Umfrage zur Zukunft des Brühls: Erste Ergebnisse liegen vor

Ruhiges Wohnviertel oder eher urbaner Kiez mit Leben auf der Straße bis zu später Stunde? Dazu konnten Anwohner nun ihre Meinung äußern. Zentrale Fragen aber müssen noch geklärt werden.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium

Unsere Empfehlung

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 19,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Standard


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Sie sind bereits registriert? 

3939 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    994374
    18.07.2020

    Der folgende Kommentar bezieht sich eigentlich auf den Artikel vom 17.07.20 „Chemnitzer Brühl-Umfrage: Bewohner für spätere Nachtruhe“, welcher jedoch auf der Liste der kommentierten Artikel nicht auftaucht.
    Zu finden ist er aber hier:
    https://www.freiepresse.de/chemnitz/chemnitzer-bruehl-umfrage-bewohner-fuer-spaetere-nachtruhe-artikel10951478

    „In der Print-Ausgabe vom Freitag, 17.07.2020 gibt es zum x-ten mal schon wieder diese nun wirklich aufrüttelnde Überschrift "Brühl-Bewohner für spätere Nachtruhe" (65,1 %).
    "Um den Abstimmungsergebnissen Rechnung zu tragen will das Rathaus nun das Viertel in ein urbanes Gebiet umwandeln. Dazu bedarf es der Zustimmung des Stadtrates.“

    Meine Nachbarn, beide Rentner, wollen auch die Nachtruhe von 23 bis 07 Uhr! – Allerdings nicht wegen des „Nachtleben“, sondern damit der Baulärm nicht bereits ab 06 Uhr nervt!

    Ansonsten erfährt man über die Umfrageergebnisse nur Folgendes:
    - 26,8 % der Umfrageteilnehmer schätzen am Brühl besonders die Nähe zur Innenstadt (also auch zur neuen „Kneipenmeile“ Innere Klosterstr.)
    - 17,3 % den „Kiezcharakter“ (?)
    - 13,4 % die kulturellen Angebote
    - 11 % die soziale Infrastruktur (?)
    - 11 % das ruhige Wohnen (!)

    Leider gibt es diesen Artikel vom Freitag, 17.07.2020 nicht in der Online-Ausgabe. Kommentierungen direkt dazu sind also unterbunden.

    Die Ergebnisse der Umfrage sollen auf www.chemnitz.de (Fehlanzeige) und im Amtsblatt, Ausgabe 29, nachgelesen werden können.
    https://chemnitz.de/chemnitz/de/aktuell/publikationen/amtsblatt/2020/19188.html

    Außer den bereits o.g. Prozentwerten werden dort leider nur ausgewählte Einzelmeinungen von Umfrageteilnehmern zitiert.

    Wieso „das Rathaus“ auf Basis der dargestellten Ergebnisse zu der Schlussfolgerung kommt, das Gebiet müsse zu einem „urbanen Gebiet“ deklariert werden, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

  • 0
    1
    GPZ
    11.07.2020

    Und zu Ergänzung: Auch im Amtsblatt habe ich nichts bzgl. des 16.07. gefunden.

  • 0
    1
    GPZ
    11.07.2020

    @mops0106: Das ist mir bekannt. Aber es geht darum ALLE zu erreichen. Nicht jeder liest online. Ich lese auch lieber Papier und überfliege das pdf notgedrungen nur nach Terminen.

  • 1
    1
    mops0106
    10.07.2020

    GPZ, das Amtsblatt können Sie bei Bedarf auch online lesen.

  • 0
    1
    GPZ
    10.07.2020

    Wann gibt es denn mal nähere Infos zum 16.07. ? Zum Beispiel eine Uhrzeit. Und kann man den Termin vllt. auch irgendwie veröffentlichen, dass auch andere Bewohner davon erfahren? Wenn keiner (oder wieder nur gewünschtes Publikum) davon weiß, ist das nicht wirklich eine Infoveranstaltung.
    PS: Das Amtsblatt wird seit 1,5 Jahren trotz Beschwerden nicht mehr am Brühl zugestellt. Also damit erreicht man auch keinen.

