So arbeiten die Zeitungsmacher

Schüler eines Förderzentrums erkundeten das Druckhaus der "Freien Presse". Dabei stand eine Frage im Vordergrund.

Kappel.

Wie wird eigentlich eine Zeitung gemacht? Wie kann man das lernen? Diese und weitere Fragen haben Schüler vom Zentrum zur Lernförderung Johann Heinrich Pestalozzi während eines besonderen Projektes gestellt. Die Achtklässler der Chemnitzer Schule besuchten das Druckhaus der "Freien Presse". Die Führung durch Jörg Berthold ist Teil des medienpädagogischen Projekts "Zeitung im Unterricht", kurz Zimu. Vorher hatten die Schüler vier Wochen lang mit Klassenlehrerin Carmen Corvinus die Zeitung in gedruckter Fassung und auf Tabletcomputern gelesen.

Die 14-jährige Sarah aus Chemnitz kam bei der Führung gleich zur Sache: "Kann man hier auch eine Ausbildung machen?" Ja, antwortete Berthold. Jedes Jahr wird am Druckzentrum ein Medientechnologe ausgebildet. Früher nannte man ihn Drucker. Details zum Berufsbild kennt Linda Meinhold. Sie ist Mitarbeiterin im Personalwesen der Chemnitzer Verlag und Druck Mediengruppe, zu der auch das Druckzentrum gehört. Die Ausbildung dauere drei Jahre. Dabei durchliefen die Nachwuchsdrucker verschiedene Bereiche des Hauses, in denen etwa Druckformen hergestellt, mit Farbe beschichtet und dann die Zeitungen bedruckt werden. Das Besondere an der Ausbildung sind die großen Maschinen. Azubis dürfen sie bedienen und den Druckprozess überwachen. Dazu sei auch ein gutes Auge nötig. Die praktischen Kenntnisse werden durch jährlich zwölf Wochen Blockunterricht an der Gutenbergschule in Leipzig ergänzt. Es brauche auch etwas Muskelkraft, um die Papierstapel anzuheben, sagt Berthold, als er die Gruppe in die Lagerhalle führt.

Weiter geht der Rundgang in eine Halle, in der drei hausgroße Maschinen bis zu 90.000 Zeitungen in der Stunde bedrucken. Die Stahlkolosse laufen mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Kilometern pro Stunde, so Berthold.

Sarah kann sich eine Ausbildung im Druckzentrum durchaus vorstellen: "Ich finde spannend, dass es viele verschiedene Aufgaben gibt", erklärte die 14-Jährige. Ihre Mitschülerin Rebecca fand die Führung interessant: "Ich hätte nie gedacht, dass diese Maschinen so riesig sind."


So funktioniert Zimu

Das medienpädagogische Projekt

"Zeitung im Unterricht" (Zimu) gibt Schülern der Klassen 7 bis 10 in Chemnitz Gelegenheit, die "Freie Presse" vier Wochen lang kostenlos zu lesen. Hauptprojektpartner ist Envia M. Neben der klassischen Zeitung kann der Weg durch die Medienwelt via Tablet begleitet werden. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.freiepresse.de/zimu

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