Streit um Suchtkranken-Projekt in Chemnitz: Grüna droht mit Ausgemeindung

Die Pläne des Sozialamtes stoßen vor Ort auf nahezu einhellige Ablehnung. Für den Ortschaftsrat ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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20Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    lupus
    04.07.2020

    Wie gefährlich sind diese Menschen?
    Welchen Abstand zu einer Schule muss ihre Unterbringung haben? (geplant wären 300m)
    Wen muß die Stadt , die Kosten mit einem ungenutzten Hotel hat und für Unterbringung sorgen muß um Zustimmung für die Nutzung fragen?
    Kann eine Loslösung von Grüna neue bezahlte Posten schaffen und kann diese Tatsache den Wunsch beflügeln?

  • 8
    3
    cmi
    17.06.2020

    Ich kenne die Örtlichkeit, ich kann mir schon vorstellen, dass man da außerhalb einen halbwegs geschützten "Trinkplatz" schaffen kann (unangenehm vermutlich für die Hausbesitzer "davor" zur Chemnitzer Straße hin). Die Schule selbst ist nicht unmittelbar daneben, das Gebäude (da war mal die Schulspeisung drin) liegt aber fußläufig von der Schule und der Weg daneben führt zur Turnhalle.

    Ich glaube was hier echt nicht zu unterschätzen ist, _wie_ hier wieder von der Stadt Politik gemacht wird und die Ortschaftsräte (wenn überhaupt) dann letztendlich nur die Boten sind. Das hier der Frust gärt (zumal die Stadt auch wirklich *nichts* zu lernen scheint in all den Jahren) ist nur zu verständlich.

  • 2
    0
    harzruessler1911
    17.06.2020

    Korrektur: kein großes Konfliktpotenzial

  • 9
    2
    harzruessler1911
    17.06.2020

    Zu dem Kommentar des "Freien Wählers" braucht man wohl nichts mehr zu sagen, dazu ist die Meinung hier einhellig, ein absolutes No Go.

    Ich habe mir jetzt noch einmal den Artikel vom 03.06.2020 durchgelesen. Ich ging bei der damaligen Diskussion ja davon aus, dass diese Menschen bereits einen Entzug hinter sich haben (trockene Alkoholkranke) und es um nachfolgende Eingliederung ins soziale Leben geht.
    War dann sehr überrascht, als ich das mit dem Trinkplatz im Außengelände und nicht therapiefähig las.
    Aber gleichzeitig will man für Kultur und Beschäftigungsangebote eine Null Promille Grenze. Ehrlich gesagt verstehe ich dieses Konzept nicht ganz.
    Grundsätzlich soll auch diesen Menschen geholfen werden, den dafür vorgesehen Standort neben der Grundschule sah ich aber schon am 03.06.2020 als diskussionswürdig an, nach den neuen Erkenntnissen muss ich sagen noch mehr.
    Bei solch einem Konzept finde ich allerdings, dass da 30 Personen viel sind. Ich weiß ja nicht auf wieviel Erfahrung mit genau diesem Konzept man direkt zurückgreifen kann und eine kleinere Anzahl für den Anfang wäre erst einmal angebracht.
    Mich würde auch mal interessieren, nach welchem Prinzip die Einzel und Doppelzimmer belegt werden sollen.
    Dass die Bürger einfach so übergangen werden, hat nat. große Portion Öl ins Feuer gegossen, keine Frage.
    Weiterhin wird betont, dass großes Konfliktpotential vorliegt. Was ich aber befürworten würde wäre trotz allem die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses, wegen der Nähe zur Grundschule. Solche selbst auch ältere Straftaten gegen Kinder dürfen bei keinem zu finden sein.

