Stadtgeflüster: Die Gastronomen und der Gourmet

Zwei Chemnitzer testen Klöße mit Frank Rosin und eine Auerswalderin bringt Peter Maffay ins Schwärmen.

Sebastian Ehmke, Jugendwart des Landesverbandes der Köche Mitteldeutschlands, hatte es jetzt einige Tage lang mit dem besten Nachwuchs der Region zu tun. Insgesamt 20 Auszubildende aus der Kochbranche durften in Chemnitz und Umgebung ein ungewöhnliches Seminar erleben. Die Teilnehmer kamen dafür unter anderem aus Bautzen, Dresden, Magdeburg, Leipzig, Gera, Zwickau und natürlich aus Chemnitz zusammen. "Ziel war es, den Nachwuchs zu stärken und die Auszubildenden noch mehr an die moderne Küche heranzuführen", so Ehmke. In diesem Jahr habe das Hauptaugenmerk dabei auf der Kunst der Patisserie, also der süßen Sündenküche, gelegen. Den Organisatoren gelang da ein ganz großer Fang: Sie konnten einen der besten Konditoren Deutschlands für ein Pralinenseminar gewinnen. Kostenfrei verriet René Klinkmüller, mehrfacher Goldmedaillengewinner bei weltweiten Konditormeisterschaften, den Azubis Geheimnisse über die Zubereitung von Süßigkeiten.


André Donath und Andreas Müller, Inhaber und Geschäftsführer des Turmbrauhauses in der Chemnitzer Innenstadt, waren vor einigen Tagen bei einer Party in Berlin. Der Großhandelsriese Metro hatte Gastronomen aus dem gesamten Bundesgebiet eingeladen, um sich für deren Treue zu bedanken. Und bei der Fete kochte ein berühmter Gastronom für die Kollegen: Frank Rosin hatten die Metro-Verantwortlichen eingeladen. Der zauberte dort nun ein Menü. Die beiden Chemnitzer Restaurantinhaber nutzten die Gelegenheit und quatschten Frank Rosin einfach an. "Das war ziemlich unkompliziert", erinnerte sich Donath, als er nun wieder Chemnitzer Boden unter den Füßen hatte. "Frank Rosin war richtig in Plauderlaune." Dabei ist der Haudegen am Herd ja eher dafür bekannt, ausgesprochen kritisch die Kollegenschaft zu beäugen. Das macht er vor allem in seinem Coaching-TV-Format "Rosins Restaurants - ein Sternekoch räumt auf!". Und deshalb guckte er auch ein bisschen komisch, als nun seinerseits André Donath den Restaurantkritiker gab. "Ich habe gesagt, dass mir der Kartoffelstampf sehr gut schmecke, die Klöße allerdings nicht so sehr", so Donath. Da habe Profi Rosin zunächst die Stirn kraus gezogen, wollte dann aber genau wissen, was an den Klößen nicht stimmen mochte? "Da habe ich ihm gesagt, dass es der Geschmack ist, der mich nicht so überzeugt", so Donath weiter. Daraufhin habe Rosin in eines der Klößchen gebissen und dieses grimmig beäugt. "Vielleicht hat es ihm ja auch nicht gemundet", überlegte André Donath dann. Zugegeben habe er dies allerdings nicht. Um Kartoffeln und Klöße ging es bei dem Gespräch aber nicht lange. Wichtiger war es Donath und Müller, den Spitzenkoch nach Chemnitz einzuladen. "Frank Rosin hat gesagt, er würde gern kommen. Und auch sein Management hat auf unsere Einladung reagiert", so Donath. Allerdings gebe es vorerst keinen Termin.


Peter Maffay, Rockmusiker, hat Ende August seinen 70. Geburtstag gefeiert. Von diesem Alter merken die meisten Fans aber offenbar nichts. Zum Geburtstagskonzert turnte er in Berlin über die Bühne. Und jetzt war er schon wieder in Oberfranken unterwegs. Dort gibt es in der Gemeinde Oberkotzau einen Freizeitpark, in dem Stars und ihr Engagement vorgestellt werden - ähnlich wie auf dem berühmten Weg in Hollywood. Und dort hilft immer mal auch eine Frau aus Hartmannsdorf als Star-Agentin aus. Deren Erinnerungsbücher mit Promi-Fotos werden derzeit immer dicker. Waltraud Raubold heftete nun eine Aufnahme mit dem Rockmusiker Peter Maffay hinzu. Er hilft mit seiner nach einem Plüschdrachen benannten "Tabaluga-Stiftung" traumatisierten Kindern. Er habe in seinem Leben schon viele Ehrungen erhalten, aber diese Auszeichnung im sogenannten "Fernwehpark" sei etwas Besonderes gewesen, gestand Maffay anschließend der Frau aus Hartmannsdorf.

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