Verbot von Handys weiter im Gespräch

Initiator will Landrat Petition übergeben

Stollberg/Aue.

Dieser Vorstoß des Auer Stadtrats Tobias Andrä (parteilos) und des bisherigen Kreiselternratsvorsitzenden Thomas Klug aus Lößnitz, an Schulen ein Handyverbot durchzusetzen, hat Zustimmung von Eltern, aber auch Gegenwind erhalten, unter anderem durch den Kreisschülerrat Erzgebirge.

Beginnen soll das Handyverbot nach Vorstellung der Initiatoren an Gymnasien und Berufsschulen. Bereits Ende dieser Woche werde er Landrat Frank Vogel (CDU) eine Petition übergeben, mit der der Landkreis aufgefordert wird, sein Gewicht als Schulträger in die Waagschale zu werfen, um Handyverbote in die Hausordnungen seiner Gymnasien und Berufsschulen aufzunehmen, kündigte Andrä an. In einem zweiten Schritt sollen ähnliche Schreiben an die großen Städte im Erzgebirgskreis gehen, die Träger von Grund- oder Oberschulen sind, darunter auch die Stadt Stollberg.

Die Initiatoren schlagen folgende Festlegung vor: Handys und andere filmfähige elektronische Geräte müssen auf dem Schulgelände, auch in Pausen, prinzipiell ausgeschaltet und in Jacken beziehungsweise Schultaschen verwahrt sein. Ausnahmen von dieser Regel sind ausschließlich zu Unterrichtszwecken und unter Beaufsichtigung von Lehrkräften gestattet. Bei einem Verstoß gegen diese Regelung wird das betreffende Gerät eingezogen und erst nach einer Information an die Eltern wieder ausgehändigt.

Ähnliche Regelungen existieren jedoch bereits an vielen Schulen, was die Frage aufwirft, ob es einer solchen Verbotsinitiative überhaupt bedarf. "Es gibt Einrichtungen, die haben das, aber auch solche, die haben noch nichts", sagte Tobias Andrä, der jetzt möglicherweise einen Rückschlag einstecken muss: Sein Mitstreiter Thomas Klug ist seit dem Wochenende nicht mehr Vorsitzender des Kreiselternrates. Dessen Nachfolger Ricky Auerswald aus Stollberg sagte, er wolle nicht über die Köpfe der anderen Mitglieder des Elternrats entscheiden. (mu)

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