Stadträte befürworten Neustart beim Jugendnotdienst

Mehrere neue Standorte für verschiedene Altersklassen geplant - Hoffnung auf weniger Konflikte mit Anwohnern

Zur geplanten Neustrukturierung des Kinder- und Jugendnotdienstes haben mehrere Stadträte ihre Zustimmung signalisiert. Die derzeit noch am Rande des Flemminggebietes angesiedelte Einrichtung soll geschlossen und durch kleinere dezentrale Wohneinheiten für verschiedene Altersgruppen ersetzt werden. Derzeit sind dort unter einem Dach in Obhut genommene Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren untergebracht - vom Kleinkind bis zu jungen Intensivstraftätern.

"Mit der neuen Struktur wird die Konzentration an einem Ort verringert, was sich auch für die Nachbarschaft positiv auswirken sollte", äußerte SPD-Stadtrat Maik Otto, der nach einer Reihe von Vorfällen mit Bewohnern der Einrichtung über Jahre hinweg zwischen frustrierten Anwohnern, dem Jugendamt und der Arbeiterwohlfahrt als Betreiber vermittelt hatte. Auch Sabine Pester, die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Ratsfraktion der Linken, begrüßt die Entscheidung des Jugendamtes. "Nach den jüngsten Vorfällen im Stadtteil war die Einrichtung nicht mehr aufrecht zu erhalten", sagte sie. "Leider haben wir es im Kinder- und Jugendnotdienst immer öfter mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die mehrere Problemlagen mit sich bringen und auch teilweise sehr aggressiv auftreten", so Pester. "In kleinen Gruppen kann man hier besser pädagogisch tätig werden." (micm)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...