Trainieren mit Aussicht

Vier Jahre nach Schließung des Restaurants Flemming im 12. Stock des Klinikums gibt es für die Fläche eine neue Nutzung. Beim Blick über Chemnitz kann man künftig dort etwas für seine Fitness tun.

Altendorf.

Das seit 2015 geschlossene Restaurant Flemming war einst das Lokal mit der wohl besten Sicht über die Stadt. Vom 12. Stock des Klinikum-Neubaus an der Flemmingstraße bot sich den Gästen ein Ausblick bis auf die Hügel des Erzgebirges. Wegen der terrassenförmigen Anordnung der 110 Plätze gab es diese Panorama-Sicht beinahe von jedem Restauranttisch aus. Betrieben wurde die Gaststätte bis zu deren Schließung von der Klinik Catering-Gesellschaft, einem Tochterunternehmen des Klinikums.

Nach dem Aus des Panorama-Restaurants wurde schnell klar, dass es eine Neuauflage als öffentliches Lokal nicht wieder geben wird. Die Geschäftsführung des städtischen Unternehmens entschied, die knapp 600 Quadratmeter große Fläche im obersten Geschoss des gläsernen Anbaus am Bettenhaus umzubauen und anderweitig zu nutzen.

Wie das Klinikum mitteilt, soll dort am 20. Januar unter dem Namen "Sportif" ein Physiotherapiezentrum eröffnen - betrieben von der Tochtergesellschaft des Klinikums, der Poliklinik-Gesellschaft. Bereits am Wochenende zuvor soll es zwei Tage der offenen Tür geben, Besucher können dabei die neuen Fitnessgeräte testen und die Therapieräume besichtigen.

Hintergrund der Schließung des Restaurants war der Rückgang der Gästezahlen. Im Vergleich zu den besten Zeiten zwischen 2010 und 2012 war der Umsatz deutlich zurückgegangen. Als Grund wurden damals Lage und Image des Restaurants genannt. Das Lokal befinde sich zwar an einem "wunderschönen Ort", habe aber auch einen entscheidenden Nachteil: Man musste ins Krankenhaus gehen, um gut zu essen. Das habe viele Gäste abgehalten, so die damaligen Betreiber.

Das Flemming war 2007 eröffnet worden und hatte mit gehobener Küche geworben. In dem Restaurant hatten unter anderen der damalige sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der heutige WDR-Intendant Tom Buhrow sowie mit Asfa-Wossen Asserate aus Äthiopien ein echter Prinz gespeist.

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