  • 6
    4
    cn3boj00
    17.06.2020

    Ich glaube, dass das eigentliche Problem nicht das Projekt an sich ist. Die Menschen, um die es hier geht - dieser sogenannte Müll (auch Freie Wähler sollten sich als Mandatsträger an Etikette halten oder ihren Hut nehmen!) - zeigen keine kriminelle Energie. In der Regel sind sie einfach hilflos. Übrigens müssen Schreiber aus Chemnitz sich nicht in Vermutungen ergehen - der Grünaer Hof ist leicht zu finden.
    Das eigentliche Problem dürfte wieder einmal die Arroganz der Macht sein, mit der sich Ämter und Politiker aus dem Chemnitzer Rathaus als unfehlbar hin- und die Bürger vor vollendete Tatsachen stellen. Ich kann die Einwohner verstehen, erstens weil man sie einfach ignoriert und zweitens, weil es zunächst eine normale Schutzreaktion ist, dass man Problemzonen nicht direkt vor der Haustür haben will, wobei dieses Problem dort nur wenige haben. Und so ist es wie immer: da man solche Projekte nicht auf die grüne Wiese auslagern gibt wird es immer Betroffene geben. Mit diesen gilt es sich auseinanderzusetzen. Man kann Sie z.B. einladen, sich ein solches bereits realisiertes Projekt einmal anzuschauen.
    Neubert jedenfalls hat hier meines Erachtens über das Ziel hinausgeschossen.

  • 5
    2
    bürgerenergie
    17.06.2020

    @RingsOfSaturn
    Ja, ich danke sehr für die direkte Antwort. Bei den Freien Wählern finden sich Menschen, die als (meist sehr) aktive Leute im Ort etwas auch in diesem Gremium „für den Ort“ bewegen wollen. Sie verstehen sich dabei – meist – als unpolitisch, was wir – die wir als „die Politik“ überhaupt erst einmal wieder für mehr Verständnis werben – akzeptieren sollten. Das Beste, was wir in diesem Werben bieten können, sind eigenes Beispiel und Authentizität, wozu Eingehen auf die Belange der Menschen, genauso aber auch Rückgrat und ein mitmenschlicher, begründeter Standpunkt gehören. Das ist nicht immer leicht ... aber es lohnt sich. :-)

  • 16
    3
    bürgerenergie
    17.06.2020

    Ja, auf die Ehrlichkeit miteinander und zu sich selbst wurde nun schon mehrfach verwiesen. Danke!

    Das ergänzt den Zeitungsartikel und wird in Summe auch dem Bild besser gerecht, das sich am Montagabend im Grünaer Kulturhaussaal - zumindest mir - vermittelt hatte.

    Die Anwohner*innen, Eltern, andere Menschen aus dem Ort, Ortschafts- und Stadträte u.a. waren ruhig und konzentriert bei der Sache; bei allem Unmut. Auch wenn mir persönlich manch eine Aussage weh tat. Bei aller Sorge oder auch Angst der oder des einen oder anderen. Fast durchweg war es sehr ruhig; keine aggressive Stimmung; selten nur in der Anspannung etwas aufbrodelnd. Richtig unruhig soll es nur einmal im Vorsaal geworden sein, wo sich ein stadtbekannter Reichenbrander Stadtrat darüber beklagte, dass er nicht auch noch in den Saal durfte ... aber warum auch, schließlich waren alle Fraktionen, die sonst selten in der Ortschaft sind, nur mit einem Stadtrat zugelassen? Platz sollte ja vor allem für die Menschen aus dem Ort da sein.

    Dass die Stimmung sachlich blieb, daran hatte - unabhängig von eigener Auffassung und Aussage der Ortsvorsteher einen großen Anteil. Diese Forderung an "seine Leute" im Ort stand von vornherein im Mittelpunkt; und sie wurde beachtet. Und so hatten auch weder Rechtspopulisten, noch Rechtsextreme eine Chance, nennenswert zu punkten.

    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, die ich bei uns im Ort seit Jahren machen kann.

    Aber zurück zur Frage der Ehrlichkeit: Tief in uns drin empfinden wir oft Unbehangen vor dem Anderen, Unbekannten, wünschen uns eine heile Welt, die all das möglichst nicht an uns ran lässt. Ich behaupte auch, dass das (fast) alle Stadtteile ähnlich betreffen würde ... mit Ausnahme derer, in denen die "Andersartigkeit" fast schon zum Alltag geworden ist. Nicht wenige dort empfinden das dann dort sogar als Bereicherung. Niemals aber alle ... Es geht verflixt viel um Gefühle, Emotionen, Ängste, Unverarbeitetes ... sorry, ich bin kein Psyschologe ... ;-) Trotzdem in solcher Gemengelage brechen auch einmal Dinge heraus, die tief aus dem Innersten kommen. Die dann trotzdem unentschuldbar sind. Sie dürfen dann nur nicht so stehen gelassen werden. Für Grüna wissen das jetzt alle für das nächste Mal. Auch Ortschaftsräte, Ortsvorsteher, auch Stadträte ... sind meist keine Psychologen oder Kommunikationsexperten. An diesen strategischen Fähigkeiten fehlt es ja in Chemnitz auch an ganz anderer Stelle.

