Stadtgeflüster: Vom Gericht direkt ins Theater

Eine stürmische Begrüßung, eine kunstvolle Kanzlei und eine gruselige Begegnung.

Regina Tolksdorf, Richterin, erlebte einen stürmischen Empfang an ihrem ersten Tag am Chemnitzer Amtsgericht. Sie ist seit dem gestrigen Freitag dessen neue Präsidentin. Beim Fototermin vor ihrer neuen Arbeitsstelle pustete der Wind immer wieder die Frisur der Juristin durcheinander. "Das geht aber so nicht", sagte Regina Tolksdorf lachend und zwickte sich eine Haarsträhne hinter das Ohr. Ihre neue Tätigkeit will sie entgegen der stürmischen Begrüßungsszene aber mit Ruhe und Gelassenheit angehen. "Es gibt große Themengebiete, wie die Digitalisierung in der Justiz, die mit Geduld und Verständnis umgesetzt werden müssen", blickte sie voraus, als sie erstmals an ihrem neuen Schreibtisch Platz genommen hatte. Sie freue sich aber nicht nur auf die administrativen Aufgaben, sondern auch darauf, in Chemnitz als Richterin Urteile in zivilen Prozessen zu sprechen. Regina Tolksdorf lebt seit vielen Jahren in Zwickau, war bisher Direktorin des Amtsgerichtes in Plauen und will künftig zu ihrer Arbeit ans Chemnitzer Amtsgericht pendeln. Sie hofft, dass sie nach der Arbeit immer mal eine Vorstellung im Chemnitzer Theater besuchen oder in die Kunstsammlungen gehen kann. "Zudem würde ich mich freuen, wenn ich die Initiative Kunst in der Justiz auch in Chemnitz vorantreiben kann", so Tolksdorf.

Annette Neuerburg und Adrian Peters, Inhaber der gleichnamigen Anwaltssozietät, hatten sich eine illustre Runde eingeladen. Und machten am Dienstag ihre Kanzlei zur Galerie. In den Gängen, in den Besprechungsräumen, in den Büros - überall hing Kunst von Peter Kallfels. Er ist ein langjähriger Wegbegleiter und inzwischen Freund der Anwältin Annette Neuerburg. Und deshalb sollten auch seine Arbeiten das fünfjährige Bestehen der Kanzlei schmücken, die sich im Bürgerhaus am Wall befindet. Es gebe einen Umtrunk, Imbiss, fröhliches Geplauder und spannende Gespräche: So hatten es die Juristen aktennotizkurz in die Einladung zum Kanzleigeburtstag geschrieben. Und so unkompliziert verlief der Abend auch. Peter Kallfels plauderte über Kunstvorhaben. Sein Galerist Ulf "ich bin auch ein Kall-, aber ein Kallscheidt" witzelte über Namensverwechslungen. Und die wasserverrückten Sportler Jörg Stingl und Stev Theloke - im kommenden Jahr wollen sie durch die Ostsee schwimmen - schwärmten schon von ihrem Insel-Abenteuer. "Das Segelboot ist gebucht", rief Stingl aus, der bei seinen Meeres-Durchquerungs-Vorhaben auch von Annette Neuerburg und Adrian Peters unterstützt wird. Zur Kanzleiparty stellten die Anwälte zudem ihren schon seit 2015 in der Kanzlei tätigen Kollegen Gerit Niebergall und den neu angestellten Anwalt Philipp Burchert vor.

Cornelia Schricker (Foto), bisherige Chefin der zum edia.con-Verbund gehörenden MSG Management- und Servicegesellschaft, übernimmt jetzt die kaufmännische Geschäftsführerschaft in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz, im Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen und im Krankenhaus Bethanien Plauen. Damit tritt sie die Nachfolge von Dirk Herrmann an. Der Entscheidung war eine generelle Personalumstellung in der edia.con-Gruppe vorausgegangen. Weil der langjährige Geschäftsführer des mitteldeutschen Verbundes evangelischer Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Hubertus Jaeger, zum 30. September aus allen Leitungsfunktionen ausschied, übernahm nun Schrickers Vorgänger Herrmann dessen inhaltliche Aufgaben. Den Vorsitz der edia.con-Geschäftsführung hat derweil Anfang Oktober Pastor Frank Eibisch erlangt. Er leitet bereits seit acht Jahren die Geschicke des Konzerns in führender Position mit.

Dirk Duske, Discjockey, kam mit einer üblen Kopfwunde und Gastronom André Donath mit Augenringen, so groß wie Untertassen. Und trotzdem machten die beiden Party! Wenn zwei der stadtbekanntesten Gesichter so gruselig aussehen und trotzdem von Ohr zu Ohr strahlen, dann kann das nur ein Gag sein. Und so war es auch. Für eine Halloween-Fete im Brauclub hatten sich die beiden Nachtschwärmer so angeputzt. Bereits im vergangenen Jahr war Duske bei so einer Party mit üppigem Haarschopf erschienen. Normalerweise ist er aber bekannt für seine polierte Glatze.

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