SPD-Politiker: Verbesserung der Chemnitzer Fernbahnanbindung noch vor 2025

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Bundestagsabgeordneter sieht gute Chancen für Anschluss ans IC-Netz

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3939 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    4
    Zeitungss
    21.12.2020

    Noch ein kleiner Nachschlag zum gestrigen Beitrag. Laut roter Bewertung ist es richtig, dass der Verantwortliche über seinen Bereich keine Ahnung und Verantwortung haben muss, Gagezettel lesen reicht aus. Mir war natürlich entfallen, dass es dafür hochbezahlte Berater gibt, ebenfalls ohne jede Verantwortung. Zu Ostzeiten konnte mir mein Chef noch fachlich den Marsch blasen, sonst wäre er auch kein Chef gewesen, heute ............, schweigen wir lieber. Wer es noch immer nicht verstanden hat, ganz einfach oben rechts.

  • 2
    1
    Klemmi
    20.12.2020

    @Vitaminbonbon: In den Punkt der Einigkeit gebe ich Ihnen Recht. Der Stadt nützt es nichts, mit irgendwelchen RE-Verbindungen dem Fernverkehr Rechnung zu tragen. Auch bleibe ich bei der bodenständigen Ausführung, vorwiegend mit IC(EC)-Zügen die Stadt anzusteuern. Es benötigt Produkte mit gewissen Qualitäten und da ist die IC 17-Variante eine guten(Übergangs)Lösung. Zumal sie von der DB 2015 selbst in den Raum gestellt wurde, allerdings bis München durchgeführt. Und hier kommen die Kritikpunkte. 2022 war der ursprüngliche Termin für die Aufnahme, de Facto unmöglich, weil die Elektrifizierung in Bayern bei genau 0 Metern liegt. Es kann doch nicht wahr sein, dass die bayrische Landespolitik, einen Bundesverkehrswegeplan um 6 Jahre verschiebt, weil sie jeden Oberpfälzer Schweinehirten Lärmschutzmaßnahmen verspricht. Da relativiert sich „vordringlicher Bedarf“ ganz schnell und wer garantiert das 2028 der Fahrdraht nach Leipzig hängt. Wenn der Bund nicht will soll er Farbe bekennen!

  • 4
    3
    Zeitungss
    20.12.2020

    @ChWtr: Glauben Sie wirklich daran, dass ein ausgedienter Kanzleramtschef den GB Infrastruktur der DB leiten kann??? Wenn das so ist, könnte ich auch die NASA leiten.
    Frühere Vorstände mussten sich mühselig hocharbeiten (Studium usw), bekamen eine vergleichsweisen kargen Lohn, dafür beherrschten sie ihr Fach. Letzteres ist auch der Grund warum man sie entsorgt hat, ich spreche jetzt nur für DR/DB, dort sind mir die Umstände rein beruflich bestens bekannt.
    @def...: Was die BR 605 (Diesel ICE) betrifft, war es ein unausgereiftes Fahrzeug und wurde zwischen D und N am Kunden erprobt, die damaligen Fahrgäste werden sich erinnern. Verkauft werden sollten sie an die DSB, diese nahmen glücklicherweise Abstand. Da es nur noch eine betriebsfähige Einheit gibt, ist der Einsatz C - L nicht so recht möglich.

  • 5
    2
    defr0ke
    20.12.2020

    Korrektur zu meinem Beitrag: Die letzten Diesel ICE´s sind 2016 eingestellt wurden...

    Trotzdem beschämend das ganze... Wie man 20 Jahre an einer Elektrifizierung planen kann.

  • 4
    0
    ChWtr
    20.12.2020

    Letzter Punkt, interessanter Punkt Felix.

    Nur sind wir nicht in der Wissenschaft oder bei Laborversuchen. Bitte nicht falsch verstehen, aber ein Geldgeber resp. Ausführender (Bauherr) probiert selten - obwohl, wenn ich es mir recht überlege und man es vielleicht so und nicht anders sieht: Geld wurde bereits -zig Mal verbrannt - für einen vermeintlich guten, aber nicht immer redlichen Zweck (...)

    Kommt in die Pötte - Bahn und Netzausbau (Telekommunikation) - oder wollen wir noch mehr und weiter abgehängt werden und das meinetwegen auch im sprichwörtlichen Sinne.

    Ist ja furchtbar!

    (und traurig / und beschämend)

    Pofalla: geh' (endlich) mal voran und verdiene dein erhaltenes Entgelt.

  • 4
    2
    defr0ke
    20.12.2020

    Die Bahnreform hat nur den Regionen/Städte was gebracht, wo bereits Fern-Anschlüsse vorhanden waren.

    Das Fahrgast-Potential vorhanden ist, hat man damals beim Diesel ICE gesehen, der von Nürnberg über C nach DD gefahren ist. Nur hat den aus unerfindlichen Gründen die Bahn wegrationalisiert. Wieso wird der nicht mehr auf dieser Strecke eingesetzt, woanders fährt diese Variante doch auch wieder regelmäßig?

