Stadtgeflüster: Unternehmerin segelt in neue Gewässer

Die Steuerübergabe mit Tanzeinlage, das Album mit Seelen-Lotterie und die Singstunde mit Frank Schöbel.

Heike Fischer, streicht die Segel. Insgesamt 15 Jahre lang war sie Inhaberin des von ihr gegründeten Vertriebsunternehmens Tradu4You. Mit maritimer Symbolik hatte sie viele ihrer Firmenprojekte vorangetrieben. Und jetzt übergab sie die Kapitänsbinde an gleich drei Nachfolgerinnen. "Nach 15 Jahren in straffem Gewässer muss man auch mal eine neue Richtung einschlagen", sagte die Chemnitzerin jetzt. Und wie zum Beweis lässt sie sich nun erst einmal eine steife Brise an der Nordsee um die Ohren wehen. Mit ihrem Ehemann, dem langjährigen BMW-Niederlassungsleiter Hansjürgen Fischer, fährt sie nämlich erst einmal an die Nordsee - an ihr Lieblingsplätzchen, schließlich hatten die beiden einst im hohen Norden geheiratet. "Langweilig wird mir auch nach dem Urlaub nicht werden", betonte Heike Fischer kurz vor ihrer Abreise. Nicht nur, weil sie als Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer Chemnitz und als Handelsrichterin auch künftig in der Wirtschaftsszene gefragt sein dürfte. Vor allem, weil sich die 61-Jährige nun endlich mal ihren Hobbys widmen will. "Ich bringe ein Buch heraus, welches sich dem Berufsleben meiner Eltern widmet. Beide waren Lehrer." Es soll unter dem Titel "Ein Leben, zwei Lehrer, drei Systeme" demnächst erscheinen. Und an der Volkshochschule hat sie sich auch angemeldet. Immer montags will sie dort künftig den Pinsel schwingen und ihre Technik in der Aquarellmalerei verbessern. Eine neue Firma wird sie zudem ins Fahrwasser bringen. "Das Konzept ist aber noch nicht spruchreif", gibt sie sich geheimnisvoll. Als sie den Abschied aus ihrem Vertriebsleben feierte, freute sie sich über eine Anerkennung ganz besonders: Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hielt eine Rede auf Heike Fischer. Die Rathauschefin sprach frei, denn das Licht auf der Bühne reichte einfach nicht aus, um ihre Stichworte zu erkennen. Dafür drehten die Scheinwerfer zu späterer Stunde richtig auf. Als Musiker Matthias "Mazze" Wiesner in die Saiten griff, hielt es viele Gäste nicht mehr auf den Sitzen. Auch Heike Fischer wirbelte im Partyraum "Pentagon 3" über das Parkett. Im Arm hielt sie diesmal jedoch nicht ihren Ehemann, sondern ihren über 80-jähriger Vater.

Matthias "Mazze" Wiesner, Musiker und Multiinstrumentalist, gibt derzeit auch im Studio den Ton an. In Erfurt nimmt er gerade sein viertes Album auf. Es soll "Seelen-Lotterie" heißen. Die Texte schreibt der Chemnitzer selbst, ebenso spielt er nahezu alle Instrumente eigenhändig ein, die später auf der Platte zu hören sind. Es dürfte eine richtige Achterbahn der Gefühle werden, auf die der Musiker seine Fans mitnimmt: Er singt auf seinem neuen Album über den Verlust - erst vor Kurzem musste er sich von seinen geliebten Großeltern verabschieden -, aber auch über die Liebe zu seinen Kindern. Selbst das Kino hat ihn zu neuen Liedern inspiriert. "Ich habe den Film 'Joker' gesehen und er hat mich dazu gebracht, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, die am Rande der Gesellschaft leben", so Wiesner. Die Zeit im Studio genieße er sehr, die Zurückgezogenheit, die Ruhe. In wenigen Tagen geht es nämlich wieder mit Riesentrubel los. Dann startet der Leader der "Moments"-Dinnershowband die Proben für den Auftrittsmarathon rund um den Jahreswechsel. "Bis in den Januar hinein komme ich da kaum zum Durchatmen", freut sich Matthias "Mazze" Wiesner. Sein neues Album präsentiert er dann im April kommenden Jahres - genau wie die "Moments"-Show läuft das Premieren-Konzert in der Eventhalle "Kraftverkehr".

Stefan Katzorke und Axel Schweppe, beide Fachanwälte für Strafrecht, freuen sich über eine Auszeichnung, die sie bereits mehrfach in Folge ausgesprochen bekamen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" führte die in Chemnitz lebenden Rechtswissenschaftler mit jeweils eigener Kanzlei erneut unter den besten Strafverteidigern des Landes. "Die wiederholte Auszeichnung bestätigt meine kontinuierliche Arbeit auf hohem Niveau, die von Kollegen und Mandanten gleichermaßen geschätzt wird", so Schweppe. Auch Stefan Katzorke nahm die Auszeichnung als Anerkennung und Ansporn seiner Rechtstätigkeit auf.

Frank Schöbel, Schlagersänger, ist auf der Suche nach Chemnitzer Kindern, die gut bei Stimme sind. Mit ihnen will er am 6. Dezember in der Markuskirche über "Fröhliche Weihnachten in Familie" singen. "Ich würde mich sehr freuen, wenn Mädchen und Jungen aus Chemnitz mit mir auf die Bühne kommen würden", sagte der Sänger schon jetzt voller Vorfreude. Er verriet auch, wie es am besten funktioniert, an seine Seite zu kommen: "Bitte singt die erste Strophe des Liedes 'Schneeflöckchen, Weißröckchen' und den Refrain, filmt Euren Auftritt mit dem Handy und schickt den Clip bis 30. Oktober 2019 an meinen Konzertveranstalter." Der ist unter der Email office@mb-konzerte.de erreichbar. Frank Schöbel bat aber auch: "Schreibt unbedingt dazu, dass Ihr aus Chemnitz kommt!" Sonst könne er später nicht richtig zuordnen, für welchen Auftrittsort sich die Kinder bewerben. Schöbels Album "Weihnachten in Familie" war zu DDR-Zeiten die meistverkaufte Amiga-Platte.

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