Sexuelle Übergriffe in Chemnitz: Fast jeden Tag ein neuer Fall

Angesichts einer Häufung sexuell motivierter Straftaten in der Öffentlichkeit macht sich Unbehagen breit. Gibt es einen wirksamen Schutz?

Erfahrenen Polizeibeamten schwante nichts Gutes, als Wetterprognosen die ersten hochsommerlichen Temperaturen ankündigten. Sie sollten recht behalten: Die Anzahl sexuell motivierter Straftaten im öffentlichen Bereich schnellte prompt in die Höhe. Nahezu jeden Tag meldet die Polizei derzeit einen Vorfall aus dem Stadtgebiet.

"Wir beobachten das seit Jahren: Mit dem Sommerwetter nimmt die Häufigkeit dieser Delikte zu", sagt eine Polizeisprecherin. Und Chemnitz steht damit nicht allein da. Auch die Polizei in Dresden und Leipzig hatte zuletzt entsprechende Anzeigen auf dem Tisch.

Die Chemnitzer Bilanz seit Mitte vergangener Woche: unter anderem eine Vergewaltigung und drei sexuelle Belästigungen. Die Mehrzahl dieser Taten ereignete sich keineswegs zu später Stunde oder in den dunkelsten Winkeln der Stadt, sondern (mit Ausnahme der Vergewaltigung) zwischen Mittag und 20Uhr, an mehr oder weniger belebten Plätzen, oft im Umfeld von Grünanlagen. Das älteste Opfer war gerade 23Jahre alt, zwei Betroffene noch minderjährig.

Am Mittwochnachmittag gegen 14 Uhr traf es an der Bernsdorfer Straße eine 19-Jährige, die von einem Unbekannten belästigt wurde. Laut Polizei hielt der Mann sie fest, forderte sie zum Geschlechtsverkehr auf und versuchte, sie unsittlich zu berühren. Die Frau konnte sich losreißen, lief davon. Der Täter soll höchstens 35 Jahre alt, etwa 1,70Meter groß und sehr schlank gewesen sein. Er hatte schwarzes, gewelltes, knapp über die Ohren reichendes Haar, markante Augenbrauen, dunkle Augen und sprach gebrochen Deutsch.

Immerhin: Anders als in diesem wurden in zwei anderen der jüngsten Fälle relativ rasch Tatverdächtige ausgemacht. Bei dem Vergewaltiger soll es sich um einen 46 Jahre alten Deutschen handeln; bei dem zweiten Täter, der in einer Straßenbahn eine 14-Jährige über längere Zeit hinweg belästigt haben soll, um einen 27Jahre alten Syrer.

In mehrfacher Hinsicht aus dem Muster fällt eine weitere Sexualstraftat vom vergangenen Wochenende, die gleichwohl für das meiste Aufsehen gesorgt hat: die Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens durch einen 18-Jährigen. Anders als die anderen Vorfälle ereignete sich diese Tat nicht in der Öffentlichkeit, sondern im Keller eines Mehrfamilienhauses am Rande der Innenstadt. Das Opfer und der Tatverdächtige, ein aus Syrien stammender Jugendlicher, waren zudem zumindest flüchtig miteinander bekannt. Das Mädchen erlitt schwere Verletzungen, der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Wegen Fluchtgefahr, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft erläutert.

Nicht zuletzt viele Eltern fragen sich angesichts der Häufung entsprechender Vorfälle in letzter Zeit, was sie tun können, um ihre Kinder vor ähnlichen Übergriffen zu schützen. "Eine Möglichkeit, solchen Angriffen generell vorzubeugen, gibt es nicht. Das ist utopisch", sagt Jacky Paul von Wildwasser Chemnitz. Der Verein berät Opfer sexualisierter Gewalt, bietet Präventionsveranstaltungen und Selbstbehauptungskurse an. "Wichtig ist, den Kindern in der Erziehung Selbstbewusstsein mitzugeben", betont die Sozialpädagogin. Kinder, die vermittelt bekommen, sie hätten Erwachsenen keine Widerworte zu geben, sondern zu tun, was man ihnen sagt, falle es schwerer, bei Angriffen selbstbewusst aufzutreten. "Unsere Botschaft ist: Man darf laut werden, wenn es die Situation erfordert, sich wehren, zur Not auch mal unhöflich sein." Und nein, nicht der kurze Rock, den ein Mädchen oder eine Frau trägt, sei schuld, sondern einzig und allein der Täter. "Zugleich empfehlen wir, auf das eigene Bauchgefühl zu hören", so Paul. (micm)