    Gehen wir bitte trotzdem weiter respektvoll miteinander um. JEDER Mensch mit JEDEM Menschen. Und trauen uns, Handeln und Aussagen, die Grenzen überschreiten, auch offen und deutlich anzusprechen. Beweisen wir Rückgrat. Sonst haben wir es miteinander weiter verflixt schwer.

  • 18
    1
    Hankman
    17.06.2020

    Ich kann den Unmut der Grünaer verstehen. Vielleicht ist der Standort wirklich nicht gut geeignet für diese Einrichtung. Wenn im Außenbereich ein "Trinkplatz" für die Bewohner entstehen soll, muss auch ein ausreichender Außenbereich vorhanden sein - das scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Bisher gibt es, wenn ich das richtig verstehen, für das Projekt nur Pläne, anscheinend ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Man sollte also weiter im Gespräch bleiben und vielleicht auch Alternativen prüfen. Was aber in der Diskussion gar nicht geht, sind menschenverachtende Äußerungen, ebensowenig die Rosinenpickerei nach dem Motto "diese Menschen sind keine Bereicherung für den Stadtteil". Man kann nicht immer nur den eigenen Vorteil suchen. Und noch ein Hinweis: Eine "Ausgemeindung" des Ortes aus Chemnitz dürfte rechtlich ein Ding der Unmöglichkeit sein. Den Verweis auf andere, früher eingemeindete Stadtteile von Chemnitz halte ich im Übrigen für durchaus berechtigt. Man hätte auch andere aufzählen können, die noch nicht lange zu Chemnitz gehören: Einsiedel, Klaffenbach, Röhrsdorf, Wittgensdorf ...

  • 37
    11
    Deluxe
    17.06.2020

    Man muß vielleicht auch mal versuchen, die Anwohner zu verstehen. Das hat nichts mit Grüna zu tun, sondern ist grundsätzlich überall so.

    Die Stadt entscheidet. Ohne auch nur einmal mit den Anwohnern oder dem Ortschaftsrat zu sprechen. Aus der Zeitung erfahren die Leute, daß es sich um nicht therapiefähige (!) Alkoholkranke handeln wird. Es ist also sonnenklar, daß Hoffnung auf Besserung nicht besteht, sondern diese Menschen, so traurig das ist, bis zu ihrem alkoholbedingten Ableben bzw. bis zur Pflegebedürftigkeit dort leben werden. Nicht therapierbar heißt, es wird dort weiter getrunken. Daran ändert auch das Alkoholverbot im Hause nichts.

    Von einem "geschützten Trinkplatz" ist die Rede. Heißt also, draußen, irgendwo vorm/hinterm Gebäude wird die Alkoholsucht befriedigt - es wird getrunken. Ohne Wertung - es ist eine objektive Tatsache, daß nicht therapierbare Alkoholiker trinken werden.
    Daß den Grünaern das vorkommt wie eine Art "Druckraum" (man kennt solche Einrichtungen für anderweitig Drogenabhängige z.B. aus Frankfurt/Main usw.), kann ich den Bürgern nicht verübeln.

    Das Kernproblem scheint mir zu sein, daß es sich nicht um eine Klinik, um zeitlich befristete Kur- oder Therapieaufenthalte mit Hoffnung auf Besserung/Genesung handelt, sondern um den dauerhaften Lebensmittelpunkt schwer kranker, alkoholabhängiger Patienten, die nicht mehr therapierbar sind und deshalb weitertrinken werden bis zu ihrem traurigen Ende.

