Steinerne Erinnerung an das Landkreis-Jubiläum

Vor dem Mittweidaer Bahnhof soll bald eine Stele aus Rochlitzer Porphyr stehen. Sie ist aber nur eines von zwei Geschenken an die Stadt.

Mittweida.

Weniger Besucher als im Vorjahr - wohl wegen der Hitze, schätzte Constanze Winkler, Leiterin des Sport- und Kulturbetriebes, am Sonntagabend auf dem Mittweidaer Altstadtfest, weil genaue Zahlen noch nicht vorlagen. 2017 hatten rund 12.500 Menschen das Fest besucht. Dabei war das Programm mit Vereinen aus dem Landkreis und mit Ständen der Kreisverwaltung zum zehnjährigen Bestehen des Großkreises erweitert worden. Auf der Blaulichtmeile stellten sich die Kreiskrankenhäuser Freiberg und Mittweida sowie Katastrophenschutz und Rettungsdienste vor.

Sowohl in Institutionen wie dem Kreisfeuerwehrverband und dem Kreissportbund sowie auf der Ebene der Kreisverwaltung funktioniere der Zusammenschluss der drei früheren Kreise Freiberg, Mittweida und Döbeln gut, erklärte Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU). Es sei eine "Allianz aus vielen Partnern" in dem ansonsten inhomogenen Landkreis geschaffen worden. Dass sich aber längst nicht alle Bewohner mit dem Kreis identifizieren, sei ihm bewusst. Viele Menschen würden Wert auf regionale Identitäten legen, die erhalten bleiben sollten. "Nicht jeder muss sich als Mittelsachse fühlen, aber jeder sollte sich hier wohlfühlen", sagte er.

Damm übergab dem Mittweidaer Oberbürgermeister als Dank an die Gastgeberkommune der Jubiläumsfeier eine Stele aus Rochlitzer Porphyr und eine Japanische Nelkenkirsche, die auf dem Bahnhofsvorplatz aufgestellt beziehungsweise gepflanzt und an das zehnjährige Bestehen des Landkreises erinnern sollen. Der Baum soll als Symbol für ein wachsendes Mittelsachsen stehen, sagte Damm bei der Übergabe vor Vertretern aus den Partnerlandkreisen Calw (Baden Württemberg) und Gleiwitz (Polen). "Uns ist es wichtig, dass der Baum an einer prägnanten Stelle steht, an der ihn zahlreiche Mittelsachsen und Gäste sehen und sich im Frühsommer an der rosafarbenen Blütenpracht erfreuen können", sagte Landrat Matthias Damm (CDU). Er erinnerte daran, dass am 20. August vor zehn Jahren mit der konstituierenden Sitzung des Kreistages die Basis für den neuen Großkreis geschaffen wurde.

Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber nutzte die Gelegenheit und stellte den Gästen aus den Partnerlandkreisen das Projekt zum Umbau des Bahnhofsvorplatzes zu einer Schnittstelle im öffentlichen Personennahverkehr vor. Der Bahnhof hat mittlerweile unter anderem durch die Anbindung der Stadt mit Chemnitz über das Verkehrsprojekt Chemnitzer Modell an Bedeutung gewonnen. Ziel der Umbaupläne der Stadt Mittweida ist es, den Übergang zwischen Bus und Bahn zu verbessern. Weil die Arbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz derzeit noch nicht abgeschlossen sind, werden der Baum und die Stele erst im Herbst gepflanzt beziehungsweise aufgestellt. Zu deren Übergabe war auch Alt-Landrat Volker Uhlig gekommen, den sein Nachfolger Matthias Damm als einen der Gründerväter von Mittelsachsen würdigte.

Am Rande der Übergabe erklärte Oberbürgermeister Schreiber, dass die Stadt plane, im derzeit weitgehend leerstehenden Bahnhofsgebäude eine Einrichtung der Wirtschaftsförderung der Kommune anzusiedeln. Dazu sei man bereits mit der Mittweidaer Hochschule in Kontakt. Diese Idee ist laut Damm auch mit der Landkreisverwaltung abgestimmt. (mit gp)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...