Hinweise zu den Vorfällen nimmt die Polizei unter Telefon 0371 3873448 entgegen.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
30Kommentare
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  • 0
    1
    Einspruch
    06.09.2018

    Beethoven geht immer. Der war auch nicht radikal und grölte Texte mit gewalttätigen Inhalten. Und den will ich auch in Zukunft noch hören dürfen.

  • 2
    5
    Blackadder
    06.09.2018

    @Lesemuffel: Gerade die Deutschtümelnden sind doch immer so auf deutsche Kultur fokussiert, da werden die doch nichts gegen Beethoven haben, oder :-)

  • 2
    3
    Lesemuffel
    06.09.2018

    Zu vermuten ist, dass hier mal wieder übertrieben wird, was die Rechten und Nazis genüsslich zur Kenntnis nehmen. So zeigte doch erst am Montag zum Konzert der 65000,dass in Chemnitz alles in Ordnung ist. Der nächste Beweis folgt am Freitag End, wo mittels Konzert die Rechten Gewalttäter in die Schranken gewiesen werden.

  • 10
    3
    Deluxe
    07.06.2018

    @Einspruch:
    Genau so ist es. Was wir erleben ist reine Schönfärberei. Papier ist geduldig.

    Ob dieser Kommentar wohl veröffentlicht wird? Drei vorherige fehlen hier...

  • 15
    3
    Einspruch
    06.06.2018

    Wenn man gewillt ist, die klitzekleine Bemerkung im Bericht zur Statistik zu überlesen, das nur die statistisch erfassten Delikte einfließen, vergisst man natürlich, das es auch nicht erfassste Delikte gibt. Weiterhin steht im Report, (bei ntv gelesen), dass unter Einbeziehung aller Straftaten (z. B. Ausländerrecht), ein Anstieg der Kriminalität von 0,7 Prozent zu verzeichnen gewesen wäre. Man hat aber solange gerechnet, bis ein Absinken um 0,7 Prozent präsentiert werden konnte. Nicht gerade egal, wenn man bedenkt, wem das Bamf in letzter Zeit alles Bleiberecht bescheinigt hat. Da kommt noch was.
    5,3 Prozent mehr Gewalt gegen Polizeibeamte. Tja, wer fällt wohl häufig mit Massenschlägerein auf? Dabei zählen dutzende Schläger offenbar als ein Delikt.
    10,3 Prozent mehr Verstöße gegen das Waffenrecht. So plötzlich?
    9,3 Prozent Zunahme der Rauschgiftdelikte. Woher kommt das meist?
    Auch Bundesweit ist unter den ermittelten Tätern ein Ausländeranteil von 30 Prozent , obwohl sie angeblich nur 12,5 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Ich erinnere daran, das diese Tätergruppe im Regierungsbezirk Chemnitz nur rund zwei Prozent ausmachen soll und ebenfalls 30 Prozent der Straftaten abliefert. Die Gewaltkriminalität soll um 2,4 Prozent zurückgegangensein. Hat man die Gewalt gegen Polizisten fein rausgerechnet?
    Man könnnte immer so weiter machen, wo ist hier eine echte Verbesserung erkennbar? Daten gibt es genug, hatte ich gesagt. Aber man nennt nur die, die beruhigen sollen.
    Bei manchen wirkt es.

