Sportlerehrung mit prominenten Gästen

In der Stadthalle Limbach-Oberfrohna wurde im Beisein von bekannten Gesichtern Rückschau auf Erfolge von Athleten gehalten. Doch es gab auch einen Blick voraus.

Limbach-Oberfrohna.

Zum dritten Mal hat die Stadt Limbach-Oberfrohna am Samstag ihre Sportler des Jahres geehrt. 470 Besucher erlebten einen Abend mit Preisverleihungen, Judo- und Turnvorführungen sowie Interviews mit Prominenten aus der Sportwelt. Unter den Gästen waren die Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Turnerin Sophie Scheder.

Moderiert wurde die Gala zum dritten Mal von René Kindermann. Für ihn sei es wichtig, dass eine Stadt versteht, was durch Sport bewegt werden kann. In Limbach funktioniere das, sagte er. Oberbürgermeister Jesko Vogel freute sich, dass in diesem Jahr mehr Vorschläge für die Ehrungen eingegangen sind als im Jahr davor. Trotzdem rief er die Bürger schon dazu auf, sich bereits jetzt Gedanken zu machen, wer die Ehrung in diesem Jahr verdiene. 2020 soll die vierte Auflage des Sportlerballs stattfinden. Das Ziel der Gala ist es laut dem Stadtoberhaupt, die Sportler für ihre Leistungen zu würdigen und sie auch untereinander, quer durch die Vereinslandschaft, ins Gespräch zu bringen.


Die erste Ehrung am Samstag, die der besten Mannschaft des Jahres 2018, ging an einen zahlenmäßig eher kleinen und auch wenig bekannten Verein aus Limbach-Oberfrohna: den 1. BC Tornado. Als "Virtuosen am betuchten Tisch" wurden die Mitglieder des Billardsportvereins in einem Videoporträt bezeichnet, das auf großer Leinwand gezeigt wurde. 35 Herren und eine Frau zählt die Gemeinschaft, die sich zwei- bis dreimal in der Woche trifft, um bunte Kugeln über den Tisch zu stoßen. "Wir sind überrascht von der Ehrung", sagte Eckhart Grazek vom Verein. In der letzten Saison sind die Limbacher in die Regionalklasse ihrer Sportart eingezogen, die dritthöchsten Liga im Billard in Deutschland.

Als Sportler des Jahres hatten vier Herren zur Wahl gestanden. Geschafft hat es schließlich der Triathlet Alexander Kunze. Der 46-Jährige hatte im vergangenen Jahr zum vierten Mal am Ironman in Hawaii teilgenommen und dort den 541. von 2305 Plätzen belegt. "Ich bin leidenschaftlicher Triathlet, und der Moment, indem ich über die Ziellinie laufe, ist jedes Mal Gänsehaut pur", versicherte Kunze am Samstagabend. Die Mischung aus Schwimmen, Radfahren und Laufen mache für ihn eben diesen ganz besonderen Reiz aus. Zu den Höhepunkten in diesem Jahr für den Limbacher zählen der Ironman Austria im österreichischen Klagenfurt im Juli und der Start bei der Europameisterschaft im niederländischen Almere im September. Kunze ist Mitglied im Limbach-Oberfrohnaer Schwimm- und Tauchsportverein. Ob er in seiner Sportlerkarriere ein fünftes Mal als Triathlet in Hawaii an den Start gehen wird, ließ er offen.

Zur Sportlerin des Jahres 2018 wurde Ute Herfurt vom Limbacher Laufverein ernannt. Sie konnte den Preis am Samstag nicht entgegennehmen, weil sie derzeit an einem Wettkampf in Bielefeld teilnimmt. In einem Video auf der Leinwand der Bühne wurde berichtet, dass sich Ute Herfurt gern über tausende Höhenmeter kämpft und auch mal zwei Tage am Stück durchläuft - und das, obwohl sie Laufen damals in der Schule todlangweilig fand, erzählte sie. Erst in der zehnten Klasse, als es darum ging, 3000 Meter zu laufen, sei sie beim Training auf den Geschmack gekommen. Zu ihren Laufhighlights heute zählen Touren rund um den Montblanc.

Da vieles in Sportvereinen in den Händen von Ehrenamtlichen liege, sei es wichtig, auch diese Helfer zu würdigen, so Oberbürgermeister Vogel. Als "gute Seele des Vereins" wurde am Samstag Manfred Meyer vom BSV Limbach ausgezeichnet. Er hat mit 14 Jahren das Handballspielen begonnen und kümmert sich heute um Organisatorisches im Verein und um die Jugendarbeit. Vogel betonte, dass gerade für Kinder und Jugendliche die Mitgliedschaft in einem Sportverein wichtig sei, weil sie Teamgeist fördere.

Und schließlich bot die Gala, die ein Rückblick auf das Sportjahr 2018 war, auch einen Ausblick, und zwar auf die neueste Sportveranstaltung in der Stadt, die "Straßenschlacht". Sie war im Herbst des vergangenen Jahres erstmals ausgetragen worden. Nun soll es am 29. September eine Neuauflage des verrückten Radrennens über allerlei Hindernisse geben. Das erfuhr Moderator René Kindermann von Hardy Hänel, dem sportlichen Leiter der Veranstaltung. Die Streckenlänge werde mit 2,1 Kilometer beibehalten, so Hänel. "Aber die Hindernisse verändern sich, es soll alles insgesamt flüssiger und leichter fahrbar werden", kündigte er an. Und er kündigte eine weitere Neuerung an: Es gebe diesmal mehreren Klassen: Kinder, U19, Frauen, Hobbyfahrer und Profifahrer können an den Start gehen.

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