Sauer-Orgel kann saniert werden

Das Instrument in der Burgstädter Stadtkirche wird aufgearbeitet. Der Eigenanteil an den Kosten liegt bereit. Zwei Drittel der Bausumme kommen aus Dresden.

Burgstädt.

Seit dem Wochenende ist die Finanzierung der Sanierung der Orgel in der Burgstädter Stadtkirche gesichert: Staatsminister Thomas Schmidt hat der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde einen Fördermittelbescheid in Höhe von 83.000 Euro überreicht. Das Geld stammt aus einem Sonderprogramm für Denkmalpflege.

Die Gesamtkosten für die anstehenden Arbeiten belaufen sich auf 123.000 Euro. Ein Drittel davon bringt die Kirchgemeinde aus eigenen Mitteln auf. "Etwa 90 Prozent des Eigenanteils liegt bereits vor. Wir haben Spenden dafür gesammelt und werden auch Geld aus unseren Rücklagen dafür verwenden", sagte Kantor Benjamin Müller.

Durch die Sanierung soll die Orgel ihren ursprünglichen Klang erhalten. Dazu soll das Instrument der Firma Sauer aus dem Jahr 1904 komplett gereinigt werden. Das betrifft unter anderem sämtliche Bälge, die bei Bedarf neu mit Leder bezogen werden, sodass keine Luft mehr ungenutzt entweichen kann. Alle 2560Pfeifen werden ausgebaut, gereinigt, repariert, gegen Schimmelpilz behandelt und wieder registerweise eingebaut. Den Ursachen der Schimmelentstehung soll durch eine spezielle Lüftung entgegnet werden. Der Spieltisch wird zudem teilweise demontiert, sodass er im Inneren gesäubert und gegebenenfalls repariert werden kann. Die Ton- und Registertrakturen werden ebenfalls kontrolliert, gereinigt, wenn nötig auch repariert und neu justiert. Hinzu kommen notwendige Reparaturen und der Ersatzeinbau von zwei Registern. Zum Abschluss erfolgt eine Intonation durch einen Spezialisten für Sauer-Orgeln. Weitere Fördermittel erhält die Stadtkirche laut Müller von der Stadtverwaltung. "Dieses Geld ist aber nicht für das Instrument bestimmt, sondern für Arbeiten an der Orgelempore, die in dem Zusammenhang mit ausgeführt werden sollen", so der Kantor.

Spielbar bleiben soll das Instrument nach seinen Worten bis Weihnachten. Ab Januar folgen dann die Sanierungsarbeiten, die nur bei außer Betrieb genommener Orgel möglich sind. Abgeschlossen werden sein sollen sie im Mai.

Laut Schmidt hat der Freistaat in den vergangenen 30 Jahren annähernd 3,6 Milliarden Euro in den Denkmalschutz investiert. Ein eigenständiges Förderprogramm für national wertvolle und besonders hochwertige sächsische Kulturdenkmale gibt es seit dem Jahr 2013. (gp)

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