Schau stellt Künstlerin in den Fokus

Scherenschnitte im Schloss Wolkenburg zu sehen

Wolkenburg.

Scherenschnitte stellen eine Kunstform dar, die selten im Fokus der Öffentlichkeit steht und teilweise in Vergessenheit geraten ist. Dabei haben Scherenschnitte in der Chemnitzer Region eine lange Tradition. An diese Geschichte knüpft eine Ausstellung an, die am Donnerstag, 21. November, im Schloss Wolkenburg eröffnet wird. Unter dem Motto "Erinnerungen - Scherenschnitte von Christa Bachmann und Weggefährtinnen" werden Werke der Limbach-Oberfrohnaerin (1929-2011) und anderer Künstler gezeigt.

Bachmann fertigte schon im Alter von 15 Jahren erste Scherenschnitte an. Anregungen holte sie sich oft aus der Natur, setzte aber auch Gefühle und Erlebnisse künstlerisch um: So bezeichnete die ausgebildete Kunsterzieherin ihre Scherenschnitte als "eigentlich geschnittene Tagebuchblätter". Ab 1961 leitete Bachmann ein Scherenschnitt-Seminar am Bezirkskabinett für Kulturarbeit in Karl-Marx-Stadt, das auch nach der Wiedervereinigung weitergeführt wurde.

In der Wolkenburger Ausstellung, die bis zum 5. Januar 2020 läuft, werden vorwiegend Scherenschnitte aus Privatbesitz gezeigt, einige Arbeiten stammen aus dem Scherenschnittmuseum im Schloss Lichtenwalde. Sie zeigen sowohl traditionelle als auch moderne Motive. Neben Arbeiten von Christa Bachmann sind in der Ausstellung Scherenschnitte von Künstlerkolleginnen zu sehen. (jop)

Die Vernissage findet am 21. November um 18 Uhr statt. Das Schloss ist dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.

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