Stadtgeflüster : So können Massagen Kindern helfen

Warum der Niners-Therapeut Hand anlegt, was Mediziner von Weltrang in Chemnitz machen und wer neuer Glashaus-Chef ist.

Christian Thieme, Chef der Allthera-Physiotherapie, ist nicht nur der offizielle Behandlungspartner der Basketballmannschaft Niners. Am heutigen Samstag will er zeigen, dass er sich auch für Menschen aus sozial schwierigen Verhältnissen stark macht. Er hat zehn Therapeuten zusammengetrommelt, die am Vor- und am Nachmittag in seiner Praxis an der Zeißstraße im 30-Minuten-Takt für den guten Zweck massieren. Macht 20 Euro pro Einsatz und kommt dem Selbsthilfe-Wohnprojekt SWF auf dem Sonnenberg zugute. Vor einigen Tagen hatte sich Thieme dort umgeschaut und war vom Einsatz der freiwilligen Helfer bewegt. Er erfuhr, dass für gerade einmal 1500 Euro insgesamt zwölf Kinder einen Urlaub an der Talsperre Kriebstein verbringen könnten. "Die Einrichtung besuchen Kinder, die mit knapp zehn Jahren noch nie einen Urlaub erleben konnten", so Thieme. Deshalb soll das Minimalziel seiner Massage-Aktion sein, mindestens die Kosten für den Ausflug zu decken. Die Basketballer, die Christian Thieme sonst beweglich hält, können morgen nicht zur Massage kommen. Sie haben Training und später ein Spiel. Dafür wollen eine Menge Mitarbeiter vom Betreuerstab dabei sein.

Jan Grossmann (Foto), 28-jähriger Dortmunder, ist neuer Chef der Galeria Kaufhof. Vor vier Monaten übernahm er die Leitung des gläsernen Kaufhauses. Erst jetzt, zur Vorstellung des Programms für die im September anstehenden Modenächte, stellte er sich offiziell vor. "Bisher war mit der Übergabe einfach zu viel zu tun", sagte er. Eine kleine Wohnung hat er sich in Chemnitz schon besorgt. Und weil er von Herzen gerne joggen geht, hat er auch schon die grünen Ecken der Stadt entdeckt - und sich mit Burgern im Diner-Restaurant an der Kappler Drehe und mit Fleisch im "Max Louis" in der Schönherrfabrik belohnt. Nun freut er sich auch auf die City: Die werde er bei den Modenächten ja besonders gut kennenlernen, sagte er.

Michael Wagner, Professor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in den Zeisigwaldkliniken Bethanien, hatte in der vergangenen Woche zwei hochdekorierte Kollegen zu Gast. Dr. Amit Bhardwaj und Dr. Kevin Syam sind Preisträger des Welt-Orthopäden-Verbandes Sicot. Ihre Fachauszeichnung erhielten sie beim Weltkongress in Kapstadt in Südafrika. Die Belohnung: Die Experten durften verschiedene bekannte Orthopäden in deren jeweiligen Kliniken in Deutschland besuchen. Nach Stationen in München, Würzburg und Berlin interessierten sich die Mediziner in Chemnitz für die Behandlungsmethoden an Hüft- und Kniegelenken. Was ihren Weg ausgerechnet in unsere Stadt führte? Ihr Gastgeber Wagner gehört nicht nur zu den besten Orthopäden Deutschlands, er ist auch selbst Mitglied des Welt-Orthopäden-Verbandes.

Christine Rummer, Geschäftsführerin des Ortsverbandes Chemnitz und Umgebung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), erlebte am Donnerstag bewegende Momente. Da wurde sie von Samariter-Vorstand Manfred Barthold und vielen Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet. 24 Jahre lang arbeitete Christine Rummer beim ASB, 14 Jahre davon als Geschäftsführerin. "Während ihrer Zeit entstand beispielsweise der Neubau einer Pflegestation für Wachkomapatienten am Goethering", erklärte Barthold. "Das dort angesiedelte Altenpflegezentrum wurde ebenfalls komplett saniert." Wie passend, dass genau dort auch die Verabschiedung gefeiert wurde - mit einem lachenden Auge. Denn Christine Rummer freut sich nun auf eine aktive Episode. "Ich möchte eine Menge Zeit in Sport, Bewegung und Reisen investieren", sagte sie am Donnerstag. Dafür muss sie sich aber noch etwas erholen. Nicht von der Arbeit der vergangenen Jahre, sondern von einer Fußverletzung, die sie sich kürzlich erst zugezogen hatte.

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