Städtische Finanzen jetzt transparent

Rathaus holt Verzögerung bei Jahresabschlüssen auf - Mehr Einnahmen als geplant

Limbach-O./Niederfrohna.

Über die finanzielle Lage der Stadt Limbach-Oberfrohna besteht nun Klarheit. Der Stadtrat hat die sogenannten Jahresabschlüsse für 2017 und 2018 festgestellt. Darin werden alle Einnahmen und Ausgaben bilanziert. Dies ist nötig, da es im Laufe des Jahres zu Abweichungen zur Haushaltsplanung kommt, etwa weil sich Bauprojekte verzögern oder weil wegen ungeahnter Probleme Mehrkosten entstehen. 2017 stand unter dem Strich ein Überschuss von 2,2 Millionen Euro, obwohl ein Minus von 4,2 Millionen Euro prognostiziert worden war. Kämmerin Inka Heitzmann erklärte dies damit, dass die Stadt mehr Steuern eingenommen und weniger Investitionen umgesetzt habe als geplant. Ein ähnliches Bild ergibt sich für 2018. Jenes Jahr endete mit einem Plus in Höhe von einer Million Euro. Zuvor hatte die örtliche Rechnungsprüfung die Jahresabschlüsse den Stadträten zur Feststellung empfohlen, da "keine wesentlichen Mängel" festgestellt worden seien.

Die Stadt Limbach-Oberfrohna bewegt sich damit wieder im gesetzlichen Rahmen, der für Jahresabschlüsse vorgesehen ist. Diese müssen spätestens bis Ende des Folgejahres dem Stadtrat vorgelegt werden. Zwischenzeitlich befand sich die Kämmerei mehrere Jahre im Rückstand - genauso wie viele andere Kommunen in Sachsen. Der frühere Kämmerer Carsten Schmidt hatte die Verzögerungen unter anderem mit der aufwendigen Umstellung der kommunalen Finanzen auf die doppelte Buchführung begründet. Oberbürgermeister Jesko Vogel sagt, er habe seine zuständigen Mitarbeiter aufgefordert, den Jahresabschlüssen Priorität einzuräumen, damit der Rückstand aufgeholt werden kann. Die Gemeinde Niederfrohna war ebenfalls mehrere Jahre in Verzug geraten und befindet sich jetzt wieder auf dem neuesten Stand. Das Limbach-Oberfrohnaer Rathaus ist auch für die Finanzen der Nachbargemeinde zuständig.

Im kreisweiten Vergleich können sich die beiden Kommunen nun sehen lassen. Dem Landratsamt ist bislang nach Auskunft Sprecherin kein weiterer Ort bekannt, der bereits den Jahresabschluss für 2018 festgestellt hat. Sieben von insgesamt 33Städten und Gemeinden arbeiten demnach noch am Jahresabschluss für 2012. (jop)


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