Stadt kontrolliert Verkehr vor Schulen

Tempoverstöße in Kändler und Bräunsdorf - Helfer sind im Einsatz

Limbach-Oberfrohna.

Die Stadt Limbach-Oberfrohna hat in den ersten Wochen des neuen Schuljahres verstärkt den Verkehr vor den Bildungsstätten kontrolliert. Wie Stadtsprecherin Frances Mildner mitteilt, wurde das Blitzgerät vor allen sechs Grundschulen auf dem Gebiet der Kommune aufgestellt. An den meisten dieser Orte hätten sich die Autofahrer diszipliniert verhalten. Zwei Schulen fielen allerdings aus dem Rahmen: Vor den Grundschulen in Kändler und Bräunsdorf waren zwölf Prozent der Verkehrsteilnehmer, also etwa jeder achte, zu schnell unterwegs. Das mag nicht verheerend erscheinen. Die Stadt wird aber bereits mit dem Blitzgerät aktiv, wenn verdeckte Messungen mit einer anderen technischen Anlage ergeben, dass sich mindestens sieben Prozent der Autofahrer nicht an die zulässige Geschwindigkeit halten. Sowohl in Kändler als auch in Bräunsdorf gilt vor den Grundschulen Tempo 30.

Die Rathaus-Mitarbeiter haben gemeinsam mit der Polizei auch am Zebrastreifen auf der Albert-Einstein-Straße Kontrollen durchgeführt. Zuvor hatte es Beschwerden gegeben, dass Autofahrer auch dann nicht anhalten, wenn sich Fußgänger am Straßenrand befinden, obwohl dies vorgeschrieben ist. Solche Verstöße konnten bei den Kontrollen aber nicht festgestellt werden, berichtet Mildner. Jener Zebrastreifen ist zugleich einer der Orte in der Stadt, an denen derzeit Schülerlotsen eingesetzt werden. Sie helfen noch bis zu den Herbstferien besonders den Erstklässlern dabei, gefahrlos die Straße zu überqueren. Solche Helfer sind auch auf der Jägerstraße vor der Goetheschule und auf der Frohnbachstraße vor der Gerhart-Hauptmann-Schule im Einsatz. "Die Autofahrer verhalten sich rücksichtsvoll, und viele Kinder und Eltern freuen sich über die Hilfe durch die Schulweghelfer", sagt Sozialarbeiter Heiko Schönherr. Bisher habe es keine nennenswerten Probleme gegeben. Erstmals begleitet zudem ein Schulweghelfer Kinder aus Wolkenburg-Kaufungen, die mit dem Bus in die Thomas-Müntzer-Grundschule nach Rußdorf gebracht werden.

Bereits seit Juni hatten Rathaus-Mitarbeiter die Schulwege für Grundschüler inspiziert. Dabei ging es unter anderem darum, Stolperfallen auf Fußwegen auszumerzen sowie Äste und Hecken zu beschneiden, um die Sicht für die Kinder und die anderen Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.