  • 0
    2
    994374
    07.07.2020

    @GPZ @MuellerF: Ja, ich verwechsle gerne die beiden Straßen, aber die ZimmermannStr. ist ein Nadelöhr und wieso soll ich Richtung Stadtmitte (Georgstr.) fahren, wenn ich nach Norden will? Und wer bitte, wird beeinträchtigt, wenn ich den Brühl in Höhe Elisenstraße quere?
    Aus "Trotz" könnte ich sogar über den Brühl, an der Luxemburgschule vorbei, in die Hermannstr. nach rechts abbiegen.
    Ist das die gewünschte "Brühlbelebung"?

  • 4
    1
    GPZ
    04.07.2020

    Ich nehme an, dass die Elisenstraße gemeint ist...

    Aber KarlLieb vor und Georgstr. runter bzw. über Johann-von-Zimmermann und Zöllnerstraße. Finde ich zumindest nicht schlimm.

  • 5
    1
    MuellerF
    04.07.2020

    @994374: Warum? Über die Zimmermannstr. und die SraNa kommt man doch auch auf die Müllerstr. Und die Luisenstr. ist ganz woanders...

  • 0
    6
    994374
    04.07.2020

    Der Schriftzug an dieser Stelle ist eine Zumutung für die Bewohner der Luisenstr. und der K.-Liebknecht-Str., die auf die Müllerstr. wollen! Erst recht, wenn dort in der Nähe wiedermal eine Dauerbaustelle ist.

  • 0
    2
    Interessierte
    04.07.2020

    Na gut …

  • 7
    0
    MuellerF
    04.07.2020

    @Interessierte: doch, genau dort macht der Schriftzug Sinn, denn er erhält den Charakter des Brühls als Flaniermeile, statt als ampelfreie Umgehung der Hauptstraßen.

  • 1
    4
    Interessierte
    04.07.2020

    Den Schriftzug finde ich auch interessant , aber nicht dort …

  • 6
    0
    GPZ
    04.07.2020

    Mir gefällt das „ZUHAUSE“.

    @Interessierte: Was stört Sie daran?

    Und Schuld sind wohl daran die Autofahrer, die schnelle Abkürzungen um die Ampeln gesucht haben...

  • 4
    8
    Interessierte
    04.07.2020

    Und diese irrsinnigen Buchstaben mitten auf der Straße sollten mal weg , wer hat denn dazu die Zustimmung geben ?

  • 5
    1
    994374
    04.07.2020

    @Interessierte: So sehe ich das auch!

  • 2
    1
    MuellerF
    03.07.2020

    "Um den Brühl wieder zu beleben , war bestimmt nicht gemeint..."

    Das ist das Problem mit solchen Floskeln-jeder kann sich was anderes drunter vorstellen. Die Investoren & Vermieter( u.a. GGG) zB verstehen darunter volle Miethäuser- und "Umweltbedingungen", die Mieter oder gar Käufer von Wohnungen anzieht.
    Die Gastro- & Kulturszene und deren Gäste verstehen darunter eben kulturelles Leben bis oder auch mal nach 10pm, zumindest am Wochenende. Ich sehe da generell kein Problem, wenn man die "richtigen Leute" zusammenbringt. Die Chance, das von Anfang an umzusetzen, hat die Verwaltung verpennt, bzw. ignoriert, weil sie die Umwidmung der Flächen nicht VOR der "Reaktivierung" des Viertels gemacht hat.Nun wird es schwer, gegensätzliche Interessen vor Ort auszugleichen.