    Wenn es schon mit der Elektrifizierung nicht klappt, was man aber auch schon vorher weiß, hätte man vielleicht lieber mehr Energie in den Erhalt des Diesel ICE stecken sollen. Der könnte auch problemlos die Strecke LE-C fahren...

    Aber stattdessen wird seit 20 Jahren an einer Elektrifizierung getüftelt und nichts kommt voran. Da muss man halt mal die unentdeckten Fledermäuse und andere Vogelarten umsiedeln, wenn das der Grund des Scheiterns ist.

    Vielleicht sollte man die Strecke Elon Musk anbieten, da wird dann wenigstens sofort gebaut.

  • 5
    0
    LukeSkywalker
    20.12.2020

    nun Herr Müller i jene 323 oder 118 aber gefahren im Gegensatz zu jetzigen ICE der wegen irgendwelche Überhitzung oder sonstigen stehenbleibt auch haben jene kaum Verspätung gehabt im gegenteil die haben ordentlich aufgeholt wenn vorher bißl gebummelt wurde

    und die Verluste auf Corona schieben? ist ne billige Ausrede wohl eher die Überbezahlung des Vorstandes und sinnloser Projekte wie Stuttgart 21 sind verantwortlich

  • 4
    0
    FelixS
    20.12.2020

    Alternativlos wäre die Verlängerung, wenn die Strecke nach Dresden die einzige wäre. Aber vielleicht ist dieses Forum auch der falsche Weg, um so etwas auszudiskutieren.

    Sie haben ja eine sehr informative Website. Vielleicht wäre es ja möglich, dass Sie für die Bürger in Chemnitz nachvollziehbar machen, was genau unternommen wird, um Fernverkehr möglich zu machen. Ich kann mit solchen Phrasen „Es gibt fast monatlich Gespräche…“ nichts anfangen.

    - Wer hat welche Position (Bund, Land, Bahn, Dritte)?
    - Welche Forderungen gibt es?
    - Welche Alternativen wurden geprüft und ggf. abgelehnt?
    - Wer macht was?
    - Wie kann man das Verfahren beschleunigen?
    - Wo hakt es?
    - Was sind die nächsten Schritte?
    - Was sind die Kosten?
    - Welche Vor- und Nachteile bringen die einzelnen Varianten?
    - Warum wird nicht erst einmal etwas ausprobiert?

  • 3
    0
    FelixS
    20.12.2020

    Was meiner Meinung nach ebenfalls ein Fehler ist, sich hier einem Anbieter (hier: DB) auszuliefern und sich bewusst in eine schlechte Verhandlungsposition zu begeben. Weshalb geht man nicht mehrgleisig vor und prüft verschiedene Alternativen. Das muss nicht immer eine ICE-/IC-Verbindung sein.

    Wie wäre zum Beispiel mit der Verlängerung des RE von Falkenberg über Riesa. Reisezeit nach Berlin deutlich unter 3 h möglich. Schneller und direkter als die Variante über Dresden. Ein zusätzlicher Zug wird auch für die Variante über Dresden erforderlich sein. Es biete sich an erst einmal die Möglichkeiten mit den Nachbarn (z.B.: Brandenburg) auszuloten. Ich habe da nicht so den Einblick, was da bereits gelaufen ist. Eigenwirtschaftlich wird der Verkehr ja in keinem Fall werden.

    Ebenfalls finde ich Ihre Argumentation, dass die Verlängerung alternativlos ist ein bisschen dünn.
    ...

  • 4
    0
    FelixS
    20.12.2020

    Herr Müller,
    danke für Ihre Antwort.

    Ich halte es Ihnen zugute, dass Sie sich den Kommentaren stellen. Ich habe mich auch einmal mit Ihrem Lebenslauf beschäftigt und finde es gut, dass Sie sich mit der Materie auskennen. Wobei ich Ihre Nähe zur DB aber auch kritisch sehe. Das verpasst so mancher Ihrer Aussagen einen faden Beigeschmack.

    Ich denke wir sind uns einig, dass Chemnitz Schienenpersonennahverkehr benötigt. Das sehen wohl auch die Mehrheit in der Region so. Es geht nur um das wie. Ich bin auch noch bei Ihnen, wenn es sich bei der Verlängerung um eine Verbesserung handelt. Was ich jedoch ablehne, ist wenn eine funktionierende Nahverkehrsverbindung einfach nur ersetzt werden soll. Das ist mein Problem. Und das wird meiner Meinung nach in der öffentlichen Darstellung gerne nicht erwähnt.
    ...

