Taura rechnet mit Steuer-Minus

Kämmerei verhängt Haushaltssperre

Taura.

Wegen der unsicheren Haushaltslage aufgrund der Coronakrise sind neue Investitionen vorerst ausgeschlossen. Darüber informierte Bürgermeister Robert Haslinger (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Für Taura gelte seit dem 17. April eine Haushaltssperre. Sie sei von der Kämmerei der Stadt Burgstädt ausgesprochen worden. Haslinger begründete die Notwendigkeit dieses Schrittes mit den zu erwartenden Folgen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie und dem damit verbundenen Einbruch der Steuererträge. Es müsse mit erheblichen Einnahmeausfällen im kommunalen Haushalt, insbesondere bei der Gewerbe-, Einkommen-, Grund- und Umsatzsteuer, in diesem und den beiden folgenden Jahren gerechnet werden. Aktuell gehe die Verwaltung in ihrer Schätzung für 2020 von einem Minus in Höhe von 170.000 Euro aus, im kommenden Jahr könnten es noch 106.000 Euro weniger als erwartet sein. Zudem müsse die Kommune zusätzliche Kosten für Hygienemaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen und aufgrund fehlender Elternbeiträge für die Zeit der beschränkten Betreuung in Kindereinrichtungen tragen.

Bei den Entscheidungen im Rat wurde allerdings deutlich, dass die Räte keinen strikten Sparkurs steuern wollen. Sie entschieden einstimmig, dass die Vereine die für 2020 beantragten Zuwendungen erhalten sollen. 2700 Euro sind dafür in diesem Jahr vorgesehen. Neun Vereine haben zweckgebunden jeweils 300 Euro beantragt. Außerdem soll eine neue Entschädigungssatzung für die freiwilligen Feuerwehren Taura und Köthensdorf vorbereitet werden. Darin sollen vor allem die Beträge für die Aufwandsentschädigung der Funktionsträger höher angesetzt werden als bisher. (tür)

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