  • 6
    3
    Interessierte
    03.07.2020

    Um den Brühl wieder zu beleben , war bestimmt nicht gemeint , bis in den frühen Morgen hinein zu feiern , sondern mit Handwerkergeschäften bis 18 Uhr und mit Tagescafe´s mit den schon vorhandenen Sommerterrassen bis 20-22 Uhr zu beleben ...

  • 4
    1
    994374
    03.07.2020

    @DS91: "Seit 2013 ist bekannt das dieses Quartier ein Studentenquartier werden soll und entsprechend belebt wird."
    Das wurde wohl mal von irgendjemand vorgeschlagen, aber nicht entschieden. Entschieden wurde der Umbau der Aktienspinnerei.
    Die Wohngebäude wurden meist hochwertig saniert und sind voll vermietet.
    Zum Studentenviertel sollte doch das Reitbahnviertel werden? Wie ist da der Stand?
    Und wegen der Uni-Bibo wollen bestimmt nicht viele Studenten auf den Brühl ziehen. Die Nähe zu Hörsälen wird sicherlich bevorzugt, wenn der Mietpreis stimmt.
    Natürlich ist gegen gelegentliche Außenveranstaltungen nichts einzuwenden. Es darf bloß nicht so ausarten wie der "Kultursommer" 2013. Da wurde der Brühl jedes Wochenende (ab Freitagnachmittag) von Juni bis einschl. August wie irre beschallt. In der übernächsten Straße kommt von der Musik nur noch die Hälfte an (Tieftöne, also Bumm Bumm...) Da steht man natürlich einer Umwidmung des Gebietes natürlich skeptisch gegenüber. ("Wehret den Anfängen!")

  • 7
    0
    GPZ
    02.07.2020

    @Hankman: Ich bin immer noch von Ihrem Post begeistert. In genau so ein Gebiet, wie Sie es beschreiben, hatte ich erhofft zu ziehen. Wo ich auch nach einem längeren Arbeitstag noch irgendwo einen Kaffee oder Cocktail trinken kann, wo man dazu noch einen kleinen Imbiss zu sich nehmen kann, wo man vllt. ein paar Leute trifft oder kennenlernt. Wo ab und zu eine Veranstaltung ist. Wo man toleriert wird.

    2018 gab es jedoch tags und manchmal nachts heftige Ruhestörungen, die zum Glück aufgehört haben, aber deren Rückkehr ich fürchte. Es gibt noch Kleinigkeiten, die sich im Rahmen halten und mich zwar ärgern, aber ok - es gibt keine perfekte Welt. Aber ängstigend für mich ist: Mit Versendung der Umfragen beginnen im hinteren Brühlteil am Wochenende abendliche und nächtliche Musik-Veranstaltungen (inkl. Urinieren der Teilnehmer vor der Schule und an Sitzgelegenheiten, lautem Schreien, nächtlichem Skateboarden,... ). Man sollte deutlich machen, dass das nicht die Brühlzukunft ist. Zumindest hoffe ich das.

  • 5
    1
    GPZ
    02.07.2020

    @KMS1983: Wenn die Veranstaltung im Freien stattfindet und Abstand gehalten wird, ja. Sonst nicht. Und genau dieses „zieht doch weg“ spaltet. Ich hatte gedacht, der Brühl ist tolerant und sucht gemeinsame Lösungen. Wenn Ihre Art der Tonfall des Gremiums ist, dann habe ich da nichts verpasst.

  • 8
    4
    KMS1983
    02.07.2020

    @ GPZ na dann hoffe ich, dass Sie zur Diskussionsrunde am 16. offen Ihre Stimme erheben. Andernfalls steht es Ihnen ja in Chemnitz durchaus frei sich ein ruhigeres Eckchen zu suchen. Davon haben wir in der Stadt nämlich viel zu viele. Und wenn Sie keine Zeit und Lust haben den Brühlaktivitäten nachzugehen, brauchen Sie sich auch nicht wundern wenn sich Dinge verändern. Nur wer aktiv ist, kann auch mitgestalten.