  • 4
    1
    Zeitungss
    19.12.2020

    Herr Müller, vielen Dank für die Antwort. Die eigentliche Ursache ist die Bahnreform. Den "Erfolg" kennt heute jeder Nutzer, gleich in welchem Transportbereich. Wenn eine Stadt mit rund 200 000 EW auf der Strecke bleibt, ist das nicht ganz zu erklären. Die DB verbrennt ihr Geld im Ausland und mit der Finanzierung von vielen vielen Vorständen und Versorgungsfällen aus der Politik, was auch Sie und der ganze Bundestag weiß und man nimmt es schweigend hin. Warum die Bürger, als Eigentümer der DB, so lange stillhalten und die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft ziehen, bleibt ein Rätsel der besonderen Art. Da es so ist, sollte kein Bürger auf Veränderungen hoffen, es fällt unter den Begriff "Besitzstandswahrung". Über Verkehrsverbünde müssen wir uns nicht mehr unterhalten, selbstgefällige Einrichtungen welche nicht gebraucht werden, mit ihrem Anhang nur hohe Kosten verursachen, welche welche eigentlich verfahren werden könnten.

  • 1
    5
    vitaminbonbon
    19.12.2020

    -2- Hier wirkt nämlich auch die ganze Corona-Misere, mit Milliardenverlusten bzw- -aufwänden. Und da stehen immer wieder Projekte auf dem Prüfstand.
    Zu den damaligen Angeboten der VGB und EGB: Ja, da kann ich nur zustimmen. Aber es war ein Versuch, der aber auch mangels Auslastung eingestellt wurde. Dass es für die mangelnde Auslastung auch Gründe gab, ist unstrittig.
    Mehr Sorgen mache ich mir inzwischen über die Aussage, ob Fernverkehr überhaupt nötig ist und nicht auch gut vertakteter Nahverkehr ausreicht. Es gab in dieser Stadt mal eine Einigkeit und Priorität: Und die hieß Fernverkehr nach Chemnitz. Es gab Befragungen, Foren usw - das Ergebnis war eindeutig. Wenn sich selbst das wieder ändern sollte, können wir (bzw. in dem Falle ich) auch einpacken und die Bemühungen einstellen. Ganz so lustig und einfach ist das alles nicht. Schönen 4. Advent und bleiben sie alle gesund.
    Detlef Müller

  • 3
    1
    vitaminbonbon
    19.12.2020

    -1-1Zum Abschluss: @Zeitungss: Ja, die Probleme mit den Verkehrsverbünden kenne ich, das sehe ich ganz ähnlich. Kleinstaaterei, Abgrenzerei. Mir persönlich wäre eine sachsenweite Verkehrsgesellschaft sehr lieb.
    Ich bin nicht blauäugig und ja, die Verlängerung des IC 17 ist natürlich nur eine Krücke, eine Notlösung, um wenigstens erstmal bis 2028 zu kommen und Fernverkehr herzubringen. Die Lösung der Fernverkehrsproblematik ist nun mal erst nach Ausbau und Elektrifizierung zu schaffen. Um auf die Zeitschiene zu kommen: Als ich 2015 (wieder) in den Bundestag kam, war im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes Chemnitz gar nicht enthalten. Das zumindest haben wir ja geschafft: Vordringlicher Bedarf, Maßnahmegesetz usw. für Chemnitz-Leipzig. Die Planungszeiten sind wie sie sind, selbst bei Beschleunigung, der Bau dauert, auch unter Vollsperrung in zwei Abschnitten, 2 Jahre. Und ja, es ist, trotz Beschlusslage immer wieder ein Kampf, die Projekte im Haushalt und den Bedarfslisten zu halten.

  • 6
    1
    Zeitungss
    19.12.2020

    Herr Müller, der kleine Anstoß mit dem Auto war zu viel, ist klar, Sie müssen sich aber bei mir nicht rechtfertigen. Der "Fernfahrer" hat gefälligst über Dresden nach Berlin zufahren, schon um den Umweg und den höheren Preis zu genießen. Auf die angesprochene Problematik beim Regionalverkehr (Verbundgrenze Brandenburg / Kappung des RE in Glauchau), in meinem Beitrag ebenfalls angesprochen, gehen Sie gar nicht erst ein. Die VGB fuhr damals mit dem letzten verfügbaren Aufgebot nach Berlin und lies aus Kostengründen den halt am Hbf aus. Von solchen Angeboten kann man nur Abstand nehmen. IR- Verbindungen vermisst man in ganz Deutschland, in unserer Gegend die Verbindungen Berlin-München-Oberstdorf. Die Bahnreform verkauft es als Fortschritt, man muss es nur erkennen.
    Wissen Sie noch, welche Aufgabe die DB eigentlich hat??? Das Geld im Ausland zu verbrennen und hier den Mittellosen spielen, gehört nicht dazu.

  • 2
    3
    Tifi
    19.12.2020

    @Bonbon ! Oh Entschuldigung Herr Müller! War ich kritisch in Bezug auf die Erfolge der Verkehrstechischen Abbindung von Chemnitz in den letzten 30 Jahren? Wenn ich anfange Ihre Erfolge ganz sachlich,chronologisch, auch außerhalb des Schienennetze aufzuzählen, wird es schnell blöd für Sie . Dann ist Schluss mit " genöle" . Also befleissigen Sie sich eines anderen Tons oder wollen Sie damit Ihre Volksnähe demonstrieren ? Sie sind nicht mein Abtreter, wie Ihnen Ihre Selbstwahrnehmung suggeriert ! Leider sind Sie noch nicht mal ein Vertreter , damals nicht , heute nicht, ungeachtet Ihres Mandates.

