC und eine behindertengerechte Toilette, eingebaut. Mit der Sanierung entstand auch ein separater Raum. Wie er künftig genutzt werden soll, ist noch unklar. Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende 2019 abgeschlossen sein, doch Schäden in der Holzkonstruktion der Decke und des Dachs brachten den Zeitplan durcheinander und verteuerten das Vorhaben.

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