Warum Wahlsieger Sven Schulze nicht Chemnitzer Oberbürgermeister werden soll

Die OB-Wahl wird von einem Ehepaar angefochten, das ein Wahlrecht für seine Kinder durchsetzen will. Mit der "Freien Presse" haben die Kläger über ihre Motive gesprochen.

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1313 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    5
    cn3boj00
    18.12.2020

    Mein erster Gedanke war natürlich: was wollen diese Leute? In Deutschland wird ab 18 gewählt, also was soll diese sinnlose Klage?
    Doch dann dachte ich: Wir sollten es uns nicht so einfach machen. Denn das Anliegen an sich hat schon etwas für sich. Egal, ob die Kinder reif genug sind selbst zu wählen, oder ob Eltern für Kinder das Wahlrecht ausüben: Kinder sollten eine Stimme haben. Denn sie sind unsere Zukunft, haben aber keine Lobby. Ich fände es durchaus nicht abwegig, wenn eine Familie mit Kindern nicht nur ein paar Euro Almosen erhält, sondern sich bei wichtigen gesellschaftlichen Entscheidungen auch stärker einbringen könnte. Insofern greift für mich auch das Argument der Gleichheit von Hr. Linhart nicht

    Und es geht ja auch noch prinzipiell um geltendes Recht. Die Frage, ob bei einer OB-Wahl in irgendeiner Form ein Mindestalter gilt, hat ja der Artikel nicht beantwortet. Wenn nicht, ist es ja höchste Zeit das einmal zu klären!

  • 8
    2
    Haju
    18.12.2020

    Man sollte nicht nur in der Lage sein, einen Stift halten, sondern mit einem ganzen Paket an Fragestellungen etwas anfangen zu können (ob jeder Wähler das auch wirklich vornimmt, ist wieder eine ganz andere Frage). Partialinteressen, die womöglich eher vorbei sind, als die nächste Wahl ansteht, kann man dann ja immer noch höher wichten.
    Ansonsten könnte eine Hilde Benjamin mit: "Ich bin für den Weltfrieden!" nicht nur in ein Amt, sondern wegen bekundeter hoher innerer Werte auch zur Schönheitskönigin gewählt werden.
    In diesem Sinne finde ich auch die Wahlplakatwerbung kritikwürdig: anscheinend wollen alle Parteien damit politisch Desinteressierte für sich gewinnen, die aber besser gar nicht zur Wahl gehen sollte. - Übrigens: ich wollte früher ja mal den braven Räuber Hotzepotz und den Kleinen Muck wählen. Bei Sissi wurde ich dann aber stutzig (Österreicherin) - und mir wurde klar: es war Plakatwerbung fürs Theater!

  • 22
    6
    sunhiller
    17.12.2020

    Hiermit beantrage ich für alle Haustiere über 18 Jahre ein Wahlrecht !
    Auch wenn das absoluter Blödsinn ist, kann ich damit eine demokratische Wahl, nach geltenden sächsichen Gesetzen, aushebeln ?

    Leute bleibt auf dem Teppich...

  • 27
    6
    JosuaKylie
    17.12.2020

    Es geht doch nicht um politische Reife... das ist doch barer Unsinn. Wenn es danach ging, könnte man in Bezug auf manche Wähler die Wahlen gleich einstampfen. Es geht um ein Mindestmaß an eigenständiger Lebenserfahrung bei Wählern - und die haben Kinder im Durchschnitt nun mal nicht.
    Auch gibt es keine Gruppe "Kinder", die eine Interessenvertretung braucht. Falls es manchem noch nicht aufgefallen ist: Wer bei einer Wahl noch Kind gewesen ist, ist es schon bei der nächsten NICHT mehr.
    Unsere Gesellschaft ist bereits zerfleddert genug - allgegenwärtiges Partialinteressen-Gerangel erschwert ihre Funktion bereits in mehr als ausreichendem Ausmaß - da muss man nicht noch eine weitere synthetische Ebene für einen kurzfristigen Durchlaufposten menschlicher Entwicklung einziehen.

  • 10
    42
    lax123
    17.12.2020

    Bei den leicht schwachsinnigen Kommentaren hier würde ich auch anonym bleiben wollen.

    Selbstverständlich sollten Kinder Wahlrecht haben, aber in dem Sinne das die Sorgeberechtigten es für sie wahrnehmen. Schließlich entscheidet der heutige Bürgermeister auch über die Lebensbedingungen der Kinder. Davon abgesehen war die Wahlbeteiligung bei der konkreten OB-Wahl niedrig. Ein paar mehr zukunftsorientierte Stimmen als das Festhalten am problematischen kurzsichtigen Weiter-So wäre sicherlich vernünftiger gewesen.

