Vermehrt Unfälle mit Fußgängern und Radlern

Ursachen laut Polizei vor allem Dunkelheit und Stress in der Adventszeit

In den vergangenen Wochen häufen sich in Chemnitz Unfälle mit Fußgängern oder Radfahrern. So ist am Montag erneut eine Fußgängerin verletzt worden, als zwischen den überdachten Gehwegen auf dem Parkplatz des Neefepark-Einkaufszentrums in Stelzendorf unterwegs war. Die 57-jährige kam aus Richtung des Haupteingangs des Einkaufszentrums und überquerte den Zebrastreifen, als sie von einem Auto erfasst wurde. Der 72-jährige Fahrer fuhr mit seinem Renault über die Parkplatzstraße in Richtung Ikea. Die 57-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei zu erhöhter Vorsicht während der dunklen Jahreszeit auf, da Fußgänger und Fahrradfahrer durch dunkle Kleidung oder unzureichende Beleuchtung erst spät zu erkennen sein können - insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen wie Schnee oder Nebel. Weiterhin seien Viele aufgrund von Stress in der Vorweihnachtszeit unkonzentriert und in Eile, daher ermahnt die Polizei Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichermaßen, im Straßenverkehr stets aufmerksam zu sein.

Seit Mitte November hat es in Chemnitz sechs Unfälle mit Fußgängern und fünf Unfälle mit Fahrradfahrern gegeben, bei denen Personen verletzt worden sind. Davon sind ein Fußgänger und ein Radfahrer an ihren Verletzungen gestorben, zwei Fußgänger und zwei Radfahrer sind schwer verletzt worden.

So starb vorigen Mittwoch eine 94-jährige Fußgängerin an ihren Verletzungen, nachdem sie zwei Tage zuvor beim Überqueren der Yorckstraße von einem Fahrzeug erfasst wurde. Im Stadtteil Kapellenberg geriet am 22. November ein Auto auf der Neefestraße in Richtung Mozartstraße ins Schleudern, streifte ein geparktes Auto auf der Gegenfahrbahn und erfasste dann eine 64-jährige Radfahrerin. Schließlich landete der Peugeot in einer Hecke rechts von der Fahrbahn. Die Radfahrerin wurde gegen ein weiteres Fahrzeug geschleudert und erlag ihren Verletzungen. Am 21. November stieß ein Opel mit zwei Fußgängern zusammen, welche die Ulmenstraße über den Zebrastreifen überquerten. Einer der Fußgänger wurde schwer verletzt, der andere erlitt leichte Verletzungen.

2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Konda
    05.12.2019

    Ich finde solche Nachrichten beängstigend. Die Zahlen der von Autofahrer*innen getöteten Fußgänger*innen und Radfahrer*innen scheint ja zu steigen. Ergreift die Polizei Maßnahmen dagegen, außer zu ermahnen?

  • 3
    3
    christophdoerffel
    04.12.2019

    Warum mahnt die Polizei, helle Kleidung, die nirgendwo in der StVO erwähnt wird an und nicht das vorgeschriebene Sichtfahrgebot?



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