Stadt erwirbt weitere Flächen für neue Schulen

Ausschuss gibt grünes Licht für Ankäufe auf Kaßberg und Sonnenberg

Um den Bau zweier weiterer Schulen zu ermöglichen, erwirbt die Stadt zusätzliche Grundstücke. Zwei auf dem Kaßberg und auf dem Sonnenberg vorgesehenen Ankäufen im Volumen von insgesamt mehr als 400.000 Euro hat der zuständige Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrates nun jeweils einstimmig seine Zustimmung erteilt.

Dabei geht es zum einen um ein gut 2100 Quadratmeter großes Gelände an der Reichsstraße. In der unmittelbaren Nachbarschaft, an der Kreuzung Weststraße, will die Stadt das frühere Berufsschulzentrum für Wirtschaft zu einer Grundschule mit Hort umgestalten. Geplant wird mit einer Kapazität von rund 200 Schülern. Weil der aus den 1950er-Jahren stammende, unter Denkmalschutz stehende Komplex dafür allein nicht ausreicht, sei das Errichten eines Anbaus nötig, sagt Baubürgermeister Michael Stötzer. Auch eine zeitgemäße Turnhalle soll dort neu entstehen. Die Fläche, die die Stadtverwaltung nun für 200.000 Euro erwerben wird, gehört bislang dem Chemnitzer Energieversorger Eins. Zuvor war dort bereits eine Fläche von einem Privateigentümer erworben worden.

Das zweite Grundstück ist ebenfalls für eine neue Grundschule vorgesehen. Das knapp 2700 Quadratmeter große Areal befindet sich bislang im Eigentum der kommunalen Wohnungsgesellschaft GGG. Es liegt an der Ecke Martin-/Jakobstraße am südlichen Sonnenberg, oberhalb einer Sportanlage. Das dort geplante Vorhaben umfasst nach Angaben des Rathauses den Neubau einer zweizügigen Grundschule mit Zweifeld-Sporthalle und Außenanlagen. Weil das Grundstück, das jetzt für 214.000 Euro von der Stadt erworben wird, allein nicht genügend Platz bietet, sollen laut Baubürgermeister Stötzer noch zwei weitere in der Nachbarschaft hinzukommen. Die Erwerbsverhandlungen dazu liefen, seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte er.

Finanziell sind die Immobiliengeschäfte abgesichert. Im Haushalt der Stadt waren vorab bereits Gelder für Grundstückskäufe bereitgestellt worden, die im Zusammenhang mit dem Bau neuer Schulen erforderlich werden.


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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    2
    Laufhase81
    04.02.2020

    Warum, liebe Stadtverwaltung werden keine Grundstücke im Chemnitzer Süden erworben? Spricht der Schulnetzplan nicht eine eindeutige Sprache was das Fehlen von insbesondere Oberschulen in diesem Gebiet betrifft? Den Kindern dort werden Ablehnungen der noch am nächsten befindlichen Dorfschulen und weite Wege zugemutet, keine schöne Situation! Und gebaut wird woanders! Die Gründe würden mich interessieren.