Warum eine Mumie am Klinikum untersucht wird

Ein besonderer Patient ist am städtischen Krankenhaus im Computertomografen geröntgt worden - und gab dabei mehrere Geheimnisse preis.

Eine rund 2300 Jahre alte Mumie aus dem Bestand des Chemnitzer Naturkundemuseums ist am Institut für Radiologie und Neuroradiologie des Klinikums untersucht worden. Mit der Computertomografie (CT) sollte die Frage geklärt werden, welches Geschlecht die Person hatte, die im antiken Ägypten nach ihrem Tod mumifiziert worden war. Die Untersuchung ergab, dass es sich um einen Mann gehandelt haben muss.

Beantwortet werden konnte auch die Frage, in welchem Alter der Mann gestorben war. Etwa 30 Jahre sei er gewesen, sagte der Direktor des Naturkundemuseums, Ronny Rößler, am Freitag der "Freien Presse". Anhand des Skeletts habe Oberarzt Silvio Brandt das ungefähre Alter des Mannes bestimmen können. Die Untersuchung sei ein großer Erfolg gewesen, berichtet Rößler, man habe mehrere DVD voll mit Daten gewinnen können.

Die Mumie befindet sich seit Ende des 19. Jahrhunderts im Bestand des Naturkundemuseums. Ein Chemnitzer Kaufmann, der damals für einen längeren Zeitraum im ägyptischen Alexandria gelebt hatte, brachte sie mit nach Hause und übereignete sie dem Museum. Die Mumie soll nun in die nächste Dauerausstellung integriert werden, auch dafür sei es wichtig gewesen, mehr über das Exponat zu erfahren, so Rößler.

Die Untersuchung am Klinikum ist von einem Filmteam des ZDF begleitet worden. Der Sender will den Fall der geheimnisvollen Mumie für die Sendereihe "Terra X" aufbereiten, die sich mit naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt.

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