Verwirrung um ein stilles Örtchen

Zenti-WC: Kritik wegen fehlender Beschriftung

Als auffällig unauffällig lässt sich das kleine schwarze Häuschen, das seit einigen Wochen an der Zentralhaltestelle steht, wohl am besten beschreiben. Ein Leser der "Freien Presse" bezeichnet es als einen "dunklen Fleck", dessen Sinn und Zweck sich nicht direkt erschließe. Aus dem Sichtfeld eines Fußgängers, der auf Bus oder Tram wartet und in Richtung Johannisplatz blickt, ist tatsächlich nicht ersichtlich, was sich im Inneren der dunklen Wände verbirgt. Man muss es einmal umrunden, um auf eine Beschriftung zu stoßen, die verrät: Es handelt sich um eine öffentliche Toilette.

Für die Benutzung des stillen Örtchens, das behindertengerecht ist, werden 50 Cent verlangt. Das Geld geht an das private Unternehmen Ströer, das die Toilette betreibt und sauber hält. Bisher gelingt das offenbar ganz gut. Im Kartendienst Google Maps, in dem das Klohäuschen bereits eingetragen ist, wird es mit viereinhalb Sternen bewertet. "Sehr sauber. Hoffentlich bleibt es so", schreibt eine Nutzerin in ihrer Bewertung. "Gut, sauber, nur etwas teuer", heißt es in einer weiteren Einschätzung. Der "Freie Presse"- Leser stimmt dem zu - eine Beschriftung auch auf der der Haltestelle zugewandten Seite wünscht er sich trotzdem. Es wäre eine Erleichterung für all jene, die sich erleichtern wollen. (schab)

Bewertung des Artikels: Ø 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen
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