  • 5
    0
    FelixS
    19.12.2020

    Freitags und sonntags entsprechende Zugpaare für die Wochenendpendler und sonnabends für den Tourismus. Das wäre sogar eigenwirtschaftlich möglich, wenn die Randbedingungen (siehe Vogtlandbahn) stimmen. An den entsprechenden (lukrativen) Tagen, kann ein zweiter KISS an den IC aus Dresden in Elsterwerda angehängt werden. Anschließend kann man weitersehen und ggf. ausbauen.

    Mir geht es in meinen Ausführungen darum, aufzuzeigen, dass die Führung über Dresden keineswegs alternativlos ist. Nur gerne so dargestellt wird. Mir fehlt bei dem Bericht ein bisschen das kritische Hinterfragen dieser Jubelmeldung durch die Freien Presse. Ich würde mir wünschen, dass von Seiten der Politik bei den Betroffenen (Reisenden, betroffene Regionen) auch mal nachgefragt wird, was genau benötigt wird.

    Bisher macht es für mich den Anschein, dass es nur darum geht, dass ein Fernzug fährt. Ob damit einer fährt ist erst einmal zweitrangig.

  • 5
    0
    FelixS
    19.12.2020

    Das bedeutet also (sofern keine Nahverkehrsfahrkarten anerkannt werden – was jemand an die DB bezahlen muss!), dass ich ggf. mehr bezahlen muss, obwohl ich ggf. ein schlechteres oder gleiches Angebot haben werde. Eine Durchbindung nur nach Chemnitz macht für mich keinen Sinn. Was ist das Ergebnis? Die Leute fahren mit dem Regionalverkehr und der Fernverkehr bleibt leer. Am Ende kann wieder behauptet werden, dass sich Fernverkehr in Sachsen nicht lohnt.

    Und ich bleibe dabei, dass ein Fernverkehr über Riesa grundsätzlich möglich wäre und für die Reisenden und betroffenen Regionen viele Vorteile bringen würde. Als ehemaliger Nutzer des Interregio kann ich bestätigen, dass dieser zu mindestens freitags und sonntags gut besucht war. Sogar noch am Schluss als dieser künstlich unattraktiv gemacht wurde (entfallende Halte, ausgedünnter Fahrplan, Regio-Wagenmaterial, usw.). Da würde ich auch ansetzen.
    ...

  • 5
    0
    FelixS
    19.12.2020

    Auch heute kann ich schon schnell mit Umsteigen in Elsterwerda nach Berlin (beispielsweise ab 8:09 Uhr – 3:23 Uhr). Schneller wird es über Dresden auch nicht gehen. Das wird einem bei der Bahn aber nur auf Umwegen angezeigt.

    Man könnte bei dieser Verbindung noch einige Verbesserung durchführen, um diese schneller zu machen (z.B.: Beschleunigung durch Entfall Halte auf der RB nach Elsterwerda).

    Ich frage mich vielmehr wem diese Verbindung über Dresden nützt. Und ich kann dabei bisher nur die Bahn erkennen. Da diese der einzige mögliche Anbieter einer Verbindung über Dresden sein kann. Das wird man sich fürstlich bezahlen lassen.

    Ich habe mir mal den geplanten Deutschlandtakt angeschaut. Es sind weiterhin zwei Express-Verbindungen von Dresden in Richtung Hof geplant. Das bedeutet, dass – wenn eine Durchbindung der Linie aus Dresden nach Chemnitz kommt – eine Regionalexpressverbindung ersetzt wird. Das sollte man den Leuten auch so sagen. Das finde ich, wird gerne verschwiegen.

  • 6
    0
    FelixS
    19.12.2020

    Das Angebot war aber kein Fernverkehr, sondern Langstrecken-Regionalverkehr. Hier wurden schon einige Gründe des Scheiterns genannt:

    - Fahrzeuge des Regionalverkehrs mit brettharten Sitzen, extremer Geräusche-Kulisse bei schneller Fahrt, eingeschränkte Gastronomie
    - einzelne Fahrten zu Randlagen
    - keine Einbindung Tarifsystem der DB (auch nicht bei den Fahrten der Erzgebirgsbahn!)
    - merkwürdige Haltepolitik (z.B.: kein Halt Hbf)
    - ständige Halte auf freier Strecke
    - keine konkurrenzfähige Fahrzeit

    Die Züge (Vogtlandbahn) waren zu meinen Fahrten stets gut gefüllt. Am Ende wurden aber selbst diesem Zug konsequent Steine in den Weg gelegt.

    Argument 2: Die Durchbindung über Dresden ist alternativlos.