  • 4
    5
    GPZ
    02.07.2020

    @DS91: Ich habe in Norddeutschland auch in einer innerstädtischen Fußgängerzone gelebt. Ich suche nicht die absolute Ruhe. Aber ich habe die Möglichkeit erwartet, ab Mitternacht zu schlafen. Und ich habe erwartet, dass die Musik am Tag bei geschlossenem Fenster abgesehen von gelegentlichen Veranstaltungen nicht lauter als mein Radio ist.

  • 4
    5
    GPZ
    02.07.2020

    @KMS1983: Schön, wenn 10-20 Leute Zeit und Lust haben. Ich arbeite um diese Zeit noch. Bei meinem Gespräch mit dem Brühlbüro wurde mir keine Möglichkeit zur Info via Mail hinterlassen. Im Stadtlabor beispielsweise ja. Weder auf der Webseite noch am Brühlbüro finde ich Hinweise. Und mir gefällt ja der Ist-Status im Prinzip. Ich möchte hier einfach wohnen und nichts ändern und habe auch keine Zeit und Lust, Brühlaktivitäten nachzugehen. Wenn ich via einer öffentlichen Agenda erfahren hätte, dass es ein Thema gibt, was mich zwingend interessiert, hätte ich mit Urlaubstag oder ähnlichem das eingerichtet. Nur nicht einfach so. Mir wurde auf Nachfrage bei einer Zeitung auf einen Link zu einem Brühlgremiumstermin verwiesen, bei dem das seitens eines Gewerbetreibenden losgetreten worden sein soll. Entschuldigung, dass ich die Gremien nicht genau auseinanderhalten kann. Nur wenn es nicht mal im Gremium war, dann hätte auch der Besuch dessen keinen Unterschied gebracht. Und beruhigen Sie sich bitte wieder etwas, denn bei Gesprächen mit dem Büro lagen meine und die dortigen Vorstellungen gar nicht soooo weit auseinander. Der Tonfall dort war auch sympathischer als der Ihre hier. Nur die Frage ist, was aus der vllt. gut gemeinten Absicht seitens der Stadt gemacht wird - sprich: Reiche kleinen Finger und die andere Seite nimmt die ganze Hand.

  • 11
    3
    DS91
    02.07.2020

    @GPZ
    "2013 habe ich nicht hier gewohnt und bis nach Norddeutschland reicht die Brühlberühmtheit nicht."

    Erstmal willkommen in Chemnitz.

    Seit 2013 ist bekannt das dieses Quartier ein Studentenquartier werden soll und entsprechend belebt wird. Bei der Auswahl der Wohnung wäre ein anderer Standort am ruhigen Stadtrand geeigneter gewesen, zumindest wenn ihnen die Ruhe so wichtig ist.

    Es sollte in dieser Stadt möglich sein neben den vielen ruhigen Stadtteilen mal ein belebten für jüngere Menschen zu etablieren!!

  • 11
    3
    MuellerF
    02.07.2020

    @Hankman: alles völlig richtig. Es ist doch ein Armutszeugnis für eine Stadt in der Größe von Chemnitz, die sich gar anschickt, europ. Kulturhauptstadt zu werden, dass sie bisher kein einziges "Urbanes Gebiet" im Flächennutzungsplan ausgewiesen hat.

  • 8
    3
    KMS1983
    02.07.2020

    @ GPZ

    Und selbstverständlich gibt es zu der Veranstaltung eine Agenda. Sogar ein Protokoll, das an alle verschickt wird, die nur einmal ihre Email Adresse hinterlassen. Also einfacher, niederschwelliger und bürgernäher kann eine Verwaltung kaum sein. Wären Sie also auch nur ein Mal im Brühlbüro gewesen und würden sich aktiv an der Gestaltung des Brühl beteiligen, anstatt hier in der Kommentarspalte kühne Behauptungen aufzustellen, wüssten Sie über alles Bescheid und hätten sich seit langem deutlich mehr Gehör für Ihre Anliegen verschaffen können.

