Stadtgeflüster: ...und plötzlich taucht der Ballack auf

Prominenter Besuch bei der Pfeifer-Party, große Kunst an einem kleinen Ort und feines Handwerk für die Weihnachtszeit.

Michael Ballack (Foto), langjähriger Fußballprofi, hatte sich unter die Gäste gemischt, wollte aber nicht offiziell fotografiert werden. "Ich bin heute privat unterwegs", sagte er am Samstagabend bei der Aftershow-Party zur alljährlichen Hausmesse des Unternehmens Getränke-Pfeifer. Und deshalb hatte wahrscheinlich ein Großteil der etwa 1000 Abendgäste gar nicht mitbekommen, welcher Promi da mit Gastgeber Udo Pfeifer und CFC-Coach Patrick Glöckner am Tisch saß. Kurz zuvor hatte Pfeifer in seiner Begrüßungsrede noch einmal leidenschaftlich klar gemacht, wie wichtig der Fußball für Chemnitz sei. Und natürlich sprach er auch über den Mauerfall vor genau 30 Jahren. Der habe ja überhaupt erst ermöglicht, dass es Unternehmen wie den Getränkelogistiker heute so geben kann. "Auf alles, was wir in den 30 Jahren erreicht haben, sollten wir uns heute besinnen", so Pfeifer. "Darauf heben wir jetzt das Glas!"

Peter Prager (Foto), Schauspieler, wandelte am Samstagabend auf den Spuren des Namensgebers der Wittgensdorfer Kirchner-Grundschule. Der bekannte Fernseh-Mime trug da vor, warum sich der Komponist, Organist und Pianist Theodor Kirchner einst selbst als " großen Lump" bezeichnete. Das Musikgenie, welches damals in Wittgensdorf lebte, soll nämlich nicht nur seine Musikerkollegin Clara Schumann so umworben haben, bis sie seine Geliebte wurde und ihm als einem der wenigen das "Du" gewährte. Kirchner galt auch als Spieler und soll so auch schumannsches Geld verlumpert haben. Die ganze Geschichte wurde nun also musikalisch und szenisch in der Grundschule aufgearbeitet - mit Prager am Mikro und einem Damen-Ensemble für die musikalische Vertonung. Die Idee zur Veranstaltung hatte die langjährige Dresdner Musikprofessorin und Pianistin Heidrun Richter, die auch den Kontakt zu Peter Prager knüpfte. Die Schultüren zur Veranstaltung schloss derweil die Wittgensdorferin Christine Esche auf. Sie organisiert seit fast 20 Jahren die zweimal im Jahr stattfindende Veranstaltungsreihe "Große Kunst in kleinem Ort".

Susan Hutter, mit ihrem Mann Roland Keilholz Betreiberin des Gastronomieunternehms "Alexxanders", hat zum zweiten Mal in Folge mit feiner Hand Chemnitzer Manufakturen zusammengeführt. Ein Wochenende lang stellten sich beim Winter-Manufakturmarkt Eierlikör und Seifenmacher, Gourmets und Ambienteverschönerer im Pumpwerk Eins an der Zschopauer Straße vor. "Unser Markt soll kurz vor Weihnachten zeigen, was in der Stadt alles Außergewöhnliches produziert wird", so Susan Hutter. Am Freitagabend wurde der Markt mit einem Schmankerl- und Winzer-Glühweinfest eröffnet. Da steckten Wirtschaftsexperten und Künstler, Händler und Gastronomen die Köpfe zusammen, naschten Marillenknödel und Hirschgulasch, nippten an Punsch und Weinspezialitäten. Und zwischendrin ging es immer mal rein ins Warme - gucken, was man in ein paar Wochen unter den Weihnachtsbaum legen kann.

Bibi Arnold (Foto), Inhaberin des Studios "Kosmetik Rabenstein", hatte sich genau den richtigen Tag heraus gesucht. Als es am Samstag draußen novembergrau und richtig ungemütlich war, zündete sie in ihrem Studio die Duftkerzen an und verwöhnte ihre Besucher so sehr, dass niemand mehr ans graue Herbsteinerlei draußen dachte. Einmal im Jahr bittet die Chemnitzerin zur Wohlfühlparty in ihre Räume. "Im November ist doch genau die richtige Zeit, damit man sich vor Weihnachten noch mal verschönern lassen kann", sagte sie. Cremes und Masken durften die Gäste bei der Kosmetikparty natürlich ausprobieren.

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