Streit um Bauflächen am Campus: Das sagen die Chemnitzer OB-Kandidaten

Die Technische Universität hat die Bewerber um das Oberbürgermeisteramt befragt. Bei einem Thema enthielten die Antworten viel Kritik am Rathaus.

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55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    defr0ke
    04.09.2020

    Die Idee dahinter, dass nicht universitäre Einrichtungen (Technologieunternehmen) auch auf diesem Gelände angesiedelt werden sollen, schuldet der Tatsache, dass das TCC keinen Platz mehr für neue Unternehmen bietet. Obwohl es genau deswegen gegründet wurde...

    Somit muss man für die Gründerfirmen eine neue Location zur Verfügung stellen, um zu verhindern, dass "schlaue" Köpfe mit klugen Ideen der Stadt den Rücken kehren, um woanders eine Firma zu gründen. Den Ressourcen die aus der TU hervorgehen, muss man die Möglichkeit für Standorte bieten, damit diese in Chemnitz bleiben. Und im Grunde ist es eigentlich eine gute Lösung, Zukunftstechnologie in Uni-Nähe zu haben, als am Rande der Stadt. Schließlich entstehen die Ideen solcher Startups meistens in Universitäten.

    Deshalb versteh ich überhaupt nicht die Kritik an dem Vorhaben, das Gebiet um die Uni herum für solche Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Es geht ja der Stadt hauptsächlich um technologische Produkte und diese kann man nur in Verbindung Uni mit dem Gründerunternehmen vorantreiben. Die Synergien müssen gebündelt und nicht zerstreut werden.

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    RingsOfSaturn
    04.09.2020

    Ausgangspunkt war meiner Wissens nach, dass die Flächen schon lange für die TU reserviert waren. Das Ansinnen, die Flächen für die Industrie freizugeben wurde beschlossen, OHNE vorher mit der Uni zu sprechen, obwohl es vor nicht allzu langer Zeit eine Erneuerung des Kooperationsvertrages gegeben hat. Entsprechend irritiert war das Rektorat und überlegte öffentlich den Vertrag wieder aufzukündigen.

    Eines der haarsträubenden Argumente war, dass die Uni doch genug Zeit gehabt hätte. Wenn sie nichts auf dem Areal bauen würde, müsse man das eben irgendwann anderweitig nutzen.

    Wer sowas sagt, hat keinen blassen Schimmer der Realität einer Uni. Die Finanzierung neuer Gebäude bedingt ja zusätzlich noch Projekte und Stellen für die entsprechenden Mitarbeiter*innen. Mit der minimierten Grundfinanzierung ist es nichts zu machen. Also braucht es Jahre der Beantragung, der inhaltlichen Vorarbeit, der Bürokratie usw. bis da was passiert. Am Rqnd vom Campus wird eigentlich permanent gebaut, aber die Fläche ist nicht in ein paar Jahren voll.

    Für die zukünftige Entwicklung aber absolut notwendig.

    Das Ansinnen der linken ist Nonsens. Wieso sollte man die Uni im Zentrum zerstückeln und einzelne Firmen auf dem Campus ansiedeln? Anders herum wird ein Schuh draus!

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    defr0ke
    04.09.2020

    Technologiefirmen schaffen aber auch Arbeits- und Praktikumsplätze für Studenten der Uni. Es ist ja nicht so, dass der Technologiecampus ausschließlich TU -Einrichtungen vorbehalten ist. Seit Jahren sind dort kleine bis mittelständische Firmen angesiedelt, die zum Großteil Studierende und Absolventen einstellen...

    Das beste Beispiel wäre 3D-Micromac, diverse Startups und Fraunhofer. Am Ende sind die Fraunhofer-Institute auch wirtschaftliche Unternehmen, die Umsatz generieren müssen und um Auftrage mit der Privatwirtschaft konkurieren.

    Ich denke, in der Sache sollte ein Kompromiss gefunden werden, wovon beide Seiten profitieren...

  • 9
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    fnor
    04.09.2020

    Die Uni sollte sich klar werden, wo sie wachsen will. Am Campus Reichenhainer Straße oder um die Zentralbibo am Busbahnhof. Die Bibo ist an einem kleinen TU-Standort entstanden. Klingt eigentlich danach, dass der Busbahnhof das neue Zentrum der TU werden soll und man dort ausbaut. Gleichzeitig soll das alte Zentrum weiter ausgebaut werden. Das passt nicht ganz.

  • 11
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    Kreisimaus
    04.09.2020

    Hier ist der TU Chemnitz unbedingter Vorgang zu gewähren. Forschung und Entwicklung sollten in Uninähe stattfinden und nicht am Rand der Stadt oder gar im Stadtzentrum, wie im Vorschlag der Linken. Zur Entwicklung des Gebietes um den Brühl sollte man der Kreativwirtschaft und der Kunst -> und Projektarbeit den Vorgang gewähren. Für reguläre Industriebetriebe sollte man Gebiete entlang der Hauptverkehrsachsen erschließen und für ÖPNV Anbindung per Schiene(Tram) sorgen. Chemnitz könnte etwas mehr Clusterbildung vertragen. Die City soll den Bürgern für ihre Freizeit zur Verfügung stehen und die Industrie gehört an den Rand. Zeigt der Uni, wie wichtig sie für unsere Stadt ist und vergesst auch nicht die Berufs und weiterführenden Schulen unserer Stadt. Dort wird teilweiße noch gelehrt wie 1995. Vielen Dank