    Im übrigen ist es doch ein sehr großer Widerspruch, wenn einerseits von Suchtkranken die Rede ist, andererseits aber als Wohnbedingung keine akute psychische Erkrankung bestehen darf. Was soll das? Suchtkrankheiten sind immer psychische Erkrankungen und werden als solche auch von der Medizin behandelt. Den Grünaern das als Beruhigungspille zu verabreichen ist reine Augenwischerei. Alle Bewohner werden, da es sich um Alkoholkranke handelt, ausnahmslos akut psychisch erkrankt sein - und zwar dauerhaft, sonst wären sie nicht dort. Ihre psychische Erkrankung ist die Suchterkrankung. Auch das ist ein objektiver Fakt, den man beim Namen nennen darf.

    Daß der Spruch mit dem "Müll" absolut indiskutabel ist, steht dabei überhaupt nicht in Frage. Aber wenn alle ehrlich zueinander wären, würde man schnell merken, daß dieses Konzept in keinem Stadtteil willkommen wäre. Das hat überhaupt nichts mit Grüna zu tun. Das wäre in Euba, Adelsberg, Draisdorf, Wittgensdorf oder Erfenschlag auch nicht anders.

  • 41
    6
    980448
    17.06.2020

    Wenn das wirklich stimmt, das ein Mitglied der "Freien Wähler", diesen schlimmen abwertenden Begriff für diese Menschen öffentlich geäußert hat, sollte sich diese Vereinigung aber ganz schnell hinterfragen, für welche Werte sie eigentlich eintritt. Im Übrigen hat bei aller Problematik niemand das "Recht", so über diese kranken Menschen zu urteilen.

  • 27
    5
    RingsOfSaturn
    17.06.2020

    @bürgerenergie
    Danke, dass sie dieser unsäglichen Aussage widersprochen haben - es ist wichtig, dass dies auch für Ort passiert und nicht nur danach in sozialen Medien.

    Danke auch für ihre Gegendarstellung. Sollte ich Dinge zusammengeschmissen haben, die nicht zusammengehören, dann tut es mir leid. Nur: sind die von ihnen geschilderten Grünaer auch die Freien Wähler aus Grüna, die solche Aussagen treffen? Denn um die ging es mir, nicht um alle Grünaer.

  • 15
    30
    vonVorn
    17.06.2020

    @RingsofSaturn, seine Sie doch froh das jemand auf das Grundgesetz hinweist, in der Politik wird das ja nicht sonderlich ernstgenommen. Ausserdem wenn jemand dafür ist hier den Obdachlosen zu helfen sehe ich auch kein Problem darin.
    Das mit den merkwürdigen Aussagen eines Ortschaftsrates zu vermengen, zeigt wie ich finde, wessen Geistes Kind Sie sind.

  • 25
    12
    DS91
    17.06.2020

    @RingsOfSaturn
    Ich bin ebenso geschockt wie Sie... solche Aussagen sollten Folgen haben!

    Damit diesen kleinen Nebensatz keiner überlesen kann... hier nochmal

    "Ein Ortschaftsrat der Freien Wähler sprach in Bezug auf die Personen, die in dem Haus betreut werden sollen, gar von "Müll", den man nach Grüna bringe."

  • 40
    8
    bürgerenergie
    17.06.2020

    @RingOfSaturn:

    Die Aussage des einen Ortschaftsrates ist vollkommen inakzeptabel und solchem gehört widersprochen. Ich habe das getan, vorort im Saal und zeitnah.

    Aber zu glauben, dies wären "die gleichen Leute", die bspw. Corona leugneten, "spazieren" gingen und im Inbegriff der Weisheit bei der Auslegung des Grundgesetzes wären, das wäre ein viel zu einfaches Bild. Gerade die Grünaer haben sich in dieser Beziehung - wie viele andere auch - vorbildhaft verhalten, haben Unterstützung organisiert, Masken genäht und finanziert. Bei uns gab und gibt es keine sinnlosen, weil ziellosen "Spaziergänge". Im Ortsblatt wirbt der Apotheker und zugleich ebenfalls einer der Ortschaftsräte explizit für verantwortliches Verhalten.

    Ich wünschte mir manchmal, dass man neben berechtigter und nötiger Kritik, öfter AUCH anerkennt und hervorhebt, was Positives geleistet wird. Dann hätten wir es wohl alle miteinander leichter.

  • 63
    7
    Suppenfrosch
    17.06.2020

    Menschen in Not als "Müll" zu bezeichnen, lässt wirklich tief blicken.

    Auf dass der betreffende Ortschaftsrat nie selbst in Not gerate.

