Sportstätten von drei Orten auf dem Prüfstand

Burgstädt, Taura und Mühlau erarbeiten gemeinsames Konzept

Taura/Burgstädt.

Das langfristige Angebot und die Auslastung von Sportstätten bzw. Mehrzweckhallen wollen die Gemeinderäte von Taura in den Blick rücken. Einhellig stimmten die Räte zur Sitzung am Montagabend einer mit Burgstädt und Mühlau zu schließenden Kooperationsvereinbarung zu. Auf Basis der demografischen Entwicklung sollen Anforderungen an derartige Einrichtungen in der Verwaltungsgemeinschaft ab 2030 geprüft werden. Mit dieser von einem Planungsbüro zu erstellenden Basis einer Sportstättenleitplanung soll im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung geklärt werden, welche Sportanlagen künftig gebraucht, wie die Objekte ortsübergreifend ausgelastet und welche Angebote erneuert oder umgenutzt werden sollten. Bei veranschlagten Kosten von 30.000 Euro würde auf Taura bei einer 70-prozentigen Förderung vom Bund ein Eigenanteil von 450 Euro zukommen. 15 Prozent übernimmt der Freistaat. 15 Prozent teilen sich die drei Kommunen. Der Bund könnte sogar auch 90 Prozent zusteuern, hieß es.

Laut Bürgermeister Robert Haslinger (CDU) wird ein solches Dokument vom Landessportbund Sachsen gefordert. Neben der so zu erarbeitenden Prioritätenliste der Angebote biete die Leitplanung auch die Chance, gezielt Fördermitteltöpfe nach jeweiligen Nutzungsarten - ob etwa Schul- oder Vereinssport - anzuzapfen. Werden die Fördermittel wie erwartet ab Februar 2020 ausgereicht, soll das Dokument binnen neun Monaten erstellt sein.

Zur Stadtratssitzung in Burgstädt informierte Ordnungsamtsleiterin Cornelia Müller ebenso über das gemeinsame Projekt. Zuvor hatte Michael Seidel (SPD/Grüne) angemahnt, in Burgstädt einen Bolzplatz zu bauen. Der Bedarf sei schon lange bekannt. Geplant sei dies mit der Umgestaltung des Angers. Aber bisher habe sich nichts getan. Bürgermeister Naumann erklärte, dass die Stadt mit dem gemeinsamen Sportprojekt auf einem guten Weg sei. Aber es sei noch zu früh, über Details zu sprechen. Laut Ordnungsamtsleiterin Müller kommen alle vorhandenen Sportstätten und Mehrzweckhallen auf den Prüfstand. Bis Ende 2020 könnte das Projekt vorliegen. Mitte 2020 sollen dann auch Aussagen zu den Sportanlagen des TV Vater Jahn vorliegen. An der Jahnstraße wird ein Kunstrasenplatz gewünscht. (mit bj)

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