Umleitungsstrecke B 95: Sicherheit für Fußgänger soll steigen

Weil die Annaberger Straße gesperrt ist, kürzen viele Autofahrer durch ein Wohngebiet ab. Dort geht es eng zu. Jetzt wird der Verkehr reguliert.

Harthau.

Seitdem die Annaberger Straße in Harthau wegen Bauarbeiten nicht durchgängig befahrbar ist, hat der Verkehr im Wohngebiet um Feudelstraße, Kirchsteig und Stöcklstraße stark zugenommen. Obwohl eine offizielle Umleitungsstrecke durch das Heckertgebiet und über den Südring ausgewiesen ist, sind seit Anfang April neben vielen Pkw auch zahlreiche schwere Lkw auf den engen Straßen in dem Stadtteil unterwegs.

Es gehe zu wie auf einer Transitstrecke, berichtete Anwohner Claus-D. Härtel. Mitunter kämen zwei größere Fahrzeuge nicht aneinander vorbei, auch die Polizei sei schon vor Ort gewesen, hatte Härtel berichtet. Der Sprecher der Bürgerinitiative Harthauer Runde forderte das Aufstellen von Ampeln, um die Verkehrssituation vor allem für Fußgänger sicherer zu machen. Besonders auf dem Kirchsteig gehe es gefährlich zu. Hinzu kommt, dass die Straßen keinen Bürgersteig haben und Schulweg sind.


Hatte die Stadtverwaltung Mitte April noch mitgeteilt, dass sie den Einsatz von Ampeln in dem Gebiet prüfe, hat sie nun reagiert. Am gestrigen Freitagvormittag wurden auf dem Kirchsteig zwei Ampeln aufgestellt. Eine Anlage steht im Kreuzungsbereich zur Stöcklstraße nahe der Eisenbahnbrücke, die zweite wurde an der Einmündung zur Feudelstraße installiert, teilte eine Stadtsprecherin mit.

Die Ampeln sollen die Verkehrssicherheit auf dem beengten Straßenabschnitt des Kirchsteigs erhöhen, erklärte die Sprecherin. Insbesondere solle dadurch Begegnungsverkehr ausgeschlossen werden. Claus-D. Härtel hatte mehrfach beobachtet, wie Lkw im engen Kirchsteig stecken geblieben waren und nur mit Mühe ihre Fahrt fortsetzen konnten.

Der Verkehr in dem Gebiet habe auch in den vergangenen Tagen nicht abgenommen, berichtete der Anwohner. Er freue sich, dass die Ampeln nun aufgestellt wurden, sagte er am Freitag. Die Bürgerinitiative sei zufrieden, nachdem die Stadtverwaltung gehandelt habe: "Die Ampeln machen es für Fußgänger sicherer, besonders auch für die Schüler, wenn am Montag wieder die Schule beginnt", sagte er.

Dennoch ist er weiterhin besorgt, denn die Autofahrer seien besonders an den Ampeln zu schnell unterwegs, hat er bereits beobachtet. "Sobald grün wird, zeigen die Fahrer, was in ihren Autos steckt", sagt Härtel. Dabei gelte auf den Anwohnerstraßen Tempo 30. Die Stadtverwaltung kündigte am Freitag an, dass in dem Gebiet auch weiterhin Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.

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