Trinkwasser: 20 Haushalte noch nicht am Netz

Gemeinderat berät zu Wasserversorgung in Biensdorf und zudem über Regenrückhaltebecken in Auerswalde

Lichtenau.

Rund drei Wochen nach der Kommunalwahl trifft der Lichtenauer Gemeinderat in der Sitzung am Montagabend die Entscheidungen noch einmal in seiner bisherigen Zusammensetzung. Das neu gewählte Gremium soll seine Arbeit erst aufnehmen, wenn die Wahl von der Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises Mittelsachsen abschließend geprüft wurde, erklärte Hauptverwaltungsleiter Martin Lohse das Vorgehen und die Tagesordnung für die Sitzung.

Es gehe um die Ergebnisse einer Umfrage zur öffentlichen Trinkwasserversorgung im Ortsteil Biensdorf. In der Befragung im Auftrag des Wasserzweckverbandes ZWA sei es um Anschlüsse für alle Haushalte gegangen, die bisher ihr Trinkwasser noch aus einem Brunnen beziehen, sagte Lohse. Betroffen seien knapp 20 Grundstücke. Der ZWA plane den Anschluss der Häuser an das öffentliche Wassernetz, jedoch nicht gegen deren Willen. Deshalb werde das Gremium über das Umfrageergebnis informiert und können dazu ihre Meinung äußern.


Die Räte sollen in der Sitzung zudem einen Grundsatzbeschluss fassen, mit dem das künftige Fassungsvermögen des Regenrückhaltebeckens "Unterer Busch" im Ortsteil Auerswalde festgelegt wird. Dabei geht es um Sanierungsarbeiten, die nach Einschätzung der Verwaltung ausgeführt werden müssen. "Durch Baumwurzeln sind undichte Stellen entstanden", erläuterte Lohse. Bislang wollte der Ort das Problem im Zuge einer Erweiterung des Beckens beheben. In dem künstlichen Becken sammele sich Regen- und Schmelzwasser insbesondere von den bebauten Flächen an der Chemnitzer Landstraße. Es soll auch bei großen Mengen Niederschlag innerhalb kurzer Zeit genug Wasser speichern, um den Auerswalder Dorfbach wirksam zu entlasten.

Nach Ansicht von Fachleuten werde die Abflussdämpfung allerdings schon durch das Becken in der jetzigen Größe in ausreichendem Maß erreicht, so Lohse. Die von der Gemeinde mit der Prüfung und Berechnung beauftragten Firma sei zu dem Schluss gekommen, dass es genügt, die schadhaften Bereiche zu sanieren. Lohse schätzt, dass der Ort dafür rund 60.000 Euro ausgeben muss. (tür)

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