Siedlungsgemeinschaft plant Kindergarten-Bau im Doppelpack

In Altendorf wird ein neues Haus für die Betreuung von 100 Mädchen und Jungen errichtet. Nur unweit von diesem Standort soll eine weitere Kita entstehen.

Die Baupläne für den Kindergarten, der auf einem alten Gärtnereigelände an der Zinzendorfstraße errichtet werden soll, sind so gut wie fertig. In einem zweistöckigen Flachbau sollen künftig 100 Kinder betreut werden. Sobald die Baugenehmigung seitens der Stadt vorliegt, beginnen die Arbeiten, sagt Ringo Lottig. Der Vorstand der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft (Csg) rechnet mit Investitionen von 2,7 Millionen Euro und einer Bauzeit von einem Jahr, so dass im Herbst 2019 die Kita Kaßbergspechte eröffnen könne - benannt nach dem Maskottchen der Csg. Die Betreibung übernimmt das SFZ-Förderzentrum, unter dessen Regie im Flemminggebiet bereits der Kindergarten der Sinne läuft.

Es wird der erste Kita-Bau der Wohnungsbaugenossenschaft sein. Es liege auch im Interesse der Csg-Mitglieder, dass im Gebiet Altendorf/Kaßberg weitere Kita-Plätze entstehen, so Lottig. Die Genossenschaft werde immer wieder gebeten, bei der Suche nach einem Platz behilflich zu sein. "Auch deshalb ist dieses Bau-Vorhaben keinesfalls getoppt", versichert Lottig mit Bezug auf eine entsprechende Nachricht am Freitag in der "Freie Presse".

Vorerst gestoppt ist hingegen ein anderes Kita-Neubau-Projekt, das ebenfalls für die Stadtteile Kaßberg/Altendorf ausgeschrieben war. Nach Angaben der Stadt lagen dafür drei Bewerbungen vor. Die Siedlungsgemeinschaft sollte auch in diesem Verfahren den Zuschlag für den Bau erhalten, das SFZ-Förderzentrum wiederum die Betreibung übernehmen. Beworben hatten sie sich mit einem Standort, der mitten im Flemminggebiet liegt, so Lottig.

Nach Vorschlag der Rathaus-Verwaltung wird jetzt aber zunächst eine andere Option geprüft: Der Kinder- und Jugendnotdienst, der zurzeit im Haus Flemmingstraße 97 untergebracht ist, soll in Kürze umziehen. Vorgesehen ist, dass es künftig nicht mehr einen, stattdessen mehrere kleinere Standorte gibt, wo in Not geratene Jugendliche betreut werden. Die Anzahl der schwer führbaren und aggressiven Mädchen und Jungen, die dort unterkommen, hat nach Einschätzung der Stadt zugenommen. Auch deshalb gab es zuletzt immer mehr Beschwerden von Anwohnern. Mit kleineren Wohneinheiten könnte das Problem entzerrt werden.

Damit wird das Haus an der Flemmingstraße frei, das zu DDR-Zeiten als Kindertagesstätte errichtet worden war. Vorausgesetzt, der Jugendhilfeausschuss stimmt in seiner nächsten Sitzung zu, wird das Gebäude dahingehend untersucht, ob die Csg dort ihre zweite Kita einrichten könnte. Dafür müsste sie das Haus von der Stadt kaufen, die umliegenden Flächen gehören bereits der Genossenschaft, so Vorstand Lottig. Zwar liege noch kein Gutachten vor. Dennoch halte er es für realistisch, dass eine Wiedernutzung als Kita machbar ist und eine Sanierung nicht teurer als ein Neubau wäre. Auch diese Einrichtung soll künftig Platz für 100 Mädchen und Jungen bieten.

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