    Ich muss es mal so sagen wie es ist. Um schnell nach Berlin zu kommen brauche ich keine Durchbindung über Dresden nach Berlin. Es ist auch nicht das größte Problem von Sachsen aus nach Berlin zu kommen.
    ...

  • 6
    0
    FelixS
    19.12.2020

    Sehr geehrter Herr Müller,

    gestern konnte ich Ihnen leider nicht mehr antworten, da ich mein Kommentarlimit erreicht habe.

    Ich habe mir Ihre bisherigen Kommentare durchgelesen. Das einzige ggf. durchschlagende Argument ist, dass es alternativlos wäre. Ist es das aber?
    Sie werden Ihre Gründe haben, weshalb Sie die Variante über Dresden unterstützen.

    Argument 1: Private Anbieter bieten auch keinen Fernverkehr an bzw. sind gescheitert.

    Da stellt sich die große Frage warum?

    Das hat sicher auch mit dem heutigen Bahn-System zu tun. Sind Sie einmal mit der Erzgebirgsbahn oder Vogtlandbahn nach Berlin gefahren? Ich habe mir das angetan.

    Nicht gegen die Erzgebirgsbahn oder Vogtlandbahn. Ich halte es grundsätzlich lobenswert, dass hier Initiative ergriffen wurde.
    ...

  • 5
    1
    DS91
    19.12.2020

    @vitaminbonbon

    Mich würde einmal interessieren wie Sie zu meinen Aussagen stehen? (Die 4 Punkte).

    Da Sie ja sicherlich an einer sachlichen Debatte interessiert sind.

  • 7
    1
    defr0ke
    19.12.2020

    Ich sag mal so... Die Bürger sind es mittlerweile leid, ständig nur Hinhalteparolen und Ausreden zu hören...

    Herr Müller, sie sitzen seit sehr vielen Jahren im Bundestag, aber haben es bis heute nicht geschafft eine dauerhafte Fernverbindung nach C zu realisieren. Andere Ortschaften und Gegenden in Deutschland wo genauso viel oder wenig potentielle Fahrgäste vorhanden sind, profitieren seit Jahren von schnellen ICE-Verbindungen.

    Man denkt, dass es eigentlich ein Vorteil sein sollte, dass nach DD und LE ICE/IC Verbindungen vorhanden sind. Da wäre eine Verlängerung nach Chemnitz möglich. Vorallem wenn man sieht, seit wieviel Jahren darüber diskutiert wird...

    Nicht soviel reden, einfach mal machen...

    Auch wenn sie in all den Jahren viel geschafft haben, aber bei diesem Punkt muss man den kommunalen Politikern die Note 6 geben. Die lassen sich von der Bahn auf der Nase rumtanzen...

  • 6
    0
    defr0ke
    19.12.2020

    Ich greif mal die Worte von @Klemmi auf... Das heißt also dass im dünn besiedelten Meck-Pomm mehr potentielle Fahrgäste zur Verfügung stehen, als im dicht besiedelten Umland von Chemnitz? Soweit ich weiß, hält in Meck-Pomm der ICE an viel kleineren Bahnhöfen, wie Chemnitz.

    Es hört sich so an, das eine schnelle Fernverbindung nach C nicht realisierbar ist, weil durch viele kleine Klitschen gefahren wird, wo eine Elektrifizierung nicht vorhanden ist. Zum Vergleich, der ICE von Berlin nach LE hält dazwischen nur an max. 3 (?) weiteren Haltepunkten. Warum ist es dann nicht möglich die kleinen Orte außen vor zu lassen und nach Chemnitz eine Direktverbindung mit max. 2-3 weiteren Halten zu ermöglichen? Man kann diese Gegenden auch ganz umfahren, indem man einfach einen Kreuzpunkt baut wo der Schnellzug auf elektrifizierter Strecke von Chemnitz auf eine elektrifizierte Leipzig-Strecke weitergeleitet wird.

    Die Ausreden mit Nichtelektrifizierung hat mittlerweile soo einen Bart...

  • 2
    11
    vitaminbonbon
    18.12.2020

    @Zeitungss: Nur mit Zug. Immer. Ausnahme: einmal per PKW, als die GdL streikte. Tut mir leid um Ihre Vorurteile.
    Beim Thema bleibe ich trotzdem: Nein, über Riesa wird niemand ein Angebot bringen. Ob wir beide nun von früher mit D 574 träumen oder auch vom InterRegio. Das ist vorbei. Verlängerung IC 17 oder gar nichts bis 2028. Durchgebunden wird übrigens auch: wenn die bayerische Elektrifizierungslücke (endlich) geschlossen ist. Ich weiß...Thema seit 20 Jahren.

    @Tifi: wenn Sie was Sachliches beizutragen haben - gern. Ihr Genöle können Sie steckenlassen, ich bin nicht Ihr Abtreter.

