Stollberg plant Ausbau von Straße

Sackgasse im Wohngebiet sorgt für Anwohner-Ärger

Stollberg.

Die Stollberger Verwaltung lässt prüfen, ob ein Ringschluss der Straße Zu den Teichen doch noch möglich ist. Das bestätigte die Beigeordnete Katharina Mann auf Anfrage des FWU-Stadtrates und stellvertretenden Bürgermeisters Günter Colditz. Demzufolge hat die Verwaltung eine Voruntersuchung in dem Wohngebiet in Auftrag gegeben. Danach ist eine Abstimmung mit dem Investor geplant.

Das Wohngebiet am Rand von Stollberg entstand nach der Wende. Im Bebauungsplan von 1994 ist die Ringstraße eingezeichnet. Dieser gilt bis heute. Eigentümer der gesamten Fläche war eine Firma, die nach dem ersten Bauabschnitt Ende der 1990er-Jahre pleiteging. Im Jahr 2010 verkaufte der Insolvenzverwalter die verbliebenen Grundstücke. Später wurden Ein- und Mehrfamilienhäuser mit bis zu 40 Wohnungen gebaut, hinzu kam eine Stichstraße in der Mitte. Aber der Ringschluss, so wie er ursprünglich vorgesehen war, ist bislang nicht entstanden. Etwa 200 Meter fehlen dafür. Die Straße ist eine Sackgasse.

Bei einer Bürgerversammlung hatten die Anwohner ihrem Ärger Luft gemacht, zuvor hatten sie mehr als 70 Unterschriften gesammelt. Die Straße gehe kaputt durch den Verkehr, Familien sorgten sich um ihre Kinder. Bürgermeister Marcel Schmidt erklärte, dass ein Bebauungsplan nicht bedeute, dass der Bauherr so bauen muss, sondern dass er es so kann. Die noch freien Baufelder, insgesamt 8000 Quadratmeter, gehören unterschiedlichen Investoren. Sie hätten dem Oberbürgermeister kein Interesse an einem Ringschluss signalisiert. Ob sich diese Auffassung nun geändert hat, dazu äußert sich die Stadtverwaltung Stollberg derzeit nicht. Auch, ob es bereits einen Zeitplan gibt, ist noch offen. (pc mit kan)

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