    Wie tief ist unsere Gesellschaft schon gesunken, traurig.

  • 46
    4
    Lexisdark
    17.06.2020

    Wozu eine heile Welt vorgaukeln? Vielleicht werden sich manche dann auch mal bewusst, dass jeder mal abstürzen kann, selbst verschuldet oder nicht. Das Wissen, dass dann aber auch Hilfe bereit steht und man nicht von einem Mob empfangen wird, kann auch durchaus ein Teil zur Lösung sein. Es braucht aber auch eine geeignete Umgebung, ohne ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte usw. in der Nähe ist es aber eher eine Isolation und daher kontraproduktiv. Da kann man sowas auch gleich im Gewerbegebiet machen. Und alles in wenigen zentralen Stadtteilen zu bündeln bringt auch nichts. Jeder muss seinen Teil Beitragen. Das nennt man Solidarität, die heutzutage leider nur bis zur eigenen Haustür geht.

  • 40
    5
    bürgerenergie
    17.06.2020

    Vorsicht! Ein kleiner Versuch zur Differenzierung – wohlwissend, wie gefährlich so etwas heute sein kann ;-)

    Auch ich meine, dass es kein Recht auf eine – ja nicht der Realität entsprechende – „heile Welt“ vor der eigenen Tür, auch an der Schule der eigenen Kinder gibt. (Und ich hielte es im Übrigen gerade wegen der anstehenden Herausforderungen auch nicht für gut. Aber das ist meine persönliche Sicht.)

    Aber anzunehmen, dies würde man in anderen, auch genannten Stadtteilen anders sehen, ist meiner Meinung nach falsch. Seien wir doch bitte ehrlich miteinander und mit uns selbst.

    Der Kommentar hält zwar deutlich (und auch nötig) einen Spiegel vor, beginnt aber zugleich mit der Einteilung der Stadtteile in „Gute“ und „Böse“. Letzteres hilft wohl niemandem in der Stadt?

    Viele auch vorgestern im Grünaer Kulturhaus haben differenzierte Meinungen akzeptiert und ich glaube, dass es hier nicht anders ist.

  • 24
    41
    bicicleta
    17.06.2020

    Der letzte Teil des Kommentars ist nicht gut recherchiert. Sie vergleichen Äpfel und Birnen. Schloßchemnitz wurde 1880 eingemeindet, Markersdorf 1919 und Rabenstein 1950.

    Die Sächsische Gemeindeordnung trat 1993 in Kraft, Grüna wurde 1999 eingemeindet. Und genau deswegen gibt es in Grüna - Gott sei Dank - einen rührigen Ortschaftsrat (§65 Sächs. Gemeindeordnung), der seine Aufgaben sehr gut erledigt, nämlich die Belange der Ortschaft zu regeln und zu vertreten (§67 Sächs. Gemeindeordnung).

  • 78
    12
    RingsOfSaturn
    17.06.2020

    Die Causa Wohnheim möchte ich gar nicht kommentieren, ich habe Verständnis für alle Seiten und selbst keine Lösung für den Konflikt. Dass ich aber sowas lesen muss:

    "Ein Ortschaftsrat der Freien Wähler sprach in Bezug auf die Personen, die in dem Haus betreut werden sollen, gar von "Müll", den man nach Grüna bringe."

    Das zeigt doch, welch Geistes Kind dort spricht. Sind das nicht die gleichen Leute, die in letzter Zeit so sehr auf das Grundgesetz hinweisen? Und die in der Flüchtlingskrise gefördert haben, dass wir uns erstmal um unsere eigenen Obdachlosen kümmern sollten? Mit der Würde des Menschen ist es also doch nicht so weit her.

  • 74
    7
    Lexisdark
    17.06.2020

    An der Zschopauer Straße befindet sich eine Einrichtung, die ebenfalls Menschen mit Problemen hilft. Da kann ich nicht von unangenehmen Auffälligkeiten sprechen. Ich habe eher das Gefühl, dass die Leute immer alles wollen, was den Ort attraktiv macht und sich fast zu einem Wohlstandsviertel entwickelt. Aber Hilfe für Menschen, die am Boden sind, wird nicht einmal eine Chance gewährt. Asozial ist da noch geschmeichelt.