    @netzwerkcomputer: Ich meinte das "eigenwirtschaftlich" mit einer Linie. Es gibt keinen IC, der von irgendwo kommt und der über Riesa zu verlängern wäre. Und die DB wird den, mangels Auslastung nicht, nie, niemals anbieten oder auch nur planen. Wenn das so lukrativ wäre, käme evtl ein privater Fernverkehrsanbieter, aber auch der ist nicht in Sicht. Die DB fährt IC 17 eigenwirtschaftlich bis Dresden.

  • 8
    2
    Zeitungss
    18.12.2020

    @Noch etwas Grundsätzliches. Welcher Bürger fährt mit der Bahn über Dresden nach Berlin, wenn eine Strecke über Riesa Elsterwerda die Fahrt wesentlich verkürzt? Die damalige IR-Linie, welche durchweg gut ausgelastet war, musste weg. Regionalzüge in diese Richtung werden in Elsterwerda gebrochen und der Fahrgast darf umsteigen, ein besonderes Schmankerl der Bahnreform und der damit verbundenen Kleinstaaterei. Der RE aus Thüringen endet in Glauchau, wer mit der klammen Reichsbahn groß geworden ist, wird heute wissen, wie man ein einst funktionierendes Bahnsystem mit System beerdigt.
    Eine Fernverbindung via Riesa bis nach Hof durchzubinden, würde auch die Westsachsen beglücken, habe ich vom Bohrer dicker Bretter noch nichts gehört. Als BTA fährt man auch nicht Bahn.

  • 7
    11
    Tifi
    18.12.2020

    Seit gewann genau hat Chemnitz ein Bonbon als gelernten TFZF im BT sitzen? AAH ja-! Konsequent verpennt wie beinahe alles in der bleiernen Ludwig Zeit . Nun sollte man das dem SPD Politersatz nicht vorwerfen. Der Wähler hätte wissen können , dass wenn man über 150 Jahre alt ist ,alles nicht mehr so schnell geht. Aber bis zu Olympiade in Leipzig denke ich ist die Strecke elektrifiziert und der Rest der Welt wird seine Züge mit Wasserstoff fahren. Aber Maßstab ist die Selbstwahrnehmung: das Tempo bei planen ist "ungewöhnlich " hoch und schneller geht es wirklich nicht ! 6 setzen Herr Müller. Ach nee zu ihrer Zeit ging es nur bis 5 !

  • 11
    0
    netzwerkcomputer
    18.12.2020

    @vitaminbonon: Leider widersprechen sich Ihre Argumente: Einerseits sagen Sie, dass Fernverkehr eigenwirtschaftlich erbracht wird. Anderseits wird bei der Verlängerung des IC 17 auch immer von einer Mitfanzierung durch den Freistaat gesprochen. Schlüssig ist dann also das Argument, warum man nicht auch Fernverkehr über Elsterwerda anbietet, nicht. Zudem gibt es im Artikel (und auch von Ihnen) keine neue Info, was genau diese Verlängerung bedeuten würde. Wie oft fährt der IC dann bis Chemnitz? Wann (Tagesrandlagen...)? Usw. Es ist alles noch genauso unkonkret wie vor bald 2 Jahren, wo dies erstmalig als Möglichkeit öffentlich diskutiert wurde.

  • 13
    1
    ChWtr
    18.12.2020

    Ich bin bei Zeitungss und Fresto.

    Warum dauern die Planungen so lange beim Schlafwagenbetrieb der DB? Es geht nicht voran bei der Mitte-Deutschland-Verbindung, ebenso bei der nördl. Anbindung von C nach L.
    Was ist das los?

    Der Bahnkonzern ist genau wie sein anderes Pentand in der Telekommunikationsbranche nicht in der Lage, diese wichtigen Transportfelder auf Schiene (Elektrifizierung) und Kabel (resp. Mobilfunk) zeitnah umzusetzen.

    Mitten in Europa ist ein wichtiges Land nicht in der Lage, die Elektrifizierung der Bahn sowie den Netzausbau, sprich Digitalisierung in einem erträglichen Maß voranzubringen.

    Gründe dafür ließen sich aufzählen, wenn man versucht, einigermaßen objektiv zu bleiben. DE kann nicht überall und alles machen resp. übernehmen (...) - und dann haben wir und die Welt aktuell eine verherrende Pandemie zu bewältigen.

    Ob das die Finanzen in Elektrifizierung / Schiene und Netzausbau verbessert?

    Kommt in die Pötte oder heraus (...)

  • 15
    6
    vitaminbonbon
    18.12.2020

    @fresto: Die angedachte Verlängerung des IC 17 bringt trotzdem zunächst und recht schnell den dringend notwendigen Fernverkehrsanschluss. Übrigens nicht für mich, sondern v.a. auch für Dienstreisende und Touristen: IC 17 hält unter BER und verkehrt weiter nach Rostock.

  • 16
    3
    DS91
    18.12.2020

    Die Verlängerung des IC 17 von Rostock, über Berlin nach Chemnitz ist keine nennenswerte Verbesserung.