  • 11
    3
    Slash140786
    05.06.2018

    @Blackadder: Wenn Sie zw. niveaulos und niveauloser eine verästelte Unterscheidung brauchen, gerne. Ein bisschen mehr Yellow Press und boulevardesker Unsinn auf Seiten der Privaten macht die öffentlichen Rechtlichen nicht zu den Verteidigern ihres Bildungsauftrages (Papier ist geduldig). Harry und Meghan liefen auch im ZDF (live) und waren Thema in den ARD und ZDF - Nachrichtenformaten. Aber sicher dienen diese und andere Promi- und Adelsnews dem hehren Bildungsideal des ÖR. Für die Anstalt und ein paar andere wenige Sendungen, die man dort schätzen kann, braucht es keine 8 Milliarden.

  • 4
    15
    SimpleMan
    05.06.2018

    Also fassen wir zusammen, der niedrigste Stand der Straftaten seit 1992 ist für @Einspruch eine Erhöhung und kann nur damit begründet werden, dass die Polizei mit den Ermittlungsverfahren überfordert ist. https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/Zahl-der-Straftaten-sinkt-auf-niedrigstes-Niveau-seit-1992-artikel10202595.php

    Lieber Herr Einspruch in der Polizeilichen Statistik werden nicht die abgeschlossenen Ermittlungsverfahren gezählt, sondern alle von der Polizei bearbeiteten Straftaten, sowohl vollendete wie auch solche, bei denen es lediglich beim strafrechtlich relevanten Versuch geblieben ist.
    https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/pks-kriminalitaet-faq-101.html

  • 4
    12
    Blackadder
    05.06.2018

    @ slash: "Zur GEZ: Der Niveau-Unterschied zwischen RTL und ARD-Nachrichten erschließt sich mir kaum bis gar nicht ...."

    An der Stelle können wir aufhören zu diskutieren, wenn sie schon das nicht sehen....

  • 13
    4
    Einspruch
    05.06.2018

    Die kürzlich diskutierte Kriminalitätsstatitik für den Regierungsbezirk Chemnitz wies für 19500 ermittelte Verdächtige 30 Prozent Ausländeranteil aus. Die machen aber offiziell nur rund 1,9 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung aus. Das ist ausssagefähig genug.
    Es ist also Sülze, von Rückgang der Kriminalität zu schwafeln, nur weil man mit der Ermittlung offenbar inzwischen nicht mehr hinterherkommt.

  • 12
    1
    Slash140786
    05.06.2018

    @Blackadder: Was Sie meinen ist eine nicht oder i.M.n. zu schlecht belegte Tatsachenbehauptung der FP. Polemisch meint m.A.n. das jemand "scharf, feindselig, provozierend" schreibt/spricht. Das kann auch ein belegtes Argument sein was aber angriffslustig vorgetragen wird. Unbelegt und polemisch sind zwei verschiedene Schuhe aber gut sei es drum.

    Zur GEZ: Der Niveau-Unterschied zwischen RTL und ARD-Nachrichten erschließt sich mir kaum bis gar nicht und ich empfehle niemanden, sich mit solchen Nachrichtenformaten täglich geistig abzustumpfen. Zudem ist das GEZ-Modell hochgradig undemokratisch und ungerecht. Es fordert an alle Haushalte, ohne Betrachtung des Einkommens, die gleichen Abgaben (Millionär und Mini-Jober).

    Zu demografischen Zusammensetzung:
    Nicht allein junge Männer müssen es sein um in diese Kategorie zu fallen. Selbst Prof. Pfeiffer, der nun nicht als Migrationskrisenkritiker bekannt ist, hat bereits nach seiner Studie in Niedersachsen gesagt. Es hängt sehr stark davon ab, welche Bleibeperspektiven vorhanden sind, Bildungsgrad etc. Bei jungen Männern allgemein werden Sie erhebliche Unterschiede feststellen.

  • 2
    15
    Blackadder
    05.06.2018

    @Slash: Sie suchen den polemischen Teil? ich zeigen Ihnen den, ist eigentlich ganz einfach:

    "Sexuelle Übergriffe in Chemnitz: Fast jeden Tag ein neuer Fall

    Angesichts einer Häufung sexuell motivierter Straftaten in der Öffentlichkeit macht sich Unbehagen breit."

