Schneller Wechsel: Auf Weindorf folgt Erzgebirgsdorf

Der Veranstalter zieht eine positive Zwischenbilanz und öffnet die Türen für die nächste Aktion. Jedoch kritisiert er die Polizei.

So etwas gab es noch nie: Das Weindorf auf dem Neumarkt geht in die Verlängerung - hat allerdings vorher einen neuen Anstrich bekommen. Der Pausentag am Montag wurde genutzt, um das Gelände zum Erzgebirgsdorf umzubauen. Unter diesem Namen geht es ab dem heutigen Dienstag bis zum Sonntag weiter. "Wir haben einige Figuren aufgestellt und die Buden mit erzgebirgischem Schnickschnack dekoriert", sagt Veranstalter Siegfried Ade. An den Essensständen werden nun auch Spezialitäten aus dem Erzgebirge verkauft.

Anlass für die Bonustage als Erzgebirgsdorf ist das Jubiläum 875 Jahre Chemnitz. "Wir haben uns überlegt, wie wir das Weinfest noch charmant interpretieren könnten, und kamen auf diese Idee", erklärt Ade. Für das Weinfest selbst zieht er eine positive Bilanz: "Ein guter Maßstab ist immer das Leergut, das wir am Ende jedes Tages wegbringen. Das waren in diesem Jahr eine ganze Menge Flaschen", freut sich Ade. "An vielen Tagen war eine Affenhitze. Da war tagsüber nicht so viel los - aber in den Abendstunden wurde das ausgeglichen. Außerdem kam es uns entgegen, dass wir keinen kompletten Regentag hatten."

Der einzige Tag mit einem starken Umsatzeinbruch sei der 1. August gewesen - als das Weindorf nach einer Bombendrohung geräumt werden musste. Mehr Sicherheitskräfte will Ade wegen des Zwischenfalls aber nicht einstellen. "In einem Fall wie diesem kannst du eigentlich nicht viel machen. Allerdings hätte die Zusammenarbeit mit der Polizei besser laufen können." Ade kritisiert, dass er am Abend der Bombendrohung nicht über die Lage informiert wurde und seine Fragen an die Beamten unbeantwortet blieben. Die Polizei selbst kann die Kritik nicht nachvollziehen, sagt eine Sprecherin. "Der Einsatzleiter musste den gesamten Einsatz koordinieren, sich mit der Feuerwehr absprechen und stand gleichzeitig mit dem Veranstalter in Kontakt." Ungefähr eine Stunde nach der per Anruf eingegangenen Drohung konnte Entwarnung gegeben werden.

Nun hofft Ade, dass rund um das Erzgebirgsdorf alles ruhig bleibt - und dass genauso viele Leute kommen wie zum Weindorf. "Es wird auch weiterhin Wein ausgeschenkt. Es gibt sogar noch zwei zusätzliche Händler, die beim Weindorf noch nicht dabei waren. Einer von beiden reist extra aus Ungarn an." Selbst wenn das Erzgebirgsdorf ein Erfolg wird, soll es wohl eine einmalige Aktion zum Stadtjubiläum bleiben. "2019 feiern wir unseren eigenen runden Geburtstag: 30 Jahre Weinfest. Dann werden wir den Wein sicherlich wieder einzig und allein in den Mittelpunkt stellen."

Bewertung des Artikels: Ø 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen
1Kommentare
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  • 3
    3
    ArndtBremen
    14.08.2018

    Immer noch das selbe Angebot und dann nennt man das einfach Erzgebirgsdorf? Billg!



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