Warnstreik bei Vitesco in Limbach-Oberfrohna: Metaller fordern mehr Geld

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Limbach-Oberfrohna.

Beim Automobilzulieferer Vitesco in Limbach-Oberfrohna haben die Angestellten am Dienstagmorgen erneut die Arbeit niedergelegt. Die Frühschicht folgte dem Aufruf der Gewerkschaft IG Metall und trat in den Warnstreik. Nach Gewerkschaftsinformationen geht es für die rund 180.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen unter anderem um vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, Zukunftstarifverträge und die Angleichung der Arbeitszeit an das Westniveau.

Bei Vitesco wurden schon vergangene Woche Dienstag gestreikt. (fpe)

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    Zeitungss
    25.03.2021

    @cuzco...: Die Tugenden der DGB-Gewerkschaften sind mir durchaus bekannt. Ihre gestrige Aufzählung ist nicht neu und die Auswirkungen sind bis in meine Familie bekannt. Deshalb gehöre ich seit der Wende einer Spartengewerkschaft an, was ich noch keine Minute bereut habe, im Gegenteil. Genau aus diesem Grund möchte man sie auch loswerden und die "Arbeiterpartei" SPD (Nahles) legte dazu den Grundstein (Tarifeinheitsgesetz). Einem AG ist eine "linientreue" Gewerkschaft schon einmal lieber, die Auswirkungen haben Sie selbst aufgezählt. Arbeitskämpfe dürfen durchaus auch einmal wehtun, was Gegner jeglicher Art nicht verstehen wollen, denn sonst sind sie zwecklos. Eine dienernde Gewerkschaft, wie von Ihnen beschrieben, braucht kein Mensch.

  • 1
    1
    cuzco6170
    24.03.2021

    @Zeitungss

    Weisst Du ich bin seit 19 Jahren Gewerkschafter. Die Gewerkschaft als soziale Kraft ist unerlässlich. Um so mehr ist es wichtig das sie sich ändert und modernisiert.
    So wie sie sich jetzt gibt ist es die Chronik eines angekündigten Todes.
    Es braucht Gewerkschaften die sich an den Mitarbeiter und deren innerbetrieblichen Kulturen orientiert.
    Die auch auf die Leute an vorderster Front hört und nicht ignoriert.
    Kollegen merken Platitüden und Leersätze , da tritt dann auch keiner bei.
    Für Gewerkschaft muss man begeistern .
    Nur wer sich ändert bleibt sich treu.

  • 0
    2
    cuzco6170
    24.03.2021

    @Zeitungss
    Tja ich war halt auf Arbeit.
    Mit Umfeld was ich beschrieben habe waren Firmen gemeint die über 50 Prozent organisiert sind/waren und in denen es den Kadern der IG Metall nicht gelang ein an die Firmenkultur angepasste Strategie zu fahren um einen Tarifvertrag zu erlangen.
    Einer IG Metall die alle Ratschläge Ihrer Tarifkommision in den Wind schlägt. Einer IG Metall die eine Mitgliederversammlung abhält nach der dann 30 Mitglieder austreten weil nur Phrasen gedroschen wurden.
    Einer IG Metall die sich nach einer Tarifforderung 5 Wochen nicht blicken lässt.
    Einer Ig Metall die 2 Wochen nicht auf einen Gesprächstermin der Geschäftsführung reagiert
    Einer IG Metall die den Betriebsrat keinerlei Entlastung bietet auf dem Höhepunkt des Konfliktes.
    Einer IG Metall die Ideen der eigenen Tarifkomission nicht mal diskutiert.

    @Zeitungss Du willst mir was vom Tarif und Gewerkschaften erzählen?

  • 0
    1
    Zeitungss
    24.03.2021

    Na @cuzo..., außer ein paar rote Däumchen kommt nichts mehr. Es ist nun einmal teuflisch, wenn AN sich organisieren. Es sollte wirklich reichen, wenn diese genug Arbeit haben, was schon immer so war und auch in Zukunft der Leitfaden bleibt. An Hand der Bewertungen ist das der gewünschte Weg und es sollten demnach auch hier keine Klagen über die Bezahlung mehr geben. Leider profitieren Nichtmitglieder einer Gewerkschaft auch von deren Errungenschaften, was schleunigst geändert werden muss. Freiwillig gibt es nun einmal keinen einzigen Cent mehr, was der AN mit Sicherheit weiß. Die Unternehmerseite und Nichtorganisierte dürfen wieder oben rechts.

  • 0
    3
    Zeitungss
    23.03.2021

    @cuzc...: Schon mal überlegt, wo sind denn die Mitglieder im erwähnten Umfeld ???
    AN-Vertretung ist nun einmal nicht kostenlos und da sind wir schon beim Punkt. Sie dürfen Ihre Arbeitsbedingungen gerne selbst aushandeln, kann von Vorteil sein, mehrheitlich in der Regel eher nicht. Der "Arbeitnehmerpartei SPD" haben wir gravierende Einschnitte zu verdanken, Sprichwort Tarifeinheitsgesetz. Soll heißen, die Spartengewerkschaften müssen weg, man bewirkt gezielt zu viel. Die Hebamme dieses Gesetzes Nahles (SPD) hat sich zeitig genug aus dem Staub gemacht.
    Selbst zu normalen Zeiten gab es freiwillig keinen Nickel mehr, im Gegensatz zu ständig steigenden Leistungen. Na @cucz..., ist das Prinzip bekannt??? .... und deswegen organisiert man sich.

  • 6
    4
    cuzco6170
    23.03.2021

    Ja das sollte sie.
    In einer Zeit in der eine komplett unfähige Regierung gestützt auf eine **rrupte Partei wöchentlich Millarden verbraten, Existenzen vernichten und Bildungsbiographien brechen ist es keine Lösung vom Arbeiter Lohnverzicht zu fordern.
    Unfair ist da gar nichts. Es ist nicht Aufgabe der IG Metall die Fehler der Regierung zu lindern sondern ihre Mitglieder zu unterstützen.

    Was an der IG Metall zu kritisieren ist das es eine reine auf Automobilbranche fixierte Kadertruppe ist. Bei Firmen die aus diesem Umfeld ausscheren sind die Betonköpfe am Ende ihres Lateins. Intelligente Strategien für komplexe Situationen sind die Sache der IG Metall nicht.
    Eines der Hindernisse zu mehr Tarifbindung ist die IG Metall selber.

  • 7
    8
    Wasserfass
    23.03.2021

    Hallo zusammen, ich finde es von dieser Gewerkschaft IG Metall in der heutigen Lage ( Corona - Zeitarbeit bzw. gar keine Arbeit - Lockdown -und Existenznöte ) sehr unpassend und unfair !! Muß man denn in dieser Wirtschaftliche Lage um mehr Geld streiken ??