Sekundensache: Veränderung an Ampel vor Goetheschule

Bisher hatten Landesamt und Stadtverwaltung von Limbach-Oberfrohna die Verkehrssituation an der Grundschule beibehalten wollen. Doch offenbar hat es ein Umdenken gegeben.

Limbach-Oberfrohna.

Auf diese Nachricht haben viele Eltern und Kinder lange gewartet: Die Fußgängerampel vor der Goethe-Grundschule soll ab November länger Grün zeigen. Das hat das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Anfrage der "Freien Presse" mitgeteilt. In der vergangenen Woche sei eine Fachfirma mit der Umstellung beauftragt worden, die nächsten Monat umgesetzt werde, so die Behörde.

Die Dauer der Grünphase verlängert sich dadurch um zwei auf etwa zehn Sekunden. Das gehe zwar zu Lasten der anderen Verkehrsteilnehmer, erklärt eine Lasuv-Sprecherin. Mit der jetzt angedachten Lösung sei aber "für alle Verkehrsteilnehmer ein Optimum geschaffen". Von einer Beeinträchtigung anderer an der Kreuzung geht das Landesamt derzeit nicht aus. Man werde aber nach der Umstellung sich die Situation noch einmal anschauen und bei Bedarf nachjustieren, kündigt die Sprecherin an. Zunächst hatte die Stadtverwaltung eine Veränderung der Ampelschaltung mit dem Argument abgelehnt, ein reibungsloser Verkehrsfluss auf der Jägerstraße könne in diesem Fall nicht mehr gewährleistet werden. Im Juni hatte es dann aber einen Ortstermin mit allen beteiligten Behörden gegeben.

Für eine Verlängerung der Grünphase hatten sich unter anderen der Stadtelternrat sowie CDU-Stadtrat Enrico Fitzner eingesetzt. Stadtelternratsvorstand Lars Frischmann freut sich darüber, dass sich der Einsatz für eine Veränderung der Ampelschaltung offenbar auszahlt. Auch Fitzners Engagement trage so Früchte, sagt Frischmann. Denn der Politiker hatte die Stadtverwaltung mehrmals aufgefordert, die Ampelschaltung zu ändern. Grund dafür waren Beobachtungen. Er habe gesehen, dass die Ampel auf Rot schaltet, wenn Schüler drei Viertel des Weges zurückgelegt haben, so Fitzner. "Dann rennen die Kinder zurück." Das sei gefährlich. In acht Sekunden könnten Erwachsene die Fahrbahn überqueren, Kinder nicht. Unfälle infolge der Ampelschaltung seien nach Angaben der Goetheschule bislang nicht bekannt.

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