Verein erfüllt Wünsche - Spendenbereitschaft sinkt

Die Vereinigung Lukas Stern will schwerkranken Menschen ihren Traum erfüllen. Doch die Einnahmen sinken. Viele Veranstaltungen wurden abgesagt - aber nicht alle.

Schwerkranken Menschen ihre Herzenswünsche zu erfüllen, das haben sich die Mitglieder des Vereins Lukas Stern zur Aufgabe gemacht. Namensgeber Lukas, ein an Leukämie erkrankter Junge, war das erste Kind, dem ein Herzenswunsch erfüllt wurde. Anfang 2016 starb Lukas. Seitdem erfüllt der Verein, der sich nahezu ausschließlich über Spenden finanziert, erkrankten Menschen jeder Altersgruppe ihre Wünsche.

Auch während der Coronapandemie erreichten Lukas Stern nahezu täglich Anfragen, berichtet Vorstandsvorsitzende Daniela Lieberwirth. "Die kranken Menschen werden schließlich nicht weniger." Doch die Spendeneinnahmen seien zurückgegangen, so Lieberwirth, ohne allerdings eine konkrete Zahl zu nennen. Sie führt die Zurückhaltung darauf zurück, dass viele Firmen durch Corona selbst in Engpässe geraten seien.

Hinzu komme, dass geplante Spendenveranstaltungen coronabedingt ausgefallen oder verschoben worden seien, so die Vereinsvorsitzende. So ist ein Wohnzimmerkonzert mit einem Chemnitzer Musiker, das im Juni geplant war, ausgefallen. Eine im Frühjahr nächsten Jahres vorgesehene Benefizgala ist ebenfalls bereits abgesagt worden. Der Erlös wäre dem Verein zu Gute gekommen. Trotzdem will sich der Verein nicht entmutigen lassen, sagt die Vorsitzende. Er habe einen finanziellen Puffer, mit dem anstehende Projekte umgesetzt werden könnten. Dazu gehöre eine Fahrt ins Legoland ebenso wie ein Ausflug in die Badelandschaft Tropical Islands.

Eine der wenigen Veranstaltungen, die stattfinden konnten, war vor wenigen Tagen eine Spendentombola in der K&S-Seniorenresidenz, mitorganisiert von Christina Wieland, leitende Ergotherapeutin des Hauses. Den Verein kannte sie schon länger, habe auch bereits gespendet, so Wieland. Durch eine Freundin sei sie auf das Projekt aufmerksam geworden. Besonders imponiere ihr, dass der Verein bei der Erfüllung von Wünschen an alle Altersgruppen denke. Für sie als Mitarbeiterin in einem Altersheim sei es wichtig, dass ältere Menschen nicht vergessen werden. Bei der Tombola sind mehr als 1500 Euro eingenommen worden - ein Ergebnis, mit dem Christina Wieland zufrieden ist, auch weil viele Unternehmen Preise stifteten.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.