Verkehr auf Johannisplatz: Änderungen nicht vor 2021

Erneuerung eines Kanals unter Limbacher Zentrum soll abgewartet werden

Limbach-Oberfrohna.

Es war im Frühjahr 2018, als es in Limbach-Oberfrohna nur noch ein lokalpolitisches Thema zu geben schien. Nachdem sich der Stadtrat dafür ausgesprochen hatte, den Johannisplatz teilweise für Autos abzuriegeln, um so den Durchgangsverkehr zu unterbinden, gingen die Innenstadthändler auf die Barrikaden. Sie sammelten Unterschriften gegen das Vorhaben, weil sie Umsatzeinbußen befürchteten. Viele Bewohner der Innenstadt unterstützten dagegen das Ansinnen der Lokalpolitiker. Nachdem Oberbürgermeister Jesko Vogel zunächst gesagt hatte, dass eine Änderung schnell umgesetzt werden könnte, korrigierte er sich später: Im Rahmen eines Generalverkehrsplanes sollen Fachleute zunächst verschiedene Möglichkeiten der Verkehrsführung ausarbeiten.

Dieser Generalverkehrsplan ist inzwischen weit gediehen. Noch in diesem Jahr sollen erste Inhalte den Bürgern vorgestellt werden, für 2020 ist die Verabschiedung im Stadtrat vorgesehen. Der Johannisplatz wird trotzdem vorerst eine verkehrsberuhigte Zone bleiben, die auch Autos durchfahren dürfen. Der Grund ist ein Bauvorhaben des Abwasserzweckverbandes Frohnbach, der einen unter dem Zentrum verlaufenden Kanal erneuern lässt. Baustart soll noch in diesem Monat auf der Bachstraße sein, der Johannisplatz folgt zu einem noch nicht definierten späteren Zeitpunkt. Da allein die Arbeiten auf der Bachstraße etwa ein Jahr dauern sollen, könnte der Johannisplatz frühestens 2021 aufgegraben werden. "Vorher fassen wir die Verkehrsregelung nicht an", betont Vogel. Es sei nicht sinnvoll, Verkehrsanlagen zu installieren, die für das Bauprojekt kurz danach wieder weichen müssten.

Vogel kann sich vorstellen, Autos vom Johannisplatz werktags nach Schließung der Geschäfte sowie am Wochenende zu verbannen, indem zu diesen Zeiten bewegliche Poller hochgefahren werden. "Das wäre ein guter Kompromiss", so der OB. Klarheit über die künftige Strategie werde es aber erst geben, wenn sich der Stadtrat mit dem Generalverkehrsplan beschäftigt habe.

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