Streit um hohe Baukosten wird schärfer

Stadträte drängen auf eine kritische Überprüfung der Arbeit des Baudezernats. Der Ruf nach personellen Konsequenzen wird lauter, aber auch von struktureller Überlastung ist die Rede.

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3Kommentare
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    0
    acals
    26.06.2020

    Ich gebe Ihnen @bürgerenergie, uneingeschränkt Recht - es ist a) fatal das Zuschlagskriterium zu 100 % den Preis sein zu lassen, es kann b) nur noch ein Fachanwalt die vergabe überprüfen/kontrollieren und damit c) sind Stadträte überfordert Ihren Pflichten nachzukommen.

    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten diesen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken. Dazu kann gehören das man ein Transparenzsiegel einführt: Hat die Firma, die den Zuschlag bekam geliefert wie bestellt, das in Zeit und Geldrahmen? (In Ausschreibungen sollte man dann dazu einen Passus einfliessen lassen - 1. beschreibe den Funktionsumfang komplett und lass dir 2. versichern dass das Angebot diesem zu 100 % gerecht wird. Finanzielle Nachforderungen sind ausgeschlossen.)

    Wer kontrolliert heute zeitliche EInhaltung? Ist es nicht so, dass Zeit überdehnt wird - mehr oder weniger fadenscheinig - das dafür auch Strafzahlungen anfallen, die aber durch längere Beschäftigung an der Sache mit weiterlaufender Planungssicherheit des Bezuschlagten zu keinem finanziellen Nettoverlust für diesen führen?

    Diese negative Entwicklung ist dann aber in Chemnitz auch dadurch initiiert worden, dass ein vergnügungstechnisches 30 Mio Projekt politisch durchgewinkt wurde - ohne das zu erbringende Leistungen nur ansatzweise auf dem Prüfstand standen.
    (Zur Errichtung selber gabs kostentechnisch nie Klagen - wie sind doch dort die VIP Lounges ausgestattet? Dieser Vorgang war vergabetechnisch und -rechtlich ein super-GAU!)
    Blind vor Emotionen und frei vom rationalen Handeln wurde dann schnell klar - oh - auch aussen muss was passieren. Nur ein klacks, weniger als 10 % Nachschlag ... (jeder Häuslebauer weiss das, aber uns Bürger liess frau ja nicht mit unserer Meinung gelten)

    ... und damit will ich aber auch Ihnen sagen das Sie eine (ur)eigene Aktie an diesem Misstand haben - ich lobe Sie aber auch ausdrücklich, weil Sie die Lehren daraus gezogen haben.

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    bürgerenergie
    26.06.2020

    Ja, ganz sicher liegt es auch daran, dass das neue Vergaberecht, mehr noch als bisher, die öffentlichen Bauherrn dazu zwingt, schon bei der Planung den vermeintlich „wirtschaftlichsten“ Bieter zu beauftragen. In der Praxis läuft das dann zuallermeist - wegen der größeren Subjektivität anderer Kriterien - auf den billigsten hinaus.

    Aber auch wir Stadträte haben eine maßgebliche Mitverantwortung für Abläufe, die auch funktionieren können. Das ist nämlich bei der Masse an Vorhaben (von denen übrigens dennoch die Mehrzahl ordentlich läuft) nicht immer mehr gegeben. Es ist an uns Stadträten nicht immer danach populistisch zu beklagen, sondern endlich den Anstoß für die Einführung funktionierender Abläufe zu geben.

  • 8
    4
    701726
    25.06.2020

    Sind das eigentlich noch Fachleute ? wie kann mann bei der Planung das vergessen. Ist doch nicht das erstemal, aber erstmal muß das billigste genommen werden koste es dann was es wolle.