    1. Es ist relativ wahrscheinlich, das in Dresden ein längerer Umsteigestop geplant wird.

    2. Sind die Umsteigeverbindungen bereits relativ gut.

    3. Wird die Verbindung nicht gleich bis Hof verlängert, bedeutet das für alle zwischen Hof und Dresden ein Umsteigen in Chemnitz, da die IC-Verbindung bisher durchgehende RE Verbindungen im zweistündigen Takt ersetzen soll.

    4. Wird die Verlängerung mit Landesmittel subventioniert. Geld das lieber in die Verlängerung des RE 1 TH (Chemnitz - Erfurt
    - Göttingen) fließen sollte. Zumal der RE günstiger ist und ein deutlich besseren Effekt für die Anbindung von Chemnitz bringen kann!

  • 22
    1
    Fresto
    18.12.2020

    Etwas schneller nach Berlin zu reisen ist dochnicht das vordringlichste, höchstens für einen Bundestagsabgeordneten. Man kann das über Leipzig oder über Dresden, mit Umsteigen. Fernverbindungen sind Fahrten nach Nürnberg, München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Hannover, Rostock, Hamburg. Alle diese ICE-Verbindungen laufen heute über Leipzig oder Erfurt. Für den Chemnitzer ist dabei nur Leipzig sinnvoll, bzw. kommt man auch nach Erfurt nur über Leipzig. Dass es dabei höchste Eisenbahn ist, die Strecke nach Leipzig zu elektrifizieren steht dabei außer Frage, bringt Chemnitz aber in Sachen Anschluss ans Fernnetz keinen Schritt weiter. Vor allem jetzt, wo der Betreiber in Hybridzüge investiert hat, ist auch das nicht vordringlich. Wirklich wichtig sind doch 2 Dinge, die seit 30 Jahren (!) auf Eis liegen: die Sachsen-Franken-Magistrale und die Mitte-Deutschland-Verbindung. Über beide ließe sich Chemnitz / Dresden ans ICE Netz anschließen. Sachsen hat Thüringen dabei im Stich gelassen.

  • 25
    1
    Zeitungss
    18.12.2020

    Herr Müller, Sie erinnern sich sicherlich an das damals eingesetzte Fahrzeugmaterial der VGB, bei dem am Berliner Stadtrand die Toiletten abgeschlossen wurden und es am Hauptbahnhof aus Kostengründen keinen Halt gab. Schmackhafter kann man dem Kunden die Fahrt eigentlich nicht machen.
    Der neuste Schuss, einen RE rund 35 Km vor Chemnitz enden zu lassen, muss man eigentlich nicht mehr kommentieren. Die zukünftige Kulturhauptstadt ohne vernünftigen Bahnanschluss, sagt eigentlich alles.
    Noch etwas zur Verwirklichung von Plänen. Der elektrische Zugbetrieb Hof - Regensburg sollte 2016 aufgenommen werden, 2020 steht noch kein einziger Mast. So viel schon einmal zum Jahr 2028 für Chemnitz.

  • 25
    0
    Klemmi
    18.12.2020

    @vitaminbonbon: Sehr geehrter Herr Müller, sie greifen in ihrem zweiten Kommentar, die geringe Nachfrage auf der Strecke zwischen Chemnitz und Elsterwerda auf. Wie aber bemisst man die Nachfrage eines Angebots, was garnicht angeboten wird? Ich erinnere mich (und sie müssten es auch als Tfzf), dass sich die IR-Linie 24 großer Beliebtheit erfreute. Zum Verhängnis dieses IR wurde Herr Mehdorn und der Hochgeschwindigkeitsfetischismus des Bundes. Züge in Tagesrandlage, ohne Anschlußbeziehungen ziehen keine Fahrgäste an. Gleiches Problem beim privaten Vogtlandexpress: Abfahrt vorm ersten Hahnenschrei und Ankunkft in der Nacht, zudem eingeschränkte Ticketakzeptanz. Wie groß ist denn die Nachfrage der IC-Züge im weit dünner besiedelten Mecklenburg-Vorpommern? Also diese Argumentation ist für mich sehr dünn untermauert.

  • 7
    11
    Klemmi
    18.12.2020

    Die "guten Chancen" hat schon DB-Bevollmächtigter Fricke eingeräumt. Sein Nachfolger Walden wusste gleich garnichts davon. So wie sich die Sache zuletzt darstellte, um Chemnitz mit einer zeitnahen, realistischen Lösung anzubinden, schieben Bund und Bahn den schwarzen Peter, den politischen Dresden zu. Die gewünschte Lösung: Subventionierter Fernverkehr- soviel zum Thema Bahnreform. Jetzt schiebt man dieses Problem bis 2028 auf, weil Chemnitz-Leipzig als einzige Lösung betrachtet wird.
    Aber die Region selber, allen voran die dem Gremium des VMS-Verbandvorstandes beisitzenden Landkreise, müssen sich an die eigene Nase fassen: Wer es vorzieht, das Erzgebirge mit überteuerten Straßenbahnprojekten zu versorgen, statt einen länderübergreifenden RE1 bis Chemnitz durchzuziehen, hat für meine Begriffe den Schuss nicht gehört.

