Union-Mitarbeiter: "Wir wollen das doch nicht aufgeben"

Ein Job bei der Chemnitzer Werkzeugmaschinenfabrik war der jahrelange Traum von Jörg Schmidt. Jetzt steht das Unternehmen vor dem Aus - und der 53-Jährige vor einer ungewissen Zukunft.

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9Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Nixnuzz
    24.07.2019

    Soweit ich aus entsprechenden Privatgesprächen rausgehört habe, wird diese Kernmannschaft aus dem Kapitalvermögen der Eigentümer-Konstruktion entlohnt. Maschinenverkäufe bzw. Rechnungseingänge sind wohl mehr gegen Null. Noch trägt die Hoffnung auf bessere Zeiten Anfang nächsten Jahres.

  • 1
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    WolfgangPetry
    24.07.2019

    Schon mal erwogen diesem Arbeitgeber den Rücken zu kehren?

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    0
    Nixnuzz
    24.07.2019

    Nur mal so am Rande aus dem goldenen Westen: Meine Tochter - seit annähernd 20 Jahren - in einer weltweit vertreibendender Firma wird jetzt als "Firmenausleiharbeiterin" zu Zulieferanten als "Aushilfskraft" geschickt, um nicht in die Arbeitslosigkeit mangels Aufträgen zu fallen. Das "Outsourcen" ihrer Firma ist soweit machbar durch, die Reduzierug der Belegschaft auf eine "Kernmannschaft" wurde soweit bezahlbar erledigt. In wieweit die Russland-Sanktionen auf 3 Umwegen bis zur Firma durchschlagen weiß ich nicht. Zumindest waren die EU als auch die USA die Hauptabnehmer. Ein vermindertes Gehalt erhält sie - noch....

  • 4
    2
    WolfgangPetry
    23.07.2019

    Das ist alles nicht schön und dass die Millionenverluste des Betriebes vor allem an wegbleibenden Aufträgen aus Russland wegen der Sanktionen aufgelaufen sind ist bitter.
    Trotzdem bleibt auf Firmenebene die Frage, ob man sich ausreichend um neue Märkte und Kunden bemüht oder Produkte verändert hat, um weiter Umsätze zu generieren.
    Auf der privaten Ebene wundert es schon, dass man nach fast 2 Jahrzehnten im Unternehmen mit nach eigener Aussage regelmäßigen Gehaltssteigerungen ein "altes Haus" mit "Finanzierung über Jahrzehnte" abstottern muss, während die Ehefrau ihrem Hobby nachgehen kann, anders kann man es nicht nennen wenn sie nur ein Einkommen erzielt was "kaum wahrnehmbar" ist. Jeder wie er möchte, und ich wünsche keinem dass am Ende das Haus auf der Kippe steht, aber ein wenig Klage auf hohem Niveau scheint es schon zu sein.

  • 6
    6
    Maresch
    23.07.2019

    @cn3boj00.
    Wenn Union derzeit ein attraktiver Betrieb mit innovativen Produkten wäre, für die es langfristig und prognostizierbar eine Nachfrage im In- und Ausland mit Gewinnerwartung gibt, dann würden sich auch Investoren finden. Das hat mit Politik nichts zu tun. Sie investieren ja auch nicht in einen 'Tante Emma Laden', der neben einem Rewe Markt eröffnet, oder?

    Firmenpleiten, Insolvenzen, Schließungen usw. sind das Normalste der Welt. So etwas soll auch jeden Tag hundertfach ‚im Westen‘ vorkommen. Ansonsten würden kaum neue Unternehmen entstehen können.

    Und 'die Schwäbische Alb' hat sich ihren Wohlstand nach 1945 auch selbst erarbeiten müssen. Mit 45 Jahre technischem und unternehmerischem Vorsprung und schon Milliarden von privat investierten DM und schon lange zurückgezahlten Krediten, die wieder neue Investitionen erlaubten. Dazu kommen jahrzehntealte dauerhaft und weltweit bestehende Vertriebs- und Handelspartner und was am wichtigsten ist, Kunden, die die teuren Produkte aufgrund derer Qualität und Spezialisierung auch zu horrenden Preisen kaufen, was sich in den Löhnen der Angestellten ebenfalls seit Jahrzehnten niederschlägt.

    In diesen 45 Jahren wurden der Mittelstand und private Unternehmen durch eine sozialistische Regierung in der DDR abgeschafft und zerstört, sodass auch keinerlei privates Kapital entstehen konnte. Das ist der wesentliche Grund, warum der erst neu entstandene Mittelstand in Ostdeutschland noch lange nicht an das Niveau von Baden-Württemberg, Bayern usw. heranreichen kann und vermutlich auch nie wird. Das ist auch der Grund, warum es kein einzigen ostdeutschen Dax-Konzern gibt und vermutlich auch nie geben wird.

