Seniorin stirbt nach Wohnungsbrand

Bewohner eines Hauses auf dem Kaßberg haben ein Feuer entdeckt und alle Nachbarn geweckt. Zunächst sah es so aus, als ob der Vorfall glimpflich ausgeht.

Nur weil ihre Tochter bei der Oma war, konnte die Bewohnerin eines Hauses an der Walter-Oertel-Straße in der Nacht zu Samstag länger ausgehen. Um 1 Uhr kehrte sie mit ihrem Freund nach Hause zurück. Beim Aufschließen der Eingangstür habe sie Rauch gerochen: "Es war sofort klar, was los ist", sagte sie am Sonntagmorgen. Irgendwo im Haus habe ein Rauchmelder gepiept. Sie seien die Treppen nach oben gerannt und hätten überall geklingelt, um die Nachbarn zu wecken. Der Rauch sei aus einer Wohnung im ersten Stock gekommen. Deren Bewohner, eine 79-Jährige und ihr 80-jähriger Mann, hätten die Tür noch selbst öffnen können. "Dabei kam unglaublich viel Rauch aus der Wohnung", schilderte die Nachbarin. Sofort habe sich der beißende Qualm im ganzen Haus ausgebreitet. Sie half mit ihrem Freund und weiteren Nachbarn dem unter Schock stehenden, verängstigtem Paar die Treppe hinunter aus dem Haus.

Die Senioren mussten schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wie die Polizei schließlich am Sonntagmittag mitteilte, war die Frau am Morgen ihren Verletzungen erlegen.


Alle anderen Hausbewohner - 14 Personen - konnten sich nach draußen retten. Auch mehrere Familien mit Kindern waren darunter. Allerdings seien einige Familien, die im Haus leben, in jener Nacht nicht vollständig gewesen, weil die Kinder auswärts schliefen, beschrieb die 30-Jährige, die den Brand entdeckte und ihren Namen nicht in der Öffentlichkeit nennen möchte. "Wenn die zwei nicht nach Hause gekommen wären, hätten wir es nicht bemerkt. Das war eine absolute Notsituation", schilderte ein Bewohner aus dem Erdgeschoss. Immerhin gebe es auch viele kleine Kinder im Haus. "Alle haben beherzt mitgeholfen", sagte er.

Während sich die Hausbewohner in Sicherheit brachten, kam die Feuerwehr. "Sehr schnell", wie die 30-Jährige lobte. Feuerwehr und Rettungsdienst versorgten die Bewohner. Vier Hausbewohner wurden vor Ort wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt. Das Feuer löschten die Brandbekämpfer von innen und sorgten mit einem Belüftungsgerät dafür, dass das Haus wieder rauchfrei wurde. Im Einsatz waren 39 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst, neben der Berufsfeuerwehr auch von der Freiwilligen Feuerwehr Rabenstein. Nach dem Einsatz konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Was das Feuer verursacht hat, ist noch nicht bekannt. Laut Polizei lassen erste Erkenntnisse eine technische Ursache als Brandauslöser möglich erscheinen. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

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