Sperrungen wegen erneuten Demos in der Chemnitzer Innenstadt

Am 1. September hatte Pro Chemnitz bereits in Chemnitz demonstriert.
Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin von Chemnitz, spricht zu Journalisten.

Aufgrund der angemeldeten Demonstrationen in der Chemnitzer Innenstadt kommt es am heutigen Freitag zu Verkehrseinschränkungen. Laut Stadtverwaltung ist ab 13 Uhr die Brückenstraße zwischen Theaterstraße/Mühlenstraße und Straße der Nationen gesperrt. Bereits ab 12 Uhr besteht ein beidseitiges Halteverbot inklusive Rondell.

Die rechtspopulistische Bewegung Pro Chemnitz hat für den Abend erneut eine Demonstration angemeldet. Auch Gegenprotest ist angekündigt. Zudem wollen die Theater Chemnitz mit einem Open-Air-Konzert von Beethovens 9. Sinfonie ab 19 Uhr am Theaterplatz ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Hetze und Gewalt setzen.

Vor den erneuten Demonstrationen hofft die Oberbürgermeisterin, Barbara Ludwig (SPD), auf einen ruhigen Verlauf. Das Wichtigste sei, dass es in Chemnitz friedlich bleibe, sagte Ludwig am Freitagmorgen am Rande eines Termins in Leipzig.

Sie hoffe, dass insbesondere die Botschaft der Robert-Schumann-Philharmonie ankomme, sagte Ludwig. Diese lade zu dem Konzert alle ein, «die Besinnung suchen, die Gemeinschaft suchen, egal ob sie das in Trauer tun oder in Verzweiflung über das, was passiert ist oder auch über das, was über die Stadt hergekommen ist, was auch Berichterstattung anbetrifft».

2Kommentare
👍8👎6 HHCL 07.09.2018 Sie behaupten hier also allen ernstes, dass sämtliche Ermittlungsverfahren gegen alle die im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen das Gesetz verstoßen haben, eingestellt wurden? (Belege?) Sie hätten lieber öffentliche Aburteilungen am Rechtsstaat vorbei, oder wie soll man das verstehen? Sie sind nur noch unglaubwürdig: Sie schreien nach dem Rechtsstaat und verbitten sich Vorverurteilungen, wenn es um Flüchtlinge geht; geht es um Verbrechen aus der anderen Ecke, fordern sie diese lautstark ein. Sie argumentierten mit Statistiken von Leuten, denen sie jetzt vorwerfen alles vertuschen zu wollen. Sie müssen sich schon entscheiden! Entweder kann man der Polizei und dem Verfassungsschutz trauen, oder nicht. Bei dem einen Thema so, beim anderen so, geht nicht.

Die Rechten lachen sich über Leute wie Sie ins Fäustchen. Ihr permanentes Messen mit zweierlei Maß ist für diese Gruppierungen die beste Werbung.
👍8👎13 Blackadder 07.09.2018 Wenn ProChemnitz heute wieder auf die Straße gegen, können sie sich über eins ganz sicher sein: egal, was sie tun, es wird ihnen nichts passieren, weder von Seiten der Polizei noch der Politik. Jagden auf Ausländer, Hetze, Hitlergrüße....hinterher wird man nur über die Begrifflichkeiten streiten und die Rechten selbst lachen sich ins Fäustchen, weil sie ihr Narrativ immer weiter in die Gesellschaft hinein tragen.
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