Stadtgeflüster : Schlager-Sternchen kommt zum Schwatzen

Warum eine Musikerin nicht sang, wie ein Koch zum Sieger wurde und was auf einer Oldie-Rallye alles passierte.

Beatrice Egli, Musikerin, hatte sich einen der wärmsten Tage ausgesucht, um ihre Fans so richtig ins Schwitzen zu bringen. Am Dienstag besuchte sie mit einem Blumenkranz im Haar den Neefepark. Gesungen hat sie dort allerdings nicht. Denn ihr Auftritt war nur als Talkrunde geplant. "Zum Glück läuft die Musik von Beatrice wenigstens im Hintergrund", hatte sich aber Nancy Köhn gefreut. Die Chemnitzerin ist ein großer Schlager-Fan und geht mehrfach im Jahr zu Konzerten und Auftritten ihrer Lieblingsmusiker. Einfach fällt ihr das nicht, denn die junge Frau lebt mit einer Sehschädigung. Erst im April hatte sie sich trotzdem bis in die vorderste Reihe gekämpft und Andrea Berg die Hand geschüttelt. Nun plauderte sie mit Beatrice Egli über deren neuestes Album und die tropischen Temperaturen. Egli freute sich später: "In Chemnitz bin ich besonders gern zu Gast. Hier hatte ich einst meine Tournee gestartet." Daran erinnerte sie sich noch genau. "Kein Wunder", gab sie jetzt lachend zu. "Damals hatte ich auch ein Problem mit meinem Bühnenkostüm, welches aber schnell repariert werden konnte." Diesmal wollte der Veranstalter sichergehen, dass Beatrice Eglis Auftritt perfekt ablief. Deshalb wurde auch das Hitzeproblem mit einem Ventilator gelöst.

Marko Schneider, Geschäftsführer des Automobilunternehmens Schneider-Gruppe, darf gemeinsam mit seinem Vater und Firmengründer Joachim Schneider in einem exklusiven Club bleiben. Für vorbildliche unternehmerische Leistung und exzellente Ergebnisse in allen Geschäftsfeldern zeichnet Renault Deutschland zusammen mit der Renault-Bank jährlich bundesweit die 40 besten Vertragspartner der Automarke aus. Vertreter dieser Unternehmen nimmt der Konzern in den Club de l'Élite auf. "Einen solchen Preis erhält man nur, wenn alle Hände wirkungsvoll ineinandergreifen", freute sich Marko Schneider nun. "Daher gilt diese Ehrung in erster Linie unseren Mitarbeitern." Bereits zum zehnten Mal vergab Renault die Urkunde an die Schneider-Gruppe. Jetzt steht für Marko Schneider fest: "2019 wollen wir unseren Platz unter den besten Händlern selbstverständlich sichern."


Thoralf Poppitz, Auszubildender im Hotel "Röhrsdorfer Hof", hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Der Nachwuchskoch setzte sich im Feld der 34 besten Lehrlinge des Gastgewerbes im sächsischen Landeswettbewerb an die Spitze. An zwei Tagen absolvierten die Teilnehmer des Ausscheides eine ganze Reihe an anspruchsvollen theoretischen und praktischen Prüfungen. So wurden sie nicht nur von einer Jury befragt, sondern mussten auch zeigen, wie gut sie Gäste verwöhnen können. Sie deckten Festtafeln, banden Blumengestecke, organisierten eine Tee-Degustation und kochten natürlich auch. Thoralf Poppitz sorgte mit einem feinen Menü für Aufsehen. Nun will der 22-Jährige das kulinarische Erbe einer Kollegin antreten - nämlich das von Hanna Lehmann. Sie hatte im vergangenen Jahr den renommierten Kochwettbewerb um den Rudolf-Achenbach-Pokal gewonnen. Auch Thoralf Poppitz nimmt nun an dem Wettbewerb teil, hat sich bereits für das Finale qualifiziert. Er überzeugte die Jury mit Avocadocreme und Burratasalat, gebratenem Zander, geschmorter Lammschulter und einem Erdbeer-Joghurt-Sorbet.

Jens Kreißl, Vertriebsmitarbeiter in einer Chemnitzer Softwarefirma, ist mit seiner Partnerin Juliane Uhde derzeit im Norden unterwegs. In einem 34 Jahre alten Daimler umrunden sie die Ostsee. Sie hatten gerade 2000 von insgesamt 7500 Kilometern auf dem Tachometer, als die Zündung des Oldtimers schlappmachte. "Der Wagen, mit dem wir an der nördlichsten Rallye der Welt teilnehmen, ließ sich plötzlich nicht mehr starten", berichtete Jens Kreißl nun. Schnell stand fest: Die Zündung war kaputt, nicht zu reparieren. Jens Kreißl und Juliane Uhde gaben aber nicht auf und entdeckten schnell: Das Auto lässt sich auch starten, indem man die Haube öffnet und im Motorraum zwei Zündkabel kurzschließt. Jedes Mal also, wenn sie das Fahrzeug in Gang setzen wollen, müssen sie die beiden Enden der Drähte aneinanderhalten. "Das hat uns in echte Herzschlag-Momente versetzt", erzählte Jens Kreißl am Donnerstag am Telefon. Da hatten er und seine Freundin gerade Russland hinter sich gelassen. "Und dort gab es für uns strenge Grenzkontrollen", so der Chemnitzer. Denn der alte Benz ist nur geliehen. Das Autohaus an der Blankenburg hatte den Oldtimer bereitgestellt. "Demnach konnten wir uns auch nicht als Besitzer des Autos ausweisen, sondern nur als Nutzer", sagte Juliane Uhde. Kaum hatten die Grenzbeamten das kapiert, gaben sie den Deutschen das Zeichen zur Weiterfahrt. Sie schauten allerdings komisch, als Kreißl daraufhin die Motorhaube öffnete, das Auto kurzschloss und davonbrauste. "Zum Glück gab es da keinen Ärger", so Kreißl. Mit ihrer Tour unterstützen die beiden den Hilfsverein Unikero, der die sportliche Betätigung von Kindern voranbringt. Auf der Internetseite des Vereins kann dafür am heutigen Samstag noch gespendet werden. Am morgigen Sonntag werden die Rallyefahrer nach einer Zehn-Länder-Tour zurückerwartet.

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