  • 7
    7
    Franziskamarcus
    23.07.2019

    Also so traurig wie das ist muss man aber festhalten, wenn eine Firma miese macht, wird halt irgendwann der Stecker gezogen. Warum Miese ist erstmal zweitens. Und das die alten ihre Kohle rausziehen, war auch abzusehen, das Leben ist doch kein Ponyhof wo alles Leuchtet und ständig ein neuer Samariter vor der Türe steht. Nicht falsch verstehen, so ist das Leben, hart und gemein. Ich kann auch ein Lied davon singen, keine Sorge.
    Schlecht scheint er ja nicht zu verdienen, wenn man ein Haus kauft und die Frau nichts beizusteuern braucht. Wie wär es mit einem anderen Job und die Frau trägt auch was bei? Nochmal, grad solche wie sie werden doch gesucht. OK, woanders ,da regnet es halt nicht mehr so dolle ins Portemonaise, aber die Firma funktioniert und hat noch Chefs, die diesen Namen auch verdienen. Also nicht so einen neweconomie-Ossi, der meint, das Pulver neu erfinden zu müssen.

  • 21
    3
    ChWtr
    23.07.2019

    Diese "Geschichte" macht betroffen, passiert(e) sie doch flächendeckend in Mitteldeutschland.

    Das Schicksal des Mechanikers und anderer macht wütend und prangert die (teilweise) Zügellosigkeit der Privatwirtschaft an.

    Es ist einfach nur traurig und schade, dass viele traditionsreiche Firmen entweder geschlossen wurden, oder immer noch und immer wieder mit dem real existierenden Kapitalismus (Stichwort: soziale Marktwirtschaft) zu kämpfen haben.

    Man kann der Familie Schmidt nur beide Daumen drücken und alles Gute wünschen. Niemals aufgeben - ich weiß wovon ich spreche.

    Und hoffe, dass in diesem Thread mal das Parteipolitische außen vor bleibt.

  • 24
    1
    Eichelhäher65
    23.07.2019

    Das Schicksal der Familie Schmidt hätte uns auch gedroht, wenn wir nicht 1993 nach Bayern gegangen wären. Jetzt in der Rente sind wir zurück, es ist bei uns
    gerade mal so gut gegangen, auch in Bayern war und ist längst nicht alles Gold was glänzt. Der Preis waren verlorene Kontakte, nicht Kümmern-Können um Eltern, jetzt wieder Neuanfang, was auch nicht leicht ist. Wie hätte man es anders machen können ? Nicht alle können und konnten weggehen. Die Ursache ist in den Wendejahren zu suchen, der Eile, mit der die Treuhand auch gute (und vielleicht Konkurrenzbetriebe für den Westen) plattgemacht hat. Das ist alles wahrscheinlich nicht mehr gutzumachen. Es wird so weitergehen. Ob dies allerdings eine Wahlentscheidung besser machen kann, dürfte bezweifelt werden.

  • 24
    4
    cn3boj00
    23.07.2019

    Es ist zwar interessant, auch über Einzelschicksale zu erfahren, aber noch besser wäre es, wenn man sich über die Ursachen Gedanken machen würde. Denn die Union wird kein Einzelfall bleiben, eine Tatsache, die von den sächsischen Politikern bei Bier und Bratwurst immer noch keine Rolle spielt. Ein MdL, den ich darauf angesprochen habe, dass es Sachsen an Kapital in der Wirtschaft fehle, dass man sich etwas einfallen lassen müsse, um Kapitalgesellschaften dazu zu veranlassen, ihren Sitz hierher zu legen, antwortete mir, dass Sachsen doch ein starke Wirtschaft habe, aber die Situation hier eben anders sei als im Westen und nicht von Kapitalgesellschaften, sondern einem starken Mittelstand geprägt werde. Doch genau das ist ein Trugschluss! Der Mittelstand ist nicht stark genug. Er ist abhängig von Kapital aus dem Westen oder gar dem Ausland, wie die Union.
    Die Mehrzahl der sächsischen Unternehmen sind entweder direkt verlängerte Werkbank des Westens oder zumindest abhängig von Auftraggebern dort.
    Dies hat sich seit dem Ausverkauf durch die Treuhand in 30 Jahren nicht wesentlich geändert. Auf der Schwäbischen Alb gibt es auch einen starken Mittelstand. Aber das sind familiengeführte Unternehmen, die von der Wirtschaftsstärke der Region profitieren, die eben auch durch das vorhandene Kapital gesichert wird. Sachsens Mittelstand war so lange interessant, wie Sachsen sich selbst als Billiglohnland inszenierte, zu Lasten eines immer stärker werdenden Wohlstandsgefälles. Doch welches Interesse soll Kapital aus der Schwäbischen Alb oder gar aus der Schweiz oder den Niederlanden an sächsischen Unternehmen haben, wenn hier die Löhne steigen und die Gewinne sinken?
    Sachsen zählt in allen Statistiken zur Arbeit, wie Einkommen, Gewerkschaftsbindung, Tariflöhne usw. zu den Schlusslichtern in Deutschland. Sachsen hat in der Bundespolitik (wie der gesamte Osten) nichts zu melden. Im 15-köpfigen Kabinett ist Mitteldeutschland nicht vertreten (das kleine Saarland stellt gleich 3 Minister). Der Beschluss zur Ansiedlung von Bundesbehörden im Osten blieb Wunschdenken. Der Osten wird gemieden und weiter vernachlässigt. Und Leute wie Kretschmer und Dulig tun auch nichts dafür, dass sich das ändert, dass wir endlich mehr Gewicht bekommen. Die Union lässt grüßen, und das wird sich fortsetzen. Hauptsache bei den Diäten sind Sachsens Politiker Spitze. Den Dank dafür werden sie im September ernten.



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