Von der Auswirkung der Musik auf Hirn und Herz

Die Musikschule veranstaltet ein Symposium, um mehr Freude an Klang und Noten zu vermitteln. Dabei wird es auch um Biologie gehen.

Kaßberg.

Die Chemnitzer haben zu wenig Freude an Musik, so empfindet es zumindest Nancy Gibson, die Leiterin der Städtischen Musikschule. Das soll sich ändern. "Wir als Musikpädagogen wissen, was Musik mit den Menschen macht, wie sie miteinander verbinden kann", so Gibson. Eben dieses Wissen will sie bei einem Symposium vom 23. bis 25. November mit den Chemnitzer Bürgern teilen. Dabei soll es sich um eine Art themengebundene Tagung, ein Zusammenspiel aus Konzerten, Workshops und Vorträgen handeln.

Das Motto des Symposiums lautet "Freude an Musik", und dieser wollen sich die Organisatoren von verschiedenen Seiten nähern. Zum Beispiel ganz wissenschaftlich über den Bereich der Biologie mit Professor Martin Korte. Der Wissenschaftler erforscht die Auswirkungen von Musik auf den menschlichen Körper, etwa welche Folgen Musik für die Gedächtnisfähigkeit hat. Sein Vortrag "Wie lernen Kinder und welche besondere Bedeutung hat Musik für das menschliche Gehirn" findet am 24. November statt.

Weiterhin wird es ein Konzert mit Werken Chemnitzer Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts im großen Saal der Musikschule geben, zu dem das Ensemble 01, aber auch Musikschüler auftreten. Dazu kommen mehrere Workshops und Vorträge, die Lust auf Musik und Musikvermittlung machen sollen. Fachberaterin Ilka Dinter wird beispielsweise vor Publikum Schüler im Oboenspiel unterrichten, sodass die Zuschauer an Erkenntnissen und Lernfortschritten in Echtzeit teilhaben und Musikpädagogen Anreize für den eigenen Unterricht finden können. Auch diejenigen, die noch nie ein Instrument in den Händen hatten, aber damit liebäugeln, sollen animiert werden. Wie Nancy Gibson verrät, ist eine Typberatung geplant. Das Personal der Musikschule rät zum passenden Instrument, das vor Ort auch ausprobiert werden kann. "Denn bevor man ein Blasinstrument lernt, sollte man schauen, ob man Probleme mit der Luft hat, oder mit kleinen Händen fällt das Klavierspiel schwer", so Gibson.

Sämtliche Veranstaltungen finden in der Städtischen Musikschule an der Gerichtsstraße 1 statt und können ohne Voranmeldung und kostenfrei besucht werden oder wie Nancy Gibson verspricht: "Ich werde für jeden einen Stuhl finden und niemanden nach Hause schicken."

Das komplette Programm des Symposiums ist auf der Internetseite www.musikschule-chemnitz.de zu finden.

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