  • 9
    3
    KMS1983
    02.07.2020

    @GPZ

    Das Brühl Gremium steht jedem offen. Es findet einmal im Monat 17 Uhr 30 statt. Regelmäßig sind dort ca. 10 bis 20 Engagierte dabei. Die schaffen es auch hinzugehen. Das Thema wurde übrigens nicht im Gremium losgetreten. Es kam von einem der Gewerbetreibenden. Kommen Sie vorbei, bringen Sie sich ein, so wie viele andere am Brühl auch und suchen Sie nicht nach Ausreden.

  • 2
    6
    GPZ
    02.07.2020

    @DS91: 2013 habe ich nicht hier gewohnt und bis nach Norddeutschland reicht die Brühlberühmtheit nicht. Das Brühlbüro habe ich kontaktiert, ebenso den Baubürgermeister und diverse andere Stellen. Ich habe meine Meinung kundgetan, nachdem ich von der Diskussion erfahren habe. Im Bebauungsplan steht nichts von Partymeile. Zahlreiche Veranstaltungen am Abend??? Bitte konkrete Beispiele inklusive einer Angabe, wie man auf diese aufmerksam werden soll.

  • 18
    0
    Hankman
    02.07.2020

    Es war zu Beginn der jüngsten Sanierungswelle klar, dass der Brühl ein belebtes Viertel werden soll. Das war er früher schon mal, nach der ersten großen Sanierung in den 70er/80er-Jahren - wobei "belebt" damals bedeutete, dass es eine größere Zahl von Restaurants und Kneipen gab.

    Wenn das Viertel nun vielleicht zum "urbanen Gebiet" umgewidmet wird, heißt das nicht, dass dort rund um die Uhr Halligalli sein wird und sein darf. Es geht nur darum, gewisse rechtliche Spielräume zu eröffnen, etwa für Musikveranstaltungen in kleinen Clubs, für Feste (es gab schon eine ganze Reihe davon) und für Gastronomie im Freien. Wenn es bei der jetzigen Ausweisung als Wohngebiet bleibt, gelten eine ganze Reihe strikte Vorgaben, etwa für den Lärmschutz und den Betrieb von "Vergnügungsstätten" - und auf deren Basis kann jeder Anwohner, der das mit dem Brühl von Anfang an falsch verstanden hat und seine heilige Ruhe haben will, gegen alles Mögliche klagen. Die Stadt hat dann schlechte Argumente und die Justiz wenig Spielraum.

    Noch mal: Es geht nicht um Musikfestivals rund um die Uhr, Rummel oder 24-stündigen Kneipen-Betrieb. Es geht darum, abends vielleicht eine Stunde länger beim Wein draußen sitzen und am Samstagabend dem Konzert einer Band in einer Bar lauschen zu können. Es sollte möglich sein, einen Mittelweg zu finden, der verschiedenen Interessen gerecht wird. Man sollte nicht nur über die Extreme - hier Dauer-Halligalli, da Grabesruhe - diskutieren. Die Realität wird vernünftigerweise irgendwo dazwischen liegen. Denn auch die Leute, die auf den Brühl gezogen sind, um in einem belebten Viertel zu wohnen, wollen irgendwann schlafen. Die Stadt muss sich allerdings Kritik gefallen lassen: Man hätte von vornherein andere Rahmenbedingungen setzen müssen. All die Diskussionen, die Umfrage, die eventuelle Neureglung - das war alles vermeidbar.

  • 10
    5
    DS91
    02.07.2020

    @GPZ

    "Es gab keine zahlreichen Informationsveranstaltungen."
    Doch die gab es, seit 2013 haben alle Bürger die Möglichkeit über verschiedene Plattformen ihre Meinung darüber kundzutun.