  • 15
    13
    Interessierte
    17.12.2020

    Hat das Ehepaar Patt nicht auch vier Kinder ?
    Und hätte das denn Auswirkungen auf die Wahl gehabt , diese 4 Stimmen ?

  • 27
    7
    Uwe45
    17.12.2020

    Wenn es um die politische Reife gehe , würde es doch so einigen Erwachsenen gehen und nicht zur Wahl zu gelassen werden.
    Ich stehe jeden Tag in Öffentlichkeit ( vom Beruf aus ) und sehe und erlebe es jeden Tag auf neue , wie sich Kinder, Jugendliche und heran wachsende Erwachsene und Erwachsene und Rentner benehmen und mit einander umgehen. Und da spielt es keine Rolle ,ob die Eltern Akademiker sind ( egal welcher Studiengang ) oder welchen Beruf Sie nach gehen.

  • 40
    7
    saxon1965
    17.12.2020

    Ist es nicht so, dass man über etwas entscheiden sollte, wenn man in der Lage ist sich umfassend zu informieren. Auch eine gewisse Lebenserfahrung sollten Wähler, die über ein politisches System bestimmen, verfügen.
    Warum wohl gibt es Ältesten- und keine Teenagerräte?
    Kinder sollten an demokratische Abläufe herangeführt werden und können in ihrem Lebensumfeld bereits zum Beispiel den Klassensprecher wählen. So etwas zu fördern fände ich gut. Dies könnte zum Beispiel in Bürgerräten geschehen.
    Solche Bürgerräte sollten ohnehin zukünftig Politik (mit)bestimmen!

  • 80
    7
    herbert50
    17.12.2020

    Bei welchem Kandidaten würde das Kind, das einen Stift halten, aber noch nicht lesen kann, denn das Kreuzchen machen?
    Bei der Tante, die so nett aussieht. Beim Onkel, der jung ist und freundlich lächelt.

    Das Wahlergebnis wäre dann wirklich demokratisch, aber nicht zu gebrauchen!
    Kinder an die Macht!

  • 53
    6
    Pedaleur
    17.12.2020

    Es ist schon etwas verwunderlich, dass die Europawahl und die Möglichkeit der Teilnahme für Menschen mit (kognitiven) Behinderungen zum Vergleich herangezogen wird. Sieht man da die eigenen vermeintlich hochbegabten Kinder benachteiligt, um die anderen "Doofen" zu stigmatisieren? Die dürfen doch auch, und das ohne Prüfung! Eine Aussage in Zeiten von Inklusion...
    Denken Sie doch mal darüber nach, dass es evtl. auch Dinge aus Sicht eines Menschen mit Handicap gibt, die ungenügend in der Poltik berücksichtigt sind. Stichwort Behindertenrechtskonvention. Dass ein gerichtlich bestellter Betreuer seinem Betreuten seine politische Ansicht draufdrückt halte ich für unwahrscheinlicher, als das das bei Eltern passieren könnte. Insofern volle Beipflichtung für Prof. Linhart. Nun bleibt auch noch die Frage zu beantworten, wenn das Kind vielleicht Nichtwähler ist?

  • 56
    7
    Höseldet
    17.12.2020

    Nun stellt sich die Frage
    wie alt sind die Kinder ?
    Ich stehe hier mit meinem Namen ... wenn ich eine Meinung habe .... vertrete ich diese auch mit meinem Namen.
    Wie kann das Akademikerpaar auf meine Unterstützung hoffen, wenn ich garnicht weiß wem ich da unterstützen soll?
    Ist es Feigheit oder sind sie sich nicht sicher ob sie das RICHTIGE machen.

  • 119
    18
    kopfschuettler1
    17.12.2020

    Natürlich Akademiker, was denn sonst, aber zu feige, ihre Namen zu nennen! Sobald ein Kind einen Stift halten kann, darf es in Zukunft wählen. Das geht dann los beim Kindergarten-Bürgermeister!
    Was sich die Leute alles für einen Nonsens einfallen lassen, um die Gerichte zu beschäftigen!

  • 91
    14
    jeverfanchemnitz
    17.12.2020

    Bleibt trotzdem der Fakt: Das Ziel kann man diskutieren und verfolgen. Aber bitte nicht auf dem Rücken der Chemnitzer. Die sind genug gebeutelt und hier braucht es Sicherheit und Stabilität. Aber wie schon gesagt: Politisches Engagement ist zeitaufwändig und man braucht meist viel Geduld. Bei der heutigen Jugend offenbar nicht so verwurzelt.