Stadtgeflüster: Die Plauderei mit der "coolen Socke"

Ein Wochenende mit Martin Semmelrogge, die Entschuldigung von Wolfgang Stumph und das Lob für Robin Schubert.

Martin Semmelrogge, Schauspieler mit Charakterformat, lebt auf Mallorca. An diesem Wochenende hatte er der Insel allerdings den Rücken gedreht und war auf Einladung des Chemnitzers Kai Suttner ins Wasserschloss gekommen. Der Musikmanager und Moderator hatte den Darsteller zu seiner Talkshow "Hautnah" nach Klaffenbach eingeladen. Dort stärkten sich die beiden am gestrigen Sonntag erst einmal mit einem guten Essen im Schlosshotel. Im Kino und Fernsehen spielt Martin Semmelrogge immer die verschrobenen Typen. Kai Suttner hat ihn in den vergangenen zwei Tagen aber nicht so erlebt. "Ich würde ihn eher als coole Socke bezeichnen", sagte der Chemnitzer, nachdem er bereits im Vorfeld der Talkshow schon einige Male mit ihm telefoniert hatte. "Allüren habe ich an ihm nicht feststellen können." Am Wochenende war Suttner nach Leipzig gefahren und hatte Semmelrogge vom Flughafen abgeholt. Für die beiden stand zu diesem Moment nicht nur die Plauderrunde im Wasserschloß Klaffenbach auf dem Programm, sondern eine weitere Talkshow in Dresden. Wegen des großen Chemnitzer Erfolges, den Suttner in Chemnitz mit der intimen Fragestunde mit in ganz Deutschland bekannten Persönlichkeiten hatte, legte er ein solches Format vor einiger Zeit auch in Dresden auf.

Wolfgang Stumph, Kabarettist und Schauspieler, sollte am gestrigen Sonntag die Autogrammwünsche der Kinobesucher erfüllen. Er wollte sich auf Werbetour für den neuen Streifen "Alfons Zitterbacke - das Chaos ist zurück" mit anderen Darstellern des Films ins Cinestar in der Galerie Roter Turm aufmachen. Doch daraus wurde leider nichts: Denn Wolfgang Stumph meldete sich krank, musste angeschlagen in seiner Heimatstadt Dresden bleiben. Dem nach Chemnitz angereisten Film-Tross hatte sich dafür aber Regisseur Mark Schlichter angeschlossen. Jeder, der sich mit Ost-Literatur auskennt weiß, dass Alfons Zitterbacke einer der größten Pechvögel der DDR-Kinderszene war. Und genau dieses Schmunzelabenteuer hat Schlichter verfilmt. Von Wolfgang "Stumpi" Stumph gab es derweil eine Liebeserklärung: "Das ist ein Film, der wirklich an die Herzen geht. Er ist genau das Richtige für Kinder, ihre Eltern oder ihre Großeltern." In einem Interview hatte Wolfgang Stumph letztens erst geschwärmt, der Zitterbacke-Dreh habe ihn an seine Zeit erinnert, als er noch für Kinder Theater gemacht habe.

Robin Schubert, Gründer und Geschäftsführer von Baselabs, einem Chemnitzer Softwarehersteller für automatisierte Fahrzeuge, hat die wohl zufriedensten Mitarbeiter des Landes. Denn der Chef des Unternehmens ist gemeinsam mit seinen drei Co-Geschäftsführern zum bereits zweiten Mal ausgezeichnet worden, einer der besten Arbeitgeber Deutschlands zu sein. Das wurde bei der Durchführung des Branchenwettbewerbes "Great Place To Work" bekanntgegeben. Als Grund dafür wurde die mitarbeiterorientierte und wertschätzende Unternehmenskultur benannt. Vorausgegangen war eine anonyme Befragung zum Arbeitsumfeld, zur Teamzusammenarbeit und zur Mitarbeiterführung. Im Ergebnis fanden 100Prozent der Beschäftigten, dass man sich als neuer Mitarbeiter bei Baselabs sehr willkommen fühlt. Dies sei insbesondere deshalb bemerkenswert, da die Teamgröße des Unternehmens seit 2016 von 18 auf fast 50 Mitarbeiter gewachsen ist und daher etwa die Hälfte aller Teilnehmer der Befragung neue Mitarbeiter waren. Robin Schubert meinte nach der Auszeichnung: "Ich freue mich außerordentlich, dass es uns auch bei steigender Größe weiter gelingt, unseren Fokus auf wertschätzende Kommunikation beizubehalten und unsere besondere Unternehmenskultur weiter auszubauen. Auf dieses Feedback unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bin ich sehr stolz."

Friedemann Schmidt (Foto), Präsident der Landesapothekenkammer, hatte am Samstag Kollegen aus der Pharmabranche in Chemnitz versammelt. Sie kamen zu einer Tagung im Stadion des Chemnitzer Fußballclubs zusammen. Die Planungen dafür waren bereits im vergangenen Jahr gestartet. Klar habe man von den Ausschreitungen im Stadtgebiet und den Vorfällen im Stadion erfahren, erklärten die Apotheker vom Landesverband. Trotzdem habe man aber Flagge für Chemnitz zeigen wollen. "Ihre Teilnahme wird auch dazu beitragen, das Bild dieser schönen Metropole in unserem Land und in der Welt wieder geradezurücken", hieß es in der Einladung der Versammlung.

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