Stadtverwaltung schafft Platz für neues Kita-Spielgelände

Der Garten der Kindereinrichtung liegt nicht direkt am Gebäude. Das soll sich ändern. Zuvor muss dafür aber ein anderes Haus abgerissen werden.

Limbach-Oberfrohna.

In den meisten Kindertagesstätten öffnet man die Hintertür und steht nach wenigen Schritten im Garten mit den Spielgeräten. In der Kita Spatzennest an der Hohensteiner Straße in Limbach-Oberfrohna ist das anders. Das Außenspielgelände ist gut 50Meter entfernt und nur über einen schmalen Weg zu erreichen. "Die größeren Kinder haben damit kein Problem. Aber für die kleineren ist der Weg mühsam", sagt die Elternratsvorsitzende Jennifer Richter. Sie macht zudem darauf aufmerksam, dass der Untergrund mit einer Art grobem Teer nicht optimal beschaffen sei. "Wenn Kinder dort hinfallen, können sie sich schnell ihre Knie aufschlagen", sagt die Mutter zweier Töchter, die die Einrichtung besuchen.

Die Stadtverwaltung als Eigentümerin des Kitagebäudes will nun handeln. Der Stadtrat hat während seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dass die Kommune mehrere benachbarte Grundstücke kauft. Etwa 200.000 Euro sollen dafür ausgegeben werden. Zu den Flächen zählt auch das alte Wohnhaus Hohensteiner Straße 65. "Wir wollen das Haus abreißen und den Außenspielplatz näher an die Kita bringen", erklärt Jesko Vogel die Pläne. Der Oberbürgermeister kann sich vorstellen, dass auf dem jetzigen Standort des Außenspielgeländes Wohnhäuser errichtet werden können. Die Verwaltung werde prüfen, ob dies möglich sei, sagt er.

Der Grundstückskauf hat eine lange Vorgeschichte. Die Flächen gehören bislang einer Erbengemeinschaft, die einem Verkauf zunächst ablehnend gegenüberstand. "Wir haben drei Jahre verhandelt", berichtet Vogel. Bis die angestrebten Veränderungen konkret werden, dürfte ebenfalls noch viel Zeit ins Land gehen. Denn nach der Abwicklung des Flächenverkaufs muss als nächster Schritt eine detaillierte Planung erstellt werden, wo genau der Spielplatz künftig zu finden sein wird und wie er aussehen soll. Erst danach können die Bauarbeiten beginnen.

Die Arbeiterwohlfahrt in Zwickau als Betreiber der Kita begrüßt das Vorhaben der Stadtverwaltung. "Das ist eine gute Idee", sagt Barbara Wiedemann, Mitglied des Kreisvorstandes. Nach ihren Angaben ist die Beschaffenheit des Außengeländes nicht mehr zeitgemäß. Das gelte auch für den Weg dorthin. "Es ist mit viel Aufwand verbunden. Wenn zum Beispiel ein Kind zur Toilette muss, muss es oft von einer Erzieherin begleitet werden", erklärt Wiedemann. Krippenkinder, die noch nicht laufen können, nutzen nach ihren Angaben das Außengelände kaum - nicht nur wegen der Distanz, sondern auch weil im Kitagebäude Treppen überwunden werden müssen. "Das wäre zu kompliziert", sagt Wiedemann. Stattdessen sei ein Wintergarten eingerichtet worden, dessen Fenster vor allem im Sommer regelmäßig geöffnet sind. Wie die Awo-Vertreterin berichtet, hat die Stadtverwaltung die Einrichtung über ihre Pläne noch nicht informiert. "Ich bin mir aber sicher, dass das noch geschehen wird."

Auch die Elternratsvorsitzende freut sich über die Pläne des Rathauses. "Wenn es so kommt, wäre das sehr schön", sagt Jennifer Richter. "In der Kita ist alles etwas in die Jahre gekommen", stellt sie fest. Das gelte nicht nur für den Außenbereich, sondern auch für das Gebäude selbst. "Wir Eltern haben mehrere Gruppenräume renoviert, obwohl das eigentlich nicht unsere Aufgabe ist", berichtet die Mutter. Richter hofft daher, dass die Stadtverwaltung sich nach der Umgestaltung des Gartens auch das Gebäude vornimmt.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...