Schule und Infrastruktur sind seine politischen Hauptthemen

Mehr als die Hälfte der gewählten Stadträte ist neu im Gremium. "Freie Presse" stellt sie vor. Heute: Volker Dringenberg, AfD

Volker Dringenberg kommt gebürtig aus dem Norden Deutschlands und hat in seinem Leben schon in vielen Städten gewohnt, wie er sagt. Seit 2006 ist Chemnitz seine Heimat, in der er sich nun politisch einbringen möchte.

1972 wurde Volker Dringenberg in Lübeck geboren und wanderte bereits als Schüler einmal quer durch die Bundesrepublik nach Bayern. Das Abitur absolvierte er in Nordrhein-Westfalen, anschließend ging es für zwei Jahre zur Marine nach Wilhemshaven. Es folgte ein Studium der Rechtswissenschaften zunächst in Passau, später in Bonn und Köln. Der Referendarzeit in Koblenz schlossen sich diverse Auslandsaufenthalte, unter anderem im Parlament der Europäischen Union in Brüssel, an. Nach dem zweiten Staatsexamen im Jahr 2000 ging Dringenberg als Justiziar in die österreichische Industrie nach Wien. Er promovierte parallel dazu in Passau und kehrte 2005 zurück nach Bonn, wie er selbst berichtet. Ein Lehrgang in Medizinrecht führte ihn schließlich 2006 nach Leipzig, wo er seine heutige Frau kennenlernte. Seit 13 Jahren lebt der gebürtige Lübecker nun in Chemnitz, wo er als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht und Versicherungsrecht in einer Kanzlei auf dem Kaßberg tätig ist.

Politisch aktiv ist Volker Dringenberg seit 2013, als der AfD-Kreisverband Chemnitz gegründet wurde. Im Stadtrat hat er klare Ziele. "Als Familienvater interessieren mich die Themen Schule und Bildung", so der 47-Jährige. Er will sich mit seiner Fraktion, deren Vorsitzender er ist, für ein kostenloses Schulessen für alle Schüler der Stadt engagieren. Weiterhin beschäftigen ihn die Themen Wirtschaft und Infrastruktur. In puncto Fachkräftemangel will sich Dringenberg dafür einsetzen, die Chemnitzer, die nach der Wende abgewandert sind, wieder in die Stadt zu holen. "Dafür müssen konkrete Programme oder Maßnahmen gestartet werden", sagt er, ohne konkreter zu werden. Generell sei es dem Jurist wichtig, Transparenz im Gremium Stadtrat zu schaffen und zu wahren, zum Beispiel bei der Vergabe von Fördermitteln. Darin sieht der 47-Jährige momentan ein Defizit.

Zum Flügelkampf in der AfD befragt, sagt Dringenberg, dass die Alternative für Deutschland aus seiner Sicht eine Volkspartei sei. Und in einer solchen gebe es immer verschiedene Richtungen. "Da sollte man sich nicht verrückt machen lassen", so Dringenberg. Er selbst will sich keiner Strömung anschließen. "Ich bin in der AfD. Punkt." Am 1. September ist ein weiteres politisches Mandat hinzugekommen, als er über die Parteiliste in den Sächsischen Landtag gewählt wurde.

Wenn er nicht arbeitet oder politisch aktiv ist, widmet er sich in seiner freien Zeit seiner Frau und den beiden Kindern. Zu den Hobbys gehören Gärtnern, Segeln im Sommer und Skifahren im Winter.

Die Beiträge, die bisher über die neuen Stadträte erschienen sind, finden Sie unter www.freiepresse.de/neueraete.

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4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    4
    Einspruch
    19.09.2019

    Blackadder, die Realität sagt das.
    Warum müssen soviel weiter im Westen ihr Glück versuchen. Sie brauchen bloß mal mit den Pendlern auf der Autobahn mitfahren, dann wissen Sie was ich meine.

  • 2
    5
    Blackadder
    19.09.2019

    @Einspruch: Sagt wer?

  • 2
    4
    Einspruch
    19.09.2019

    Offenbar bringt das Projekt nichts.

  • 5
    6
    Blackadder
    19.09.2019

    Zitat : "Dafür müssen konkrete Programme oder Maßnahmen gestartet werden", sagt er, ohne konkreter zu werden."

    Komisch, dass sich Herr Dringenberg als Stadtrat so schlecht mit Chemnitz auskennt, denn es gibt bereits seit Jahren ein Projekt "Chemnitz zieht an", was genau darauf abzielt.



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