Warum aus einem Acker eine Blumenwiese für Insekten wird

Einen Hektar groß ist das Feld in Stelzendorf, das sich dieses Jahr in eine blühende Fläche verwandeln soll. Jetzt werden dafür Paten gesucht.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    saxon1965
    29.03.2019

    @Standpunkt2019, auch alles richtig, trifft nur eben nicht auf alle Landwirtschaftsbetriebe zu. Auch da gibt es nur auf Gewinnoptimierung arbeitende und andere, wie sie schreiben, in denen Umweltschutz integraler Bestandteil der Produktion ist.
    Da wir uns weder auf die Agrarindustriellen, noch auf gute Lobbyarbeit oder vernünftige Politiker (auch wenn es da welche gibt) verlassen können, muss meines Erachtens die Gesellschaft handeln. Zum Einen durch bewussteres Konsumieren und Einflussnahme (soweit möglich) auf die Politik.
    Ich denke, mit solchen PR-Aktionen und der entsprechenden Resonanz in der Bevölkerung, könnte man sicher Landwirtschaft und Politik nach Nachdenken bringen. Was werden die Stelzendorfer Bauern machen, wenn weit mehr als 100 Menschen eine "Patenschaft" übernehmen?
    Der Agrarbetrieb kommt bei 3.000 € Einnahmen pro Hektar recht gut weg.
    Zum Vergleich: Weizen 1.000 €/ha, Mais 1.300 €/ha, Grünland ???

  • 3
    0
    Standpunkt2019
    29.03.2019

    @Saxon1965
    Natürlich habe ich an dieser Stelle grob gezeichnet. Doch zu einfach macht es sich die Agrarwirtschaft, indem sie sich seit Jahrzehnten als Opfer der "Rahmenbedingungen" positioniert. Die "Gute landwirtschaftliche Praxis" hinterlässt ausgeräumte, artenarme Landschaften. Da ist ein Hektar Blumenwiese einfach nur ein PR-Gag. Es gibt inzwischen viele Modelle für eine nachhaltige und wirtschaftlich erfolgreiche Landwirtschaft, in der der Umweltschutz integraler Bestandteil der Produktion ist. Landwirtschaftsunternehmen haben eine starke Lobby in der Politik. Anstatt diese für den Erhalt von Subventionszahlungen auf Fläche einzusetzen, könnten sie genauso selber für die Honorierung von Umweltleistungen eintreten. Rahmenbedingungen verantwortlich gestalten!

  • 3
    1
    saxon1965
    29.03.2019

    @Standpunkt2019, sie machen es sich da zu einfach. Auch Agrarunternehmen müssen wirtschaften, Gewinne erzielen, Mitarbeiter bezahlen.
    Es bedarf anderer Rahmenbedingungen, damit anders produziert werden kann. Das Thema ist sehr komplex. Es beginnt mit der Nachfrage, Billigangeboten aus der ganzen Welt und endet bei Förderpraxis und Umweltschutz.

  • 3
    2
    Standpunkt2019
    29.03.2019

    Ein Agrarunternehmen, dass mehrere tausend Hektar Land bewirtschaftet, auf diesem mehrere tausend Kilogramm Pestizide und Kunstdünger aufbringt, sät auf einem Bruchteil von einem Promille davon eine Kleegraswiese öffentlichkeitswirksam an.
    Ein Stück Wolle an der Brust und aus dem Wolf wird ein Schaf.
    Und unsere örtliche politische Elite will gleich auch noch mit auf die Bühne. Arme Insekten, arme Vögel, armer Mensch.

  • 3
    1
    cn3boj00
    28.03.2019

    Es gibt noch Wunder! Und was mich immer bei solchen Beiträgen freut: Es gibt auch in Sachsen Menschen, dennen das wichtig ist! Das lässt doch hoffen

  • 10
    2
    KatharinaWeyandt
    28.03.2019

    Es ist ein Beispiel für das, was wir grundsätzlich (wieder) brauchen. Da ist auch politisch ein Umsteuern gefragt. Ich habe mir jedenfalls gleich 100 Quadratmeter mit einer kleinen Spende gesicht. #Chemnitzbluehtauf

  • 12
    1
    saxon1965
    28.03.2019

    Bleibt zu hoffen, dass es langsam ein Umdenken gibt und solche Aktionen nicht nur eine Modeerscheinung bleiben.
    Wenn in der Vergangenheit nicht so mancher Feldrain, Feldweg oder Heckenstreifen der industriellen Landwirtschaft zum Opfer gefallen wäre, sähe die Situation um unsere Insekten etwas positiver aus. Natürlich haben die Unkrautvernichter ebenfalls einen nicht unerheblichen Teil zum s. g. Bienensterben beigetragen. Es bedarf letztlich einem kompletten Umdenken auch in der Politik (Fördermittelpraxis).