Verspätete Quarantänebescheide - Eltern kritisieren Chemnitzer Gesundheitsamt

Der Quarantänebescheid lag erst im Briefkasten als die Quarantäne schon wieder aufgehoben war. Betroffene kritisieren nach einem Coronafall an einer Schule das Gesundheitsamt.

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88 Kommentare
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  • 5
    3
    KTreppil
    01.11.2020

    S.-H.als Bundesland "wirft" (wie auch andere BL) seine Touristen raus. Berufspendlern, Schüler, die von Landkreis zu Landkreis pendeln oder gar von BL zu BL gibt es da auch weiterhin. Hat es denn noch immer nicht jeder geschnallt? Arbeiten, unseren Alltag leben dürfen wir weiterhin. In unserem Privatleben, in unserer Freizeit lauert die Gefahr.

  • 12
    3
    Steuerzahler
    31.10.2020

    @Haecker: „ Aber wie wollen Sie eine Grenze zu einem benachbarten Landkreis ziehen?“
    Ich will das sicher nicht, aber wenn man das wöllte, dann wäre das ja im Wege einer Verordnung möglich, wie in S-H und anderswo praktiziert, wo man streng darauf bedacht ist, Ressourcen nur für die eigenen Leute verwenden zu müssen. In wie weit die dann eingehalten und kontrolliert wird, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Genau die, die jahrelang den öffentlichen Dienst geschrumpft und verteufelt haben, lamentieren jetzt über zu wenig Personal.
    Ja und der Landrat wird schon seinen politischen Grund haben, warum er mit den konkreten Zahlen hinter dem Berg hält. Vielleicht würden sich da unliebsamen Zusammenhänge auftun. Aber das ist bestimmt nur Verschwörungstheorie!

  • 16
    6
    Pelz
    31.10.2020

    Vervielfachung der Fallzahlen ohne Vervielfachung des Fach(!) personals. Logisch, dass es da nicht funktioniert. Warum das manche nicht verstehen, erschließt sich mir nicht...

  • 29
    4
    Haecker
    30.10.2020

    Behördliche Bescheide müssen schriftlich erfolgen. Da hat ein Gesundheitsamt keinen Ermessensspielraum. Es kann zwar eine Vorab-Information per Telefon oder E-Mail geben, aber letztlich reicht das nicht aus. Und ich kann mir vorstellen, dass auch das Chemnitzer Gesundheitsamt gegenwärtig an manchen Tagen überlastet ist.
    @Steuerzahler: Natürlich führt das Ein- und Auspendeln zu einer Verbreitung des Virus. Aber wie wollen Sie eine Grenze zu einem benachbarten Landkreis ziehen? Sicher wäre es hilfreich, wenn Landrat Vogel endlich seine Haltung aufgibt und wieder (wie im Frühjahr) genauere Angaben über das Infektionsgeschen im Erzgebirgskreis zulässt. Das könnte zu mehr Vorsicht bei diesem oder jenem Kontakt führen. Auf der Pressekonferenz am 28.10. hat er auf eine entsprechende Frage des "Freie Presse"-Journalisten zwar viel geredet, aber aus meiner Sicht nichts gesagt.

  • 39
    3
    lax123
    30.10.2020

    Steuerzahler, es gibt keine Logik mehr. Schulkinder sitzen zu 28. im Klassenraum und zu 50. im Bus. Jeder geht weiterhin arbeiten, außer die Gastronomie und Freizeitbetriebe. Laschet wird ohne Maske erwischt. Merz auch. Unser Betrieb gestattet kein Home Office, obwohl es problemlos möglich wäre. Es gibt viele Intensivbetten aber keine Pflegekräfte. Ich blicke nicht mehr durch bzw. verstehe es nicht.

  • 25
    10
    Steuerzahler
    30.10.2020

    Eine ganz ketzerische Frage: Wenn das richtig und zulässig ist, dass S-H alle Touristen auffordert, bis 2.11. das Land zu verlassen, warum lässt dann Chemnitz zu, dass aus dem höchst infizierten Erzgebirgskreis täglich viele nach Chemnitz einreisen? Ist da der Anstieg in Chemnitz nicht vorprogrammiert, ebenso wenn ab Mo viele Chemnitzer Kinder aus den südlichen Stadtbezirken nach Zschopau oder Thalheim zur Schule gehen? Was ist das für eine Logik?

  • 27
    27
    lax123
    30.10.2020

    Leider wieder mal ein Glanzstück der Chemnitzer Verwaltung. Unfähigkeit der Führung - seit Monaten war klar, dass es zu einer Zuspitzung kommt. Durch die ausgeprägte Hierarchie ducken sich alle weg, IT-seitige Unterstützung ist minimal und das geht mit Hr. Schulze genau so weiter.

  • 46
    26
    Pixelghost
    30.10.2020

    Welcher Steuerzahler hat in den neunziger Jahren nicht gejubelt, als der öffentliche Dienst – damit auch die Gesundheitsämter – personell rasiert wurden.
    War ja alles viel zu viel. Brauchte man ja alles nicht. Dann: Das Verhalten der Leute bestimmt die Arbeit des Gesundheitsamtes. Mehr Einhaltung der Corona-Regeln – weniger Infektionen – weniger Arbeit für das Gesundheitsamt – schnellere Reaktion.
    Ist ist eigentlich so einfach.
    Man hört in Kommentaren immer wieder: „ich muss einfach“, wir müssten einfach, „es muss einfach so und so sein...“

    Und dann geht „einfach Machen“ doch nicht.