Sperrung im Gablenzer Bad - pünktlich zum Ferienbeginn

In der frisch sanierten Schwimmhalle sind Mängel zu beheben. Darum kann das Kinderbecken nicht genutzt werden. Warum finden die Reparaturarbeiten gerade jetzt statt?

Im April ist die sanierte Schwimmhalle in Gablenz wiedereröffnet worden. Doch seit dem gestrigen Montag, bis einschließlich Freitag, 12. Oktober, ist das Nichtschwimmerbecken des Bades gesperrt.

Die Stadtverwaltung teilt mit, dass Mängel behoben werden müssten, die seit der Sanierung bestehen. Sie betreffen die Lüftungsanlage und die Wasseraufbereitung, genauer die Filtertechnik des Nichtschwimmerbeckens.

Die Stadt als Auftraggeber müsse den Firmen, die dafür verantwortlich sind, die Mängel zu beheben, eine Frist einräumen, und zwar in einem angemessenen Zeitraum. Um die Einschränkungen für Vereine und Schulen, die die Schwimmhalle nutzen, so gering wie möglich zuhalten, sei festgelegt worden, dass die bauliche Umsetzung in den Herbstferien erfolgen soll. Festgelegt worden sei der Termin für die Mängelbeseitigung im September. "Die Herbstferien sind für die Arbeiten geeignet, da das Schulschwimmen nicht stattfindet", verdeutlichte ein Stadtsprecher auf Nachfrage von "Freie Presse" am Montag.

Zweimal hatte es in den vergangenen Monaten Meldungen von vorübergehenden Schließungen des sanierten Hallenbades gegeben. Bereits Ende Mai, knapp zwei Monate nach der Wiedereröffnung, musste das Bad für einen Tag schließen. Grund war, dass über einen automatisierten Kreislauf zu viel Aktivkohle ins Wasser geraten war. Auf die Wasserqualität wirke sich das nicht aus, hieß es damals aus der Stadtverwaltung. Es gebe ein rein optisches Problem. Das Wasser habe durch die Kohle eine dunkle Trübung, die mit zusätzlichen Reinigungsgeräten herausgefiltert werden müsse.

Die neue Badewassertechnik in der sanierten Halle ist computergesteuert. Offenbar sei dabei ein Fehler unterlaufen und die Aktivkohle durch unterschiedliche Wasserhöhen im Wasserfilter in das Becken gelangt. Die Computer-Mängel seien behoben worden, hieß es kurz nach der ersten Schließung. Doch Anfang Juli lag dasselbe Problem wieder vor. Wegen Aktivkohle im Wasser musste das Bad kurzfristig geschlossen werden.

Störungsfrei verlief auch die Sanierung der 1984 eröffneten Schwimmhalle nicht. Statt anderthalb Jahre war sie knapp zwei Jahre lang gesperrt. Aus anfangs kalkulierten 3 Millionen Euro Baukosten waren 5,4 Millionen geworden. Grund für die Kostenerhöhung waren während der Bauarbeiten festgestellte Mängel an der Gebäudesubstanz und an technischen Anlagen, höhere Preise für Bauleistungen, Schimmelbefall des Daches und die vorgezogene Erneuerung der Umkleidebereiche.

Die Schwimmhalle Gablenz hat montags von 8 bis 14 Uhr, dienstags von 6 bis 22 Uhr, donnerstags 17.30 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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