  • 13
    10
    vitaminbonbon
    18.12.2020

    @FelixS: Fernverkehr der Bahn wird eigenwirtschaftlich angeboten bzw. erbracht. Im Regelfall. Die immer wieder (auch öffentlich) diskutierte Variante über Döbeln-Riesa nach Berlin hat einfach kein Reisendenpotenzial, auch nicht für die Direktverbindung nach Berlin. Das haben die Versuche von Vogtlandbahn und auch Erzgebirgsbahn vor einigen Jahren gezeigt. Und es existiert auch keine vorhandene Linie. Deswegen ja die "relativ" einfache Lösung mit der Verlängerung des IC 17. Das können Sie gern "Etikettenschwindel" nennen, ist aber die einzige Möglichkeit, Fernverkehr vor 2028 nach Chemnitz zu bringen. Und selbst die "Zusatzleistung" von/nach Chemnitz-Dresden muss "jemand" bezahlen, weil eigenwirtschaftlich nicht darstellbar.
    Beste Grüße,
    Detlef Müller

  • 17
    1
    FelixS
    18.12.2020

    Auch wäre für mich interessant, ob die geplanten Züge über Dresden zusätzlich fahren sollen oder wieder nur Regionalverkehr ersetzen sollen. Auch wird nicht erwähnt in welchem Umfang (einzelne Züge/2h-Takt, etc.) eine Durchbindung nach Chemnitz erfolgen soll.

    Sollte es nur darum gehen, sagen zu können wir haben Fernverkehr in Chemnitz, also einzelne Züge und als Ersatz für Regio-Züge, dann lasst es. Neue Bummelzüge im weißen Gewand zu hohen Fahrpreisen braucht kein Mensch.

    Ich erinnere daran, dass auch im Rahmen des Baues des Citytunnels wiederholt großspurig von Fernverkehr geredet wurde. Gut das Spiel war durchschaubar. aber manch einer glaubt es. Anstatt alle paar Wochen große Ankündigung (und Hoffnungen) zu machen, sollten vielleicht erst einmal wasserdichte Ergebnisse vorliegen.

  • 15
    2
    FelixS
    18.12.2020

    Ich verstehe nicht wo der Vorteil einer Anbindung von Chemnitz über Dresden sein soll. Klar es ist relativ schnell umsetzbar. Als Reisender ergibt sich bis auf das umsteigefreie Reisen kein erheblicher Vorteil. Die Reisezeit über Dresden wird auch nicht schneller sein als über Leipzig. Das ist meiner Ansicht nach Etikettenschwindel. Weshalb wird keine Direktanbindung über Riesa erwogen bzw. in den ganzen Diskussionen nie erwähnt? Auch sind die Aussagen im Text wieder nur Durchhalteparolen. Nix konkretes weiß man nicht. Es wird viel versprochen und wenig gehalten.

  • 22
    11
    vitaminbonbon
    18.12.2020

    @hinterfragt: Zum einen ist es die fehlende Elektrifizierung der Strecken nach Leipzig und Richtung Westen (Elektrifizierungslücke zwischen Gößnitz und Gera). Beide Strecken sind im Bundesverkehrswegeplan (vordringlicher Bedarf) enthalten: Elektrifizierung und partieller Ausbau. Und ja, das dauert. Wir sind bei beiden Strecken in der Vorplanung, aber immerhin schon in Leistungsphase 2 HOAI. Planung und Bau laufen bei beiden Strecken bis 2028. Und ja, auch das höre ich nahezu täglich: Klar sind damals von Chemnitz aus viele Fernzüge gefahren, ich durfte selber einige fahren: Aber eben zum Großteil mit BR 232, Ludmilla, also Großdiesel. Dieselbespannten Fernverkehr gibt es aber so gut wie nicht mehr. Deshalb ist die Elektrifizierung unumgänglich. Machtwort Bund: Chemnitz-Leipzig war nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten, jetzt im Vordringlichen Bedarf, im Strukturstärkungsgesetz Kohleausstieg und. Maßnahmegesetz zur Beschleunigung
    Viele Grüße,
    Detlef Müller

  • 26
    4
    Hinterfragt
    18.12.2020

    Also mal verständnishalber.
    Die Schienen liegen ja und zu DDR Zeiten gab es von Karl-Marx-Stadt aus schon mal Fernzüge in alle möglichen Richtungen.
    Warum geht das seit Jahren von Chemnitz aus, was ja die gleiche Stadt ist, nicht mehr?
    Wo ist also das Problem? Man braucht doch einfach nur die entsprechenden Züge einzusetzen (die ehemaligen D-Züge hielten auch nicht an jeder "Milchkanne")und gut ist. Wozu braucht man da Jahrzehnte?
    Der Bund hängt sich doch sonst auch überall in die Unternehmen rein, also warum nicht bei der Bahn als Miteigentümer ein Machtwort sprechen?!?