    Frage 1: Stimmt das denn mit dem "jeden Tag ein neuer Fall" - lässt sich das mit Zahlen belegen, über welchen Zeitraum?

    Frage 2: Häufung: Gibt es die wirklich oder lässt sich das statistisch nicht belegen und ist nur gefühlt?

    Wenn man beides nicht nachweisen kann, sind die Behauptungen polemisch, in meinen Augen.

    "Es ist auch völlig Wurst ob etwas gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist."

    Ach plötzlich ist das so?

    "GEZ abschaffen"

    Da bin ich ganz und gar nicht dafür. Dann bekämen wir unsere Nachrichten nur noch von RTLII und das will wirklich niemand. Deshalb kritisiere ich auch nur das, was mir am ÖR Rundfunk wirklich nicht gefällt und haue nicht mit der Keule auf alles rauf.

    "Insgesamt müssen wir feststellen, dass die Kriminalitätsbelastung deutlich größer ist als bei der Durchschnittsbevölkerung in Deutschland.""

    Ja. Die Gruppe ist ja auch demographisch anders zusammen gesetzt als die Gesamtbevölkerung. Vergleichen sie das mal mit der Gruppe von jungen Männern in Deutschland

  • 3
    7
    SimpleMan
    05.06.2018

    @Slash140786 " ... sondern eben auch hochgradig selektiv (Dunkelziffer, wie wird gezählt etc.): ..." Wie und was erfasst wird ist bekannt: https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/pks-kriminalitaet-faq-101.html
    Selbst wenn nicht jede Straftat zur Anzeige gebracht wird, Entwicklungen sind aus der PKS deutlich zu erkennen. Dunkelziffern gibt es vor allen dort, wo Täter und Opfer mit einander bekannt sind (z. Bsp. häusliche Gewalt).


    " ...Es ist auch völlig Wurst ob etwas gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist. Derartige Dinge sollten vermieden und bedauert werden. ..." Das wollen wir alle, aber eine Welt ohne Kriminalität gibt es nicht und da sind Entwicklungen schon ein Indiz, in welche Richtung sich etwas entwickelt. Dem zu Folge ist eine Senkung etwas Positives.

  • 8
    2
    Slash140786
    05.06.2018

    Und @SimpleMan, weil Sie whr. auch den Plasberg gesehen haben zitieren Sie doch richtig:

    "Generell gab es 2017 einen Rückgang der Anzahl tatverdächtiger Zuwanderer um vier Prozent und das, obwohl diese Gruppe in der Statistik ausgeweitet wurde.

    Aber: Bei gravierenden Straftaten wie Mord, Totschlag oder Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist dieser Tatverdächtigenkreis überrepräsentiert: "Insgesamt müssen wir feststellen, dass die Kriminalitätsbelastung deutlich größer ist als bei der Durchschnittsbevölkerung in Deutschland."

    Aber wie gesagt. Das spielt eigentlich keine Rolle, jeder ist einer zuviel.

  • 2
    3
    Slash140786
    05.06.2018

    @Blackadder: Ich suche immer noch nach dem polemischen Teil in dem Artikel?

    @SimpleMan
    Daten und Fakten sind auch keine objektive Realität sondern eben auch hochgradig selektiv (Dunkelziffer, wie wird gezählt etc.): Faktum das Geschehene aber auch das Gemachte (facere - tun, machen). Über eine wirkliche objektive Realität, die es nicht gibt, müsste man nicht diskutieren. Es ist auch völlig Wurst ob etwas gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist. Derartige Dinge sollten vermieden und bedauert werden. Was nützt den Opfern von 2018 das es 2017 mehr gab (bspw.)?

    @Blackadder
    Zu den immer gleichen Themen: Sie sind keine Frau, dass ist schon klar, das Sie das nicht interessiert (das war polemisch). Ansonsten sind wir vielleicht einer Meinung - GEZ abschaffen, dann gibt es auch keinen Plasberg, Illners und Co mehr. Diese Leute haben versucht Teile der Bevölkerung zu erziehen mit ihrer immer gleichen Themenwahl. Leider ging das nach hinten los (Siehe Einzug Afd Länder und Bund). Talksendungen bringen ohnehin nichts. Wenn die Leute zu bräsig sind in allen den genannten Punkten "Rente, Sozialen, Unternehmensbesteuerung, Umwelt etc. auf die Straße zu gehen" liegt das weder an der FP noch an Plasberg sondern an den Leuten. In diesem Umfeld kann man zurecht sagen, man bekommt am Ende immer das was man verdient.

  • 2
    12
    Blackadder
    05.06.2018

    "Argumentationen auf Basis dieser Zahlen sind hier im Forum nicht möglich, weil sie der gefühlten Kriminalitätsrate einiger Kommentatoren widersprechen. Eine Diskussion, fern ab von irgend welchen Fakten, basierend auf polemischen Kommentaren, habe ich keine Lust zu führen"

    Genau so sehe ich das auch. Schade, dass die Freie Presse, die sonst immer sehr auf ausgewogene Berichterstattung auf Faktenbasis wert legt, sich zu so einem polemischen Artikel nach Gefühlslage hat hinreißen lassen, auf den natürlich alle hier im Forum gleich anspringen.

    das erinnert mich sehr an die Diskussion in den sozialen Netzwerken zu der gestrigen "hart aber fair" Sendung, in der es (oh, was für ein Wunder) natürlich mal wieder um Flüchtlinge ging. Das Netz sammelte unterdessen unter dem Hashtag #alternativefuerplasberg Themenvorschläge, was dieses Land wirklich derzeit bewegt und viele Menschen auch persönlich betrifft, wie:

    Warum zahlen große Unternehmen in #Deutschland fast keine #Steuern?

    Welchen Anteil tragen sämtliche "Polittalkshows" der ÖR am Erstarken rechter Parteien/Politiker und deren Monothemen sowie der Vernachlässigung echter, lebensrelevanter Themen im öffentlichen Diskurs?

    Bildung, Gesundheit, Soziales, Rente

    Und last but not least:

    "Welchen Anteil trägt der Einzug der AfD in den Bundestag an der Verrohung des öffentlichen Diskurses in Deutschland?"

  • 2
    10
    SimpleMan
    05.06.2018

    @Einspruch "Genaue Daten gibt es doch schon zu Hauf. ..." Da haben Sie Recht und die besagen, dass die Straftaten 2017 insgesamt gesunken sind. Die Straftaten durch Zuwanderer leicht gestiegen sind und den größten Zuwachs es bei der Drogenkriminalität gab. Den Zuwachs bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in 2017 kann man aktuell nicht vergleichen, da das Gesetz in 2017 geändert wurde.

    Argumentationen auf Basis dieser Zahlen sind hier im Forum nicht möglich, weil sie der gefühlten Kriminalitätsrate einiger Kommentatoren widersprechen. Eine Diskussion, fern ab von irgend welchen Fakten, basierend auf polemischen Kommentaren, habe ich keine Lust zu führen.

  • 8
    3
    Slash140786
    04.06.2018

    Wenn das größte Problem nicht die Übergriffe an sich sind sondern nur "wer hat recht" ist, ist Debatte von vorherein schlecht motiviert.

    FP in Schutz genommen: die Überschrift lautet "FAST jeden Tag...". Und wenn es "jeden Monat oder jedes Jahr" ist jeder ist einer zuviel, egal von wem er begangen wird. Wird er nun von sogenannten Geflüchteten begangen so ist das verständlicherweise im besonderen Maße ärgerlich, da diese Personen sich als "schutzsuchend" ausgegeben haben.

    Die Hinweise, zum Eigenschutz sind prinzipiell richtig aber greifen eben nicht weit genug. Dazu wurde alles gesagt. Das Eigenschutz die einzige sinnvolle Methode ist, muss in Dt. noch ankommen, wird aber langsam. In anderen Ländern verlässt man sich viel weniger auf Polizei und Staatsapparat, was ich für richtig halte.

    Nochmal zu dem "schönen" Kommentar von Facebook: Wenn die Leute nur bei allen Artikeln diese Akribie fordern würden, auch bei jenen, die ihre Meinung entsprechen. Ich vermisse auch nur ein Wort der Anteilnahme an die Opfer, stattdessen reine Rechthaberei. Kein Artikel der ZEIT, SPON, TAZ, FAZ oder sonstwem wird diese Anspruch gerecht. Ich kann hier keine Stimmungsmache im vorgeworfenen Sinne erkennen. Artikel sind in der Regel von ihrem Titel reißerischer als der eigentliche Inhalt, zielgruppenorientiert und müssen am Ende des Tages verkauft werden. Wer unter dem Journalistenhimmel ohne Sünde ist werfe den ersten Stein. Die Kommentatoren lassen sich, egal welche Couleur, ohnehin nicht von den Titel abschrecken und auch nicht von den Inhalten. Eine Vielzahl schreibt gebetsmühlenartig immer wieder das Gleiche in jedes Forum und in jede Kommentarspalte.

    Und mit dem Absprechen des Offensichtlichen, im wörtlichen Sinne, wird man auch keine Menschen bekehren können.

  • 11
    2
    Einspruch
    04.06.2018

    So ein Schwachsinn. Genaue Daten gibt es doch schon zu Hauf. Genaue Daten für Leute, die permanent die Realität nicht wahrhaben wollen. Äußerst bedenklich, wenn Blinde vom Sehen reden.

  • 10
    1
    aussaugerges
    04.06.2018

    Man spricht hier aber noch von einer Spitze des Eisberges.
    Denn nicht jeder Übergriff wird angezeigt.

  • 4
    16
    Blackadder
    04.06.2018

    Ich verstehe nicht so recht, das der Beitrag der freien Presse soll und auf "Ein Übergriff pro Tag" komme ich auch beim besten Willen nicht, wenn man mal zusammen zählt. Es gab einen schönen Beitrag bei Facebook dazu und den möchte ich hier gerne zitieren, weil er die Probleme dieses Beitrags gut zusammenfasst:

    "Freie Presse das ist wirklich wieder ein Artikel nach dem Geschmack Eurer besorgten Leser. Dabei fehlen ganz wichtige Angaben: Wieviel Taten gab es über welchen Zeitraum, aus dem Text ist nicht nachzuvollziehen, wie Ihr auf "eine Tat pro Tag" kommt. Selbst das ist noch nicht aussagefähig, da ein Bezug zur betrachteten Bevölkerungsszahl fehlt. In dem Zusammenhang fehlt dann ein Vergleich zu Vorjahren, auch auf längere Sicht und ein Vergleich mit Orten vergleichbarer Grösse. So ist es halt nur eine Stimmungsmache ohne Substanz. Und für unsere Besorgten- nein ich rechtfertige nichts, ich will nur aussagefähige Daten. Ohne vernünftige Datenbasis wird kein Problem gelöst." Hagen Gräbner

    Danke Herr Gräbner. Nicht genaues weiß man nicht, aber Hauptsache alle regen sich erstmal auf.

  • 6
    6
    Einspruch
    03.06.2018

    Man darf laut werden. In welcher Sprache ?
    Pfefferspray und ein paar Schäferhunde zur Begleitung werden wohl Standard Ausrüstung werden.

  • 2
    6
    Interessierte
    03.06.2018

    Ist denn das nur in Chemnitz so oder auch in anderen Städten wie DD+L
    Oder vielleicht auch in München oder Hamburg oder Bamberg und Bremen und Bielefeld ???

    Übrigens , Pfefferspray muß unbedingt ein Euro-Siegel haben und darf nur von über 18-Jährigen gekauft werden ...kam in Kripo Live

  • 13
    7
    BlackSheep
    01.06.2018

    Es scheint die Ja Sager von früher haben Ihre Meinung vergessen.

  • 9
    8
    Hinterfragt
    01.06.2018

    "...Die Meinung derer die..."

    Die finden auch an dieser Situation noch was positives ...

  • 23
    6
    BlackSheep
    01.06.2018

    Die Meinung derer die die Flüchtlingspolitik so wollten und damit diese Entwicklung mit heraufbeschworen haben würde mich interessieren.

  • 17
    3
    Zeitungss
    01.06.2018

    @voigtsberger: Ich kann Ihren Beitrag nur zustimmen.

  • 32
    3
    881924
    01.06.2018

    Ganz einfach: Wenn man sich als Mädchen / Frau nicht mehr sicher fühlen kann, wobei man Abends in der City selbst als Mann nicht unbedingt Safe ist siehe die Überfälle der letzten Monate, dann hat die Regierung versagt. Seit Jahren wird bei der Polizei gespart und Personal reduziert und dazu noch die unkontrollierte Einwanderung. Aber klar hat damit nix zu tun ich bin ja nur wieder so ein AFD Nazi.

    Jeder bekommt was er verdient sprich welche Regierung er wählt und was er mit sich machen lässt, auch wir.

    Wer mit offenen Augen durch Chemnitz läuft weiß was ich meine wenn ich sage unsere Stadt unser Land hat sicher verändert. Wer nicht soll weiter Beifall klatschen und seine rosa bunte Brille auflassen.

  • 23
    6
    voigtsberger
    01.06.2018

    Na so was und ich dachte die Sicherheitskonzepte in Chemnitz und den anderen Städten wie Plauen haben Erfolg, nun stellt sich durch diese Meldung heraus, es wurden in den Medien die täglichen Übergriffe und Straftaten, in den meisten Fällen von ein und der selben Tätergruppe begangen, einfach verschwiegen. Wer trägt da die Verantwortung und wo ist da der Aufschrei in den öffentlich rechtlichen Medien, von den Toleranten im Land und von den Freunden der Gäste hier im Forum? So werden nur die Meinungen der Populisten geschürt und dann kann man sich über Deren Äußerungen, ja sooo bestürzt zeigen!
    Wer zweifelt da noch an, das sich unser Land in kurzer Zeit so verändert hat, das viele es nicht wiedererkennen und die Veränderungen auch nicht wollen und nicht akzeptieren und das ist auch gut so!
    Auch sollten einige Toleranten einmal so richtig über Ankerzentren nachdenken, denn in vielen Ländern der EU sind wird genau so mit Asyl und Flucht umgegangen, um bei Ablehnung die Personen schnell habhaft zu sein, denn wer wird zur Zeit in unseren Land abgeschoben, Familien mit kindern, wo kinder schon in Schulen gehen und die Eltern aktiv an der Integration teilnehmen und die mit kriminellen Hintergrund und Alleinreisenden jungen Männer und Minderjährige mit falschen Angaben, die verdrücken sich oder melden sich am Tag der Abschiebung krank, wie auch ein Sprecher der Bundespolizei im ZDF Gestern bestätigte!
    Konsequenz und freie Berichterstattung sind das beste Mittel, um Spekulationen und gesellschaftliche Zerwürfnisse entgegenzuwirken. Vertuschen und leugnen von täglichen Problemen und Zuständen in unseren Innenstädten trägt dazu nicht bei!

  • 4
    12
    aussaugerges
    01.06.2018

    Blackadder nicht so viel pinseln.
    Schäferhund an die Leine nehmen und Polizisten unterstützen,im Park.

  • 33
    2
    587977
    01.06.2018

    Entschuldigen Sie bitte, was sind denn das für Ratschläge: "Man darf laut werden....zur Not auch unhöflich"?!? In einem Fall der versuchten Vergewaltigung und wenn es begrapschen/antanzen etc. ist, ist mE der sofortige Einsatz von Pfefferspray nicht nur erlaubt, sondern geboten. Liebe Frauen und Mädchen, bitte wehrt euch!
    Ich für meinen Teil würde ohne zu zögern eingreifen und mich nicht davor scheuen die flache Hand einzusetzen.
    Schönen Sommer! ;-)



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