    Nur einige Beispiele:

    Bebauungsplan = Bekanntgabe Amtsblatt, Einwände jederzeit möglich. (Ausschreibung 2013)

    Brühlbüro per Mail oder Stadtteilmanager kontaktieren

    Die zahlreichen Brühlveranstaltungen auch am Abend.

    Sprechstunde beim Baubürgermeister
    oder per Mail

    Generell ist das eine Debatte wo es seit 7 Jahren regelmäßig Plattformen der Bürgerbeteiligung gibt. Natürlich kommt nicht immer jemand auf Sie zu und fragt sie persönlich an, welcher Meinung sie sind.
    Aber Möglichkeiten gibt es.

    Ich kenne den Fragebogen, natürlich kann er nicht alle Vorstellungen jeder einzelnen Person gerecht werden. Aber eine Tendenz ist definitiv feststellbar.

  • 6
    5
    GPZ
    02.07.2020

    @Kastenfrosch: Zunächst nicht, aber WGs konnten nach Beschwerde Bögen nachbestellen. Da aber die Online-Umfrage auch nicht fälschungssicher war (4 stellige Zahl als Nummer) - ich vermute, Bögen einfach durchgezählt... würde ich das hoffentlich nicht als entscheidend sehen... Wobei mich schon in den Fingern gejuckt hat, das zu probieren... habs aber nicht.

  • 6
    1
    Kastenfrosch
    02.07.2020

    "Dass eine WG mehrere Abstimmungsbogen bekommt und eine Familie nur einen - ob das fair ist? Aber lassen wir das mal dahingestellt..."

    Wurde das so gehandhabt? Wobei sich vom Klingelschild ja ohnehin keine zweifelsfreien Rückschlüsse auf die Zusammensetzung eines Haushaltes ziehen lassen und wieviele Personen dort leben.

  • 3
    9
    GPZ
    02.07.2020

    @DS91: Es gab keine zahlreichen Informationsveranstaltungen. Die sollen laut Artikel noch kommen. Zu einer Veranstaltung, die regelmäßig im Brühlbüro (Brühlgremium) zu Zeiten stattfindet, zu denen man als Arbeitnehmer in der Regel arbeitet, zu der es keine Agenda gibt und zu der Gewerbetreibende und zugegebenermaßen auch Interessierte kommen können, wurde plötzlich das Thema in großem Stil losgetreten.

    Und bei den Fragebogenausfüllern waren definitiv nicht nur Stimmen dafür - aber laut Artikel wohl die Mehrheit. Weiterhin habe ich den Eindruck, dass der Inhalt der Fragebögen und die Erwartung einiger daran etwas auseinandergehen.

    Kennen Sie, DS91, den Fragebogen?

    Und ehe Fragen kommen: Ich trete selbst auf diversen Wegen für meinen Standpunkt ein und bin durchaus für Mittelwege, die man finden muss. Ich habe z.B. mit Außengastronomie kein Problem. Aber mit anderen Dingen. Und welche diversen Veranstaltungen außer dem Brühlgremium (siehe oben, Termine ohne Agenda nur auf Brühlbüroseite) kennen Sie? Denn wenn es mehr gab, wo hätte man davon erfahren? Zumal ich schade finde, das in der Coronasituation durchzuführen. Das hält möglicherweise Teilnehmer ab.

  • 10
    8
    DS91
    02.07.2020

    Pixelghost


    "Ach so, und das Recht zu Gericht zu latschen ist damit auch verwirkt?

    Na dann warten Sie doch mal ab."

    Natürlich dürfen Sie vor das Gericht ziehen, das ist Ihr gutes Recht. Wenn Sie das Thema bewegt, haben Sie sicherlich an der Umfrage und den zahlreichen Informatiosveranstaltungen teilgenommen und Ihre Meinung sachlich geäußert. Sollte dies nicht der Fall sein, sagt das sehr viel über Sie und Ihrer "Lebenserfahrung" aus.


    "Nennt man LEBENSERFAHRUNG."
    Was Sie aber nie vergessen sollten, Lebenserfahrung ist keine frage des Alters. Manch einer der für sein Standpunkt selbst Eintritt und diplomatische Wege nimmt hat mehr Lebenserfahrung als so mancher der seine "Kämpfe" lieber durch andere austrägt und zum Beispiel immer sofort vor das Gericht zieht.

    Es gehört auch dazu ab und an seine persönlichen Interessen hinter gesellschaftlichen Interessen zu stellen.

    Unabhängig welchen Standpunkt Sie hier vertreten. Ich hoffe Sie haben sich an der Umfrage und den vielen Veranstaltungen beteiligt und sind nicht so eine Person die einfach nur nörgelt und wenn ihr etwas nicht passt gleich die äußerste Konfrontation über die Gerichte sucht.

  • 13
    8
    GPZ
    02.07.2020

    Dass eine WG mehrere Abstimmungsbogen bekommt und eine Familie nur einen - ob das fair ist? Aber lassen wir das mal dahingestellt...

    Ich hoffe und denke, dass es hier nicht nur um pure Zahlen geht, sondern man das ausgewogen hinbekommen will. Urbanes Gebiet heißt ja NICHT Partymeile. Man hat aber den Eindruck, dass die meisten das so verstehen.

    Denn an den letzten 4 Wochenenden waren am Brühl bis weit nach Mitternacht Freiluft- oder Balkonpartys. Und das ist nicht das Ziel.

    Interessant finde ich auch, dass in den Zeitungsartikeln oft eine Partymeile suggeriert wird, die es bei näherer Nachfrage auch nicht werden soll. Da frage ich mich, woher das "in denen Musik auch mal lauter aufgedreht werden kann" kommt. Angeblich ging es doch um ab und zu mal und im Innenraum....

  • 6
    17
    Pixelghost
    02.07.2020

    @1122334455,

    „Wer die Chance hat über die Zukunft abzustimmen und es nicht macht sollte sich danach auch nicht über Entscheidungen aufregen.“

    Ach so, und das Recht zu Gericht zu latschen ist damit auch verwirkt?

    Na dann warten Sie doch mal ab.

    Nennt man LEBENSERFAHRUNG.

    Und Sie schreiben selbst: Sollte.

  • 31
    4
    1122334455
    02.07.2020

    @Pixelghost

    Lesen kann man aber man versteht nichts...hm?

    30,5% haben die Fragebögen ausgefüllt zurückgegeben. Die anderen 69,5% nicht.
    Wer die Chance hat über die Zukunft abzustimmen und es nicht macht sollte sich danach auch nicht über Entscheidungen aufregen.

  • 13
    17
    Pixelghost
    02.07.2020

    Mehrheitlich ( 30 % von 1360 ) wünscht man sich Gastronomie und Außengastronomie, Märkte und Straßenfeste.

    Und die 70 %?

  • 24
    9
    DS91
    02.07.2020

    Eine großartige Nachricht für den Brühl und somit auch für ganz Chemnitz. Aber auch ein weiterer Beweis wie wenig die Verwaltung Chemnitz zutraut. Es war seit der Belebung des Brühls geplant ein Kultur-kiez mit vielen Restaurants, Bars und Geschäften zu etablieren. Nur die Inkonsequente und halbherzige/Mutlose Umsetzung seitens der Verwaltung haben diese Entwicklung ausgebremst. Sollten sich die ersten Ergebnisse der Umfrage bestätigen, muss der Brühl zum urbanen Quartier entwickelt werden und die Verwaltung alle weiteren notwendigen Maßnahmen für die Belebung des Brühls einleiten.

    Ich befürchte jedoch das die Verwaltung weiterhin auf die Bremse geht und nur minimal Lösungen umsetzt.

    Es bleibt spannend!