Warum der Freistaat Bayern in Chemnitz ein Haus verkauft

So grau wie es heute aussieht, war das Eckhaus an der Straße der Nationen 47 nicht immer. Vor dem Zweiten Weltkrieg befand sich in dem Gebäude ein Lokal mit einem weltberühmten Namen.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    4
    Interessierte
    04.11.2020

    Diesen Mann gibt es wohl doch noch ?
    Was hat er denn die letzten Jahre geplant ?
    https://www.tag24.de/chemnitz/fast-vergessenes-kultlokal-mitten-im-zentrum-freistaat-bayern-sucht-kaeufer-fuers-chemnitzer-hofbraeuhaus-1706987

  • 10
    1
    KMS1983
    04.11.2020

    Kein Denkmalschutz? Na dann wirds wohl ne 0815 Sanierung und vom alten Glanz wird nix zurückkehren. Dabei täte es so gut, wenn an der Stelle wieder mal eine hochwertige Sanierung erfolgen würde und das unter Berücksichtigung des ursprünglichen Aussehens!
    Jahrelang verfallen lassen. Eine Schande. Eigentum verpflichtet, gilt auch für den Freistaat Bayern.

  • 10
    0
    707782
    04.11.2020

    @bürgerenergie
    Wir würden uns freuen, mehr von dem Gebäude zu Wendezeiten/DDR-Zeiten zu erfahren und bitten Sie mit uns (AgenturStadtWohnen Chemnitz) Kontakt aufzunehmen. Sie erreichen uns unter 0371-3557023 bzw. 0371-3557029.
    Vielen Dank.
    Das Team der Agentur StadWohnen Chemnitz

  • 11
    1
    acals
    04.11.2020

    Danke @bürgerenergie, jetzt hab ich es.

    Ein ebensolches Beispiel könnte ich aus einer anderen ostdeutschen Grossstadt berichten - denn es war präzise der Winter 95/96 (die Flüsse froren damals sogar zu). Der Wasserschaden durch die geplatzte Hauswasserleitung überschwemmte bei uns den Keller, die Kohlen waren zu 4/5 feucht - wobei ich bis Ende 03/96 dort weiter wohnte - Evakuierung hatte keiner auf dem Plan ...

    ... solche alten Häuser sind Teil der Seele einer Stadt. Jedes Einzelne zählt.

  • 5
    5
    acals
    04.11.2020

    ... wofür. Worauf bezieht sich Symbol und warum ist es ein Weiteres?

  • 19
    1
    bürgerenergie
    04.11.2020

    ... ein Symbol also auch für den hilflosen Umgang mit der Wohnungsnot zu Ende der DDR-Zeiten. Bis 1995 (spätestens 1996) mussten dann folglich die letzten Mieter "ausziehen". In " " deshalb, weil nach eingefrorener Wasserleitung - es war wohl der Winter 1995/96 - die letzt verbliebenen Bewohner mehr oder weniger "evakuiert" werden mussten.
    Zwischenzeitlich tropfte das Wasser vom Dach bis durch in die sanierten Wohnungen in der 2. Etage. Wir selbst hatten das Glück - als dann 4-köpfige Familie - bereits 1995 ein anderes Zuhause beziehen zu können.

    Ansonsten war die Wohnung wirklich sehr schön. Hell, wie im Artikel geschrieben, und mehr als 100 m² groß. Kostenpunkt bis kurz nach der Wende 41,- Mark Monatsmiete ;-). So gewollt unterfinanziert aber konnte Wohnungswirtschaft natürlich nicht funktionieren.

    Dass das graue Eckhaus einmal das Hofbräuhaus war, das haben wir Mieter alle damals nicht gewusst. Geschichtsvergessen?!

    Es wäre sehr schön, wenn es nun neu wieder ersteht! :-)

  • 14
    3
    bürgerenergie
    04.11.2020

    Auch um die Wendezeit - seit Ende der 1980er Jahre bis etwas 1992 - fanden in dem Gebäude noch einmal Ausbauarbeiten statt. Neu-Mieter der damaligen städtischen Gebäudewirtschaft bekamen hier - in Zeiten noch absoluter Wohnungsknappheit (heute kaum mehr vorstellbar!) - s.g. Ausbauwohnungen, bei denen kräftig selbst mit Hand angelegt werden musste/durfte. So wurden in mindestens 2 Wohnungen Summen von je fast 100.000 Mark (erst DDR-Mark, später DM) versenkt. Zu erkennen bspw. an den Fenstern in der 2. Etage an der Zöllnerstraße. "Versenkt" deshalb, weil weder der nasse Keller trockengelegt, noch wenigstens das Dach abgedichtet worden war. An der Hofseite schimmelten die Wände; der Schimmel schlug durch bis in die Bäder. Der Schornstein war versottet, so dass selbst die feine neue Kachelofenluftheizung nicht viel Freude machte. An der erneuerten Wohnzimmerdecke hatte man - mit "holprigem Ergebnis" - mit neuem, schon westdeutschen Material experimentiert. ;-)